Falls Sie sich schon auf den Frühling in Bacharach freuen: Genießen Sie diesmal jeden einzelnen Tag, denn schon im Sommer wird die Stadt zur jahrelangen Straßenbau-Kulisse. Spätestens im Juli startet die Komplettsanierung der B 9. Der Landesbetrieb Mobilität will die bislang schnurgerade Betonpiste an 2 Stellen verschwenken und dadurch entschleunigen. Für Fußgänger wird es einfacher, die Straße zu überqueren; Altstadt und Rheinufer sollen wieder näher zusammenrücken. Oder wie es im Behördendeutsch heißt: Es entstehen „großzügige und sichere Querungen für Zufußgehende und Radfahrende“. Parallel dazu wird der Radweg verbreitert und die triste Unterführung aus den 60ern abgeräumt. Die Bauarbeiten mit halbseitiger Straßensperrung und Ampeln dauern etwa zweieinhalb Jahre. Und das ist noch nicht alles. Schon im Frühjahr gibt es eine weitere Baustelle am südlichen Stadtausgang Richtung Rheindiebach und im Herbst beginnt die Erneuerung der B9 zwischen Bacharach und der Kauber Fähre. Insgesamt werden rund 11,8 Millionen Euro investiert. Bacharachs Bürgermeister Dieter Kemmer bringt es in der „AZ“ auf den Punkt: „Bevor es gut wird, wird es zäh, nervtötend und grausam.“ Allgemeine Zeitung (€), Landesbetrieb Mobilität (Pressemitteilung)
Foto: Andreas Jöckel / Buga 2029
BIN im Garten
Was früher Schrebergarten hieß – oder am Mittelrhein einfach: „Das Gärtsche am Rhein“ – nennt sich heute „Urban Gardening“ und ist in Großstädten heiß begehrt. Die Wartelisten für Kleingärten in Berlin, Hamburg oder Köln sind endlos. Selbst in Bingen müssen Interessenten mindestens ein Jahr warten, ehe sie im „Verein der Gartenfreunde“ zwischen Büdesheim, Dietersheim und Münster-Sarmsheim zum Zug kommen. Bingens grünster Club hat nur ein Problem: Vereinschef Joachim Glombik möchte nach 12 Jahren Ehrenamt nicht mehr kandidieren und sucht einen Nachfolger. Natürlich nur für seinen Posten im Vorstand – seinen Garten gibt er nicht her. Allgemeine Zeitung (€)
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