Knapp zweieinhalb Jahre vor der feierlichen Buga-Eröffnung auf der Loreley zeigt sich der Felsen gefährlich launisch. Am Montagmorgen rutschte Schiefergeröll auf die zum Glück leere Bundesstraße. Jetzt untersuchen Geologen des Landes Rheinland-Pfalz den Hang. Die B 42 ist bis auf weiteres gesperrt. Damit verschärfen sich die Verkehrsprobleme auf der rechten Rheinseite – wegen des Sanierungsarbeiten der Deutschen Bahn fahren bis Dezember auch keine Züge. Gerade erst waren die Buga-Pläne für das Loreley-Plateau einige Etagen höher vorgestellt worden. Laut „RZ“ wird der gar nicht so alte Landschaftspark für rund 1,5 Millionen Euro an mehreren Punkten umgestaltet. Die Planung übernimmt das Berliner Büro Geskes Hack, das auch im Lahnstein im Einsatz ist. „Das Plateau soll deutlich grüner werden“, zitiert die Zeitung Buga-Geschäftsführer Sven Stimac. Geplant sind u. a. ein Spielplatz und eine O-Ton – „Picknickbühne“ für Lesungen und kleine Konzerte. Um das Programm kümmert sich ab 2027 ein neu einzustellender Kulturkoordinator. Die eigentliche Loreley-Bühne liegt außerhalb des Buga-Geländes. Für sie sind die ganz großen Auftritte vorgesehen, u. a. die Eröffnungsveranstaltung im April 2029 mit der dann amtierenden Bundespräsidentin. Rhein-Zeitung (€, Felsrutsch), Landesbetrieb Mobilität RLP (Sperrung Bundesstraße), Rhein-Zeitung (€, Buga-Pläne)
Foto: Andreas Pacek, fototour-deutschland.de/Romantischer Rhein Tourismus GmbH (CC BY 4.0)
Tourismus-Delle in Rüdesheim
Zuerst die gute Nachricht: 2025 lief es für den Rüdesheimer Tourismus so gut wie lange nicht. Das Geschäft brummte wie in den besten Zeiten vor der Corona-Krise und die privatwirtschaftlich organisierte Stadtmarketinggesellschaft RÜD AG erwirtschaftete sogar einen Überschuss. Trotzdem hält sich der Jubel unter den Aktionären – überwiegend Rüdesheimer Hoteliers, Gastronomen, Ladenbesitzer und Dienstleister – in Grenzen. Allein wegen des Dürresommers dürfte die Bilanz für 2026 deutlich schlechter ausfallen. Das Niedrigwasser habe pro Woche rund 10.000 Besucher gekostet, meldet der „Wiesbadener Kurier“. Hinzu kommen der Ausfall der Assmannshäuser Seilbahn und die Sanierung der Bahnstrecke. Wiesbadener Kurier (€)
„Es war fast wie eine zweite Familie“
Am 1. September endet der reguläre Krankenhausbetrieb in Bingen. Die Schrumpfung des traditionsreichen Heilig-Geist-Hospitals (HGH) zur „Regio-Klinik“ kostet Arbeitsplätze auf allen Hierarchie-Ebenen. Auch der Ärztliche Direktor und Chefarzt der Anästhesie- und Intensivabteilung Dr. Harald Bernd wird zum potenziellen Fall für die Arbeitsagentur. In einem „AZ“-Interview zieht er Bilanz und lobt sein Team. O-Ton: „Das HGH war ein kleines Krankenhaus mit einem enormen Zusammenhalt. Es war fast wie eine zweite Familie.“ Bernd hat genug von der klassischen Krankenhaus-Karriere, er will künftig als Allgemein-Arzt arbeiten. Allgemeine Zeitung (€)
(Bewegt-)Bild des Tages
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