Die historischen Altstädte gehören zum Mittelrheintal wie Burgen, Weinberge und Wasser. Böse Zungen behaupten, ihre Erhaltung und Pflege als Denkmalzonen ist im Unesco-Gebiet teurer als alles andere. Andererseits: Was wäre das Welterbe ohne die historischen Ortskerne und die ihre Besucher? Die Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz hat mit Unterstützung von Denkmalforschern der Universität Bamberg eine Bestandsaufnahme für das Welterbetal gestartet. Das Ziel ist eine – O-Ton – „detaillierte Denkmalbegründung und vertiefende Darstellung des Schutzzwecks der Denkmalzone“ mit „Beschreibungen der einzelnen Objekte samt fotografischer Dokumentation“ und Kartenmaterial. Vorbilder sind die bereits veröffentlichten Denkmal-Dossiers für Oberwesel, St. Goar. St. Goarshausen und Braubach. Dort gibt es Texte, Fotos und Flurkarten zu Stadtentwicklung und einzelnen Häusern. Laut Landeskonservator Markus Fritz-von Preuschen geht es darum, „die hohe bauliche Qualität der Orte und des Mittelrheintals für künftige Generationen zu sichern“. Pressemitteilung (per Mail), Generaldirektion Kulturelles Erbe (Infos zu Oberwesel, GOA, OH und Braubach)
Foto: Andreas Pacek, fototour-deutschland.de/Romantischer Rhein Tourismus GmbH / CC BY 4.0
Baden in Kamp-Bornhofen
Das Welterbe-Bad in Kamp-Bornhofen ist vielleicht nicht das modernste und stylischste Freibad am Rhein, aber das mit den treuesten Fans. Anders als in Boppard, Bingerbrück oder Rüdesheim wird es nicht von der Kommune oder einem privaten Unternehmen in Schuss gehalten, sondern von den Menschen vor Ort. Ein eigens gegründeter Verein mit rund 200 Mitgliedern rettete es einst vor der Schließung, jetzt packen viele Ehrenamtliche an, um es für die neue Saison vorzubereiten. Danach teilt man sich die Aufgaben im laufenden Betrieb – von der Beckenreinigung bis zum Rasenmäher. „Jeder darf mal Pool-Boy spielen“, heißt es in der „RZ“. Der erfahrenste Aktive ist Johann Knittel, 84. Das Bad mit bester Lage am Rheinufer wird jedes Jahr von bis zu 30.000 Menschen genutzt, darunter vielen Schulklassen und neuerdings auch von der DLRG und der Polizei. Rhein-Zeitung (€), Romantischer Rhein (über das Freibad)
Bohren für die Brücke
Lahnstein geht in den Untergrund: Für die geplante (Buga-)Fahrradbrücke über die Lahnmündung finden gerade Probebohrungen statt. Ingenieure und Geologen wollen vor dem Baubeginn herausfinden, wie es unter den künftigen Brückenpfeilern am Ufer aussieht. Ein SWR-Team war diese Woche dabei. SWR (Video)
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