Frank Zimmer

Boppard will’s wissen

Boppard am Rhein. Foto: Denise Bergfeld / Stadt Boppard

Im Vergleich zu anderen Kommunen geht es Boppard noch Gold. Eine Menge größerer Städte kann vom Bopparder Angebot an Einzelhandel, Gastronomie und Kultur nur träumen. Kleine und große Probleme gibt es trotzdem, vom kriselnden Krankenhaus bis zu drohenden Ladenschließungen. Ein Förderprogramm des rheinland-pfälzischen Innenministeriums soll bei der Weiterentwicklung der Innenstadt helfen. Die ersten Pläne sind in Arbeit, aber das zuständige Ingenieurbüro Häuser braucht noch Input von den Boppardern selbst. Wie schätzen sie ihre Stadt ein, was ist gut, was muss besser werden? Ab sofort ist ein Fragebogen der Stadtverwaltung online. Die Umfrage läuft noch bis zum 28. März. Stadt Boppard (Fragebogen)
Foto: Denise Bergfeld / Stadt Boppard

Bahn und Barrieren

Die Deutsche Bahn verlangt dem Welterbetal viel ab, aber sie gibt wenig zurück. Sie lässt endlose Güterzüge durch die Rheinorte rattern und verdient gut daran. Für die Bahnhöfe bleibt trotzdem nicht viel übrig. Man spart sogar bei der Barrierefreiheit. An Bahnhöfen wie Braubach müssen Behinderte auch weiterhin mit steilen Treppen zurechtkommen, befürchtet die Verbandsgemeinde Loreley. Die Bahn argumentiert mit zu geringen Fahrgastzahlen, ein Umbau sei darum unwirtschaftlich. VG-Bürgermeister Mike Weiland will das nicht akzeptieren. „Bei jeder noch so kleinen kommunalen Maßnahme, für die die Gemeinden und Städte Förderungen beantragen, ist Barrierefreiheit zu beachten, ansonsten haben solche Anträge keine Aussicht auf Erfolg“, wundert er sich. Unterstützung erhofft er sich von der zuständigen Ministerin Karin Eder in Mainz und von der Landesbeauftragten für die Rechte von Behinderten. BEN-Kurier (Pressemitteilung)

Der Mann, der Koblenz verkauft

In Koblenz gibt es einen neuen Chef der Wirtschaftsförderung. Dr. Stefan Weiler, 59, kommt aus Kaiserslautern und fühlt sich laut „RZ“ am Mittelrhein genau richtig. Städtevergleiche seien immer schwierig, sagt er im Interview, aber seine Präferenz ist trotz Liebe zum FCK klar. O-Ton: „Kaiserslautern liegt mitten im Wald, von allem ein Stück weg und hat einen brutalen Strukturwandel hinter sich. Sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze gibt es deutlich weniger als in Koblenz. Koblenz liegt logistisch super, hat zwei fantastische Flüsse, Hunderttausende Touristen. In Kaiserslautern kann man jeden Touristen mit der Hand begrüßen.“ Was der Stadt noch fehle, sei Uni-Flair: „Aktuell sind wir eine Stadt mit zwei Hochschulen, aber keine Hochschulstadt.“ Rhein-Zeitung (€)

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