Redaktion

Ein Fährmann auf dem Trockenen

Klaus Hammerl auf dem trockengefallenen Jungferngrund bei Oberwesel. Screenshot: SWR

Seit dem Verkauf seiner Loreley-Fähre hat Klaus Hammerl Zeit für das, was mit „Hobby“ nur unzureichend beschrieben ist. Hammerl fotografiert auf künstlerischem Niveau und er hat einen Blick für das Besondere im vermeintlich Alltäglichen. Der SWR hat ihn bei einer Expedition zum trocken gefallenen Jungferngrund bei Oberwesel begleitet. Dort fotografiert der langjähriger Fährmann und Rheinkenner die Gesteinsformationen und lässt sie im fertigen Bild wie ein Gebirgsmassiv wirken. In seinem riesigen Freiluft-Atelier überlässt Hammerl nichts dem Zufall: Gemeinsam mit dem St .Goarshäuser Künstler Detlef Kleinen reinigt er notfalls den Felsen von Schlammresten. Ein bisschen Spaß darf dabei sein: Irritierten Beobachtern hat er schon einmal erzählt, er arbeite beim Wasser- und Schifffahrtsamt: „Wir machen das jetzt endlich mal sauber, sonst kommen wir ja nie dran.“ Ernster als die Fragen mancher Touristen nimmt er das anhaltende Niedrigwasser. Er habe so etwas noch nie erlebt, erzählt er in der TV-Reportage. Seine Fotos seien eigentlich „die ästhetische Dokumentation einer Katastrophe“. Hammerl betrieb bis Ende 2024 die Fähre zwischen St. Goar und St. Goarshausen, die danach an die Flensburger FRS-Gruppe überging. SWR (Video)
Screenshot: SWR

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