Redaktion

Bis zur letzte Minute

Niko Neuser und Bärbel Friedrich demonstrieren für den Erhalt des Bopparder Krankenhauses. Foto: Privat

Selbst Oliver Kahn („Weiter, immer weiter!“) müsste der Kampfgeist der Bopparder Krankenhaus-Fans beeindrucken. Die Betriebsratsvorsitzende des „Heilig-Geist“-Hospitals Bärbel Friedrich (Foto) und Chefarzt Gunnar Riepe, unterstützt vom früheren Ortsvorsteher der Innenstadt Niko Neuser (Foto) und vielen Boppardern innerhalb und außerhalb des „Heilig Geist“ geben nicht auf, obwohl die Schließung des Krankenhauses nur noch als Formsache gilt. Friedrich erschien am Dienstagabend mit rund 20 Kolleginnen im Hauptausschuss des Bopparder Stadtrates und überzeugte die Mitglieder von einem letzten Verhandlungsversuch. Demnach soll Bürgermeister Jörg Haseneier noch einmal auf den Koblenzer Oberbürgermeister David Langner zugehen, den wichtigsten Akteur auf Seiten der Krankenhaus-Eigentümers GKM. Langner ist Vorsitzender der Gesellschafterversammlung und kontrolliert gemeinsam mit dem Landrat des Kreises Mayen-Koblenz die Mehrheit an der Klinikgruppe. Eigentlich sollen im kommenden Monat der Rückzug aus Boppard und die Konzentration auf die Standorte Koblenz und Mayen beschlossen werden. Für Boppard würde das den Verlust von über 300 Arbeitsplätzen bedeuten. Um die Schließung abzuwenden, müsste sich Boppard langfristig engagieren und allein in den kommenden Jahren mehrere Millionen Euro aufbringen. Rhein-Zeitung (€)

Kreativ in Koblenz

Dass hinter dem Koblenzer Gewürzhandel Pfeffersack & Söhne eine interessante Geschichte steckt, konnte man sich ja denken. Der Laden an der Liebfrauenkirche wirkt eher nach Mailand als nach Mittelrhein und bietet ein Sortiment auf Weltstadt-Niveau. Noch interessanter ist einer der Köpfe dahinter: Christian Ganser, ein Koblenzer Kreativprofi und Startup-Gründer. Wenn Ganser keine Firmen berät, baut er selber welche auf. Er ist nicht nur bei Pfeffersack & Söhne dabei, sondern auch bei mehreren Marketingfirmen und beim Co-Working-Space Alte Limofabrik im Koblenzer Süden. Und weil das immer noch nicht reicht, engagiert er sich in seiner Freizeit u. a. als Hobby-Archäologe. Sein nächstes Projekt ist ein Mix aus Laden und Tourist-Info am Koblenzer Rheinufer. Mehr dazu gibt es im Podcast der „RZ“. Spotify

Gründen und blasen in Weiler

Der Höhenort Weiler bei Bingen ist neuerdings ein Hotspot für Blasinstrumente. Der gelernte Instrumentenbauer Tarek Porr hat sich dort zum Jahreswechsel mit einer Werkstatt selbständig gemacht. Porr übernahm einen überregional bekannten Spezialbetrieb aus Kirchberg im Hunsrück, dessen Inhaber sich zu sich Ruhe gesetzt hatte. Zum Angebot gehört auch ein Online-Handel für gebrauchte Instrumente. In der „AZ“ ist ein Porträt über die Firma und ihren neuen Inhaber erschienen. Allgemeine-Zeitung (€)

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