Redaktion

Frankfurter Allgemeine Rheinreise

Blick auf Kaub und die "Pfalz" im Rhein. Foto: Henry Tornow / Romantischer Rhein

„Deutsche Mythenorte“ heißt eine aktuelle Sommerserie der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Nach Neuschwanstein und Heidelberg ist jetzt das Obere Mittelrheintal an der Reihe. In einem langen und lesenswerten Artikel zeigt „FAZ“-Redakteur Jakob Strobel y Serra Licht und Schatten rund um die Loreley, den – O-Ton – „touristischen Superstar“ der Region. Das neu gestaltete Plateau beschreibt er wohlwollend. Das neu eröffnete Restaurant im Turnerheim etwa zeige, „dass der Ort nicht antiquarisch erstarrt ist.“ Überhaupt wird die touristische Entwicklung am Mittelrhein gelobt, die Übernachtungszahlen seien seit der Verleihung des Welterbetitels 2003 „deutlich“ gestiegen und „heute stabil bei drei Millionen pro Jahr“, das Tal sei mittlerweile ein „Wanderziel ersten Ranges“ und Einkehrmöglichkeiten wie „Maria Ruh“ bei Urbar und „Fetz – das Loreley Hotel“ in Dörscheid zeigen laut „FAZ“, was mittlerweile alles möglich ist. Kaub dagegen kommt im Artikel nicht gut weg. Der Ort wirke „erschöpft und ausgeblutet.“ Aber auch der kritische „FAZ“-Journalist ist von „Tante Marion“ angetan. Der Laden im Herzen der Kauber Altstadt sei „viel mehr“ als ein Supermarkt, heißt es im Artikel: „Notfallanker, Rettungsstation, Schwatzbörse, Trostort, Touristeninformation, Jakobsweg-Stempelstelle“. Beim Thema Mittelrheinbrücke schreibt sich Strobel y Serra fast in Rage. Sie werde „wegen unfähiger Politiker seit Jahrzehnten nicht gebaut … , obwohl die UNESCO schon ihr Plazet gegeben“ habe. Versöhnlich zeigt er schließlich beim Wein mit dem Oberweseler Winzer Jörg Lanius: Die mittelrheinische Steillage schmecke “ im Glas wie das reinste Glück“. Frankfurter Allgemeine Zeitung (€)
Foto: Henry Tornow / Romantischer Rhein

Lahnstein macht die Halle dicht

Die Lahnsteiner Stadthalle ist eine der wenigen denkmalgeschützten 70er-Jahre-Bauten am Mittelrhein. Spötter beschreiben sie wegen ihrer ungewöhnlichen Farbgebung als architektonischen LSD-Trip, aber egal, wie man zum Design steht: Als Veranstaltungsort ist sie unverzichtbar. Umso größer der Schock, als ein Gutachter diese Woche die Ergebnisse einer Sicherheitsüberprüfung vorlegte. Demnach ist der Brandschutz so marode, dass im Gebäude ab sofort keine Veranstaltungen mehr stattfinden dürfen. Alle geplanten Events wurden abgesagt. Nach „RZ“-Informationen sind umfangreiche Baumaßnahmen nötig. Wie viel die Sanierung kostet und wie lange es dauert, ist unklar. Stadt Lahnstein (Pressemitteilung), Rhein-Zeitung (€)

Ziemlich beste Nachbarn

Vor einigen Wochen war hier vom Binger Künstler Peter Hemmerle die Rede. Der 74-Jährige malt hoch über der Stadt im Turm der Burg Klopp. Zu seinem ungewöhnlichen Atelier kam er durch Zufall , seitdem arbeitet er in direkter Nachbarschaft von Oberbürgermeister Thomas Feser. Wie das aussieht und wie Hemmerle seine fertigen Bilder aus der Burg transportiert, zeigt ein Video des SWR.

(Bewegt-)Bild des Tages

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