Ein Film des Hessischen Rundfunks macht rechtzeitig zum Ende des Winters Lust auf das Welterbetal. „Weltwunder in Hessen: Oberes Mittelrheintal – einzigartige Kulturlandschaft am Rhein“, heißt die 45-minütige Dokumentation, die am kommenden Dienstag (10. März) um 20 Uhr 15 im Dritten läuft und schon in der ARD-Mediathek zu sehen ist. Es geht um Menschen und Geschichten zwischen Tourismus-Rummel, Steillagen-Weinbau und stiller Natur. Mit dabei sind u. a. die Rüdesheimer Winzerin Theresa Breuer, Drosselgassen-Gastronomin Maresa Nieten, die Assmannshäuser Kapitänin Bianka Rössler, Försterin Theresia Feldmann, Welterbe-Profi Nico Melchior und last but not least Wanderführer und Senior-Nachwuchswinzer Wolfgang Blum. Der 70-Jährige hat allen Bedenken zum Trotz („Du hast se doch nit mehr all!“) einen alten Terrassen-Wingert hoch über dem Rhein gerettet, pflegt seine Reben und genießt inmitten der grandiosen Landschaft das schönste Geräusch der Welt – das Ploppen des Weinkorkens. ARD-Mediathek (€)
Screenshot: Hessischer Rundfunk
Ein Hoch auf das Krankenhaus
Nach monatelangem Zittern und Bangen hat sich die Belegschaft des Bopparder „Heilig Geist“ einen Sekt verdient. Am Montagabend feierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter Chefarzt Gunnar Riepe und Betriebsratsvorsitzende Bärbel Friedrich, den finalen Beschluss des Stadtrates zur Krankenhausrettung, den „Betrauungsakt“ für den Weiterbetrieb durch das Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein (GKM). Das außergewöhnliche finanzielle Engagement der Stadt – bis zu 2 Millionen Euro Zuschuss innerhalb der kommenden beiden Jahre – ist mittlerweile von der Kommunalaufsicht genehmigt worden. Jetzt fehlt nur noch die amtliche Zustimmung der GKM- Haupteigentümer Stadt Koblenz und Mayen-Koblenz. Sie gilt nach den erfolgreich abgeschlossenen Verhandlungen der vergangenen Wochen als Formsache. Rhein-Zeitung (€)
Insolvenz in Rhens
Beim Getränkespezialisten Rhenser Mineralbrunnen ist die Lage noch ernster als befürchtet. Gut 2 Wochen nach dem überraschenden Tod von Geschäftsführer Christian Berentzen hat das Unternehmen Insolvenz angemeldet. Laut „RZ“ ist der Koblenzer Rechtsanwalt Alexander Jüchser als Insolvenzverwalter eingesetzt worden. Jüchser bemüht sich gemeinsam mit Interims-Manager Holger Sieck um eine Sanierung. Das Ziel sei, „den Geschäftsbetrieb zu stabilisieren und die Voraussetzungen für eine nachhaltige Fortführung des Unternehmens zu schaffen“, heißt es. Die Gehälter der rund 140 Mitarbeiter sind bis auf Weiteres gesichert, Abfüllung und Vertrieb laufen weiter. Für Rhenser ist es die zweite Insolvenz in 10 Jahren. 2016 war die Familie Berentzen eingestiegen und hatte den Betrieb noch einmal gerettet. Eine nachhaltige Profitabilität gelang allerdings nicht. Laut Unternehmensdatenbank North Data häufte Rhenser Jahr für Jahr weitere Verluste an. Die zuletzt veröffentlichte Bilanz für 2022 weist ein Minus von 4,6 Millionen Euro aus. Rhein-Zeitung (€), North Data (€)
Foto des Tages
Jetzt den Mittelrheingold-Newsletter abonnieren
Mittelrheingold Auslese: Jeden Freitag die wichtigsten Mittelrhein-Themen auf einen Blick. Hier geht’s zum kostenlosen Abo.
