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„Die Wisper ist irgendwann nicht mehr in den Rhein gemündet“

Wispermündung bei Lorch. Foto: Andreas Pacek, fototour-deutschland.de/Romantischer Rhein Tourismus GmbH/CC BY 4.0

„Heiße Phase“ umschreibt ganz gut, was Oliver Lübeck, CDU, in seinem ersten Jahr als Bürgermeister von Lorch erlebt. In der Stadtverordnetenversammlung hat er zusammengefasst, was das Extremwetter 2026 für seine Stadt bedeutet. Dass der Lorcher Fluss versiegt, ist nur das sichtbarste Symptom. „Die Wisper ist irgendwann nicht mehr in den Rhein gemündet“, zitiert ihn der „Wiesbadener Kurier“. Die Wasserkrise ist auch oberhalb der Stadt zu spüren. Laut Lübeck verzeichnet die legendäre Lorcher Forellenzucht in diesem Jahr einen – O-Ton – „Totalausfall“, weil der neuen Forellengeneration das Wasser fehlte. Selbst die Technik macht Probleme. Die Lorcher Verwaltung registrierte in diesem Jahr auffällig viele Wasserrohrbrüche, dazu kamen Engpässe bei der Versorgung der Höhenorte Ransel und Wollmerschied. Im historischen Rathaus der Stadt ist der Klimawandel ohnehin nicht mehr zu übersehen: Hier habe wegen der ungewohnten Trockenheit ein Querträger nachgegeben, heißt es. Er soll im kommenden Jahr ersetzt werden. Wiesbadener Kurier (€)
Foto: Andreas Pacek, fototour-deutschland.de/Romantischer Rhein Tourismus GmbH/CC BY 4.0

Klasse statt Masse in der Steillage

„RZ“ hat sich bei Winzern auf der linken Rheinseite nach dem Trocken-Jahrgang 2026 erkundigt. Das Ergebnis: Es kommt nicht so schlimm wie befürchtet, im Gegenteil. Die Menge der Trauben ist zwar deutlich geringer als im Vorjahr – die Rede ist von etwa 30 Prozent minus – aber es sieht nach exzellenter Qualität aus. Florian Weingart aus Spay sieht sogar Parallelen zu den Ausnahmejahrgängen 1959 und 1976. Wegen der Trockenheit seien die Beeren zwar kleiner und härter, aber auch aromatischer als gewöhnlich, heißt es. Die ersten Liebhaber des Jahrgangs 2026 haben sich allerdings schon bedient. Im „RZ“-Artikel berichten Winzer über vermehrten Wildfraß. Dabei zeigten sich die Tiere durchaus wählerisch. Laut Matthias Lambrich vom Weingut Goswin Lambrich in Dellhofen bevorzugen die Wildschweine Burgundertrauben „zwischen 85 und 90 Grad Oechsle, die mit 70 Grad lassen sie hängen“. Rhein-Zeitung (€)

(Bewegt-)Bild des Tages

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