Redaktion

Bahnlärm: 1 Problem, 2 Bürgerinitiativen, null Geduld

Güterzug bei Bacharach

Im Mittelrheintal rumort es – und das nicht nur wegen der Güterzüge, die durchs Tal donnern. Die beiden großen Bürgerinitiativen gegen Bahnlärm sind sich uneins, wie es weitergehen soll. Während die „BI im Mittelrheintal gegen Umweltschäden durch die Bahn“ unter Führung von Willi Pusch auf eine Alternativtrasse hofft und gleichzeitig Schallschutzmaßnahmen juristisch überprüfen lässt, fährt Frank Groß von „Pro Rheintal“ wie gewohnt schwereres Geschütz auf. Sein Verein sei über die Forderung nach einer Ausweichstrecke „erbost“, zitiert ihn der „Wiesbadener Kurier“. Es könne nur eine „Jetzt-und-Sofort-Lösung“ geben: Mehr Geld für leisere Schienenwege und rollendes Material plus Tempolimit 50 km/h in Ortschaften.  Hintergrund ist die bevorstehende Sanierung der Rheinstrecke, die zu noch mehr Bahnverkehr führen dürfte. Der Bau einer neuen Güterzugstrecke durch Taunus und Westerwald gilt auf absehbare Zeit als unrealistisch. Darum wird es wohl bei der unfreiwilligen Arbeitsteilung der Bürgerinitiativen bleiben: Die BI aus Kamp-Bornhofen bohrt verwaltungsrechtlich dicke Bretter; sie will noch in diesem Monat ein Gutachten vorstellen. Schräg gegenüber in Boppard dagegen setzt „Pro Rheintal“ auf Aufregung und Attacke. Wiesbadener Kurier (€), BI Mittelrheintal gegen Umweltschäden, Pro Rheintal

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