Redaktion

Aufschub für Boppard und eine Bootsruine in Bingen

Krankenhaus Boppard

Die Entscheidung über das Bopparder Krankenhaus ist noch einmal vertagt worden. Wegen eines Formfehlers bei der Einladung waren die Gesellschafter des Gemeinschaftsklinikums Mittelrhein (GKM) am vergangenen Freitag nicht beschlussfähig. Der nächste Termin ist Dienstag, der 3. Februar. In der Sache selbst geben sich die beiden Haupteigentümer des GKM, die Stadt Koblenz und der Kreis Mayen-Koblenz weiterhin hart: Sie wollen den Standort aufgeben, wenn sich die Stadt Boppard und der Rhein-Hunsrück-Kreis dort nicht langfristig engagieren. Damit würden über 300 Beschäftigte ihre Arbeitsplätze verlieren. Boppard und der Rhein-Hunsrück-Kreis argumentieren mit fehlenden finanziellen Mitteln, Koblenz und Mayen-Koblenz mit fehlenden finanziellen Mitteln und mit fehlender Zuständigkeit. Die öffentliche Auseinandersetzung wirkt bizarr, weil jede Seite nur noch über blumige Pressemitteilungen kommuniziert und von der jeweiligen Lokalredaktion der „Rhein-Zeitung“ unterstützt wird. Dabei ist die Argumentation des Rhein-Hunsrück-Kreises und der Stadt Boppard besonders schwierig – im Prinzip wollen sie ihre Nachbarn dauerhaft für eine Klinik auf ihrem eigenen Gebiet zahlen lassen, ohne selbst einen langfristigen Beitrag zu leisten. Rhein-Zeitung (€)

Das Geisterschiff von Bingen

Das havarierte Hausboot bei Rüdesheim sorgte im vergangen Sommer bundesweit für Aufsehen – nicht zuletzt wegen der abenteuerlichen Geschichte dahinter. Ein Lebenskünstler aus Berlin hatte den Oldie im Elsass gekauft und wollte damit ohne Vorkenntnisse quer durch Republik bis in die Hauptstadt tuckern. Die gute Nachricht ist: Niemand wurde verletzt, als das marode Schiff am Eingang zum Oberen Mittelrheintal auf Grund lief. Die schlechte: Das Boot ist noch immer da. Mittlerweile rostet es aufgebockt am Binger Winterhafen vor sich hin. Laut „AZ“ wartet das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt noch auf einen fünfstelligen Betrag vom Eigentümer; so viel kostet die Bergung und die sonstige Logistik. Das Mahnverfahren läuft. Spätestens in 3 Jahren muss die Bootsruine verschwunden sein, heißt es in der Behörde. O-Ton: „Bis zum Start der Bundesgartenschau werden wir sicherlich nicht den Hausmeister für das Boot spielen.“ Allgemeine Zeitung (€)

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