Die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes verspricht bei der anstehenden „Abladeoptimierung Mittelrhein“ minimalintensive Eingriffe in das Flussbett. Schon der Begriff „Rheinvertiefung“ sei übertrieben, sagt der zuständige Projektleiter Mathias Münch im Interview mit der „Rhein-Zeitung“. Es gehe vor allem um – O-Ton – „einzelne Felsnasen oder -rippen, die in die Fahrrinne hineinragen“. Sie sollen „zentimetergenau“ abgefräst werden, damit überall eine Wassertiefe von 2,10 Metern garantiert ist und bei Niedrigwasser mehr geladen werden kann. Momentan liegt die Grenze bei 1,90 Metern. Zudem sollen einzelne Ingenieurbauten mehr Wasser in die Fahrrinne lenken. „Man darf sich hier kein Stauwehr vorstellen“, versichert Münch. Alles sei „nur punktuell und geringfügig“, die Maßnahmen würden sich auch kaum auf den Pegel am Ufer auswirken. Hier rechne man selbst bei Niedrigwasser mit weniger als einem Zentimeter Unterschied. Im Welterbetal geht es um die Fahrrinne an der Lorcher und der Bacharacher Insel und um 2 Stellen unterhalb von Oberwesel, den „Geisenrücken“ und den „Jungferngrund.“ Das seit Jahrzehnten geplante Projekt soll rund 200 Millionen Euro kosten, momentan laufen noch die Genehmigungsverfahren. Rhein-Zeitung (€), Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung (Infos zur „Abladeoptimierung Mittelrhein“)
Foto: WSA
Oberwesel ohne Feuerwerk
Apropos Niedrigwasser: Die Dürre mit ihren historischen Tiefständen ist noch lange nicht ausgestanden. Weil der Rheinpegel wieder fällt, hat die Stadt Oberwesel „Rhein in Flammen“ abgesagt. Das Großfeuerwerk mit Schiffskonvoi hätte am 12. September stattfinden sollen. Die Auflagen u. .a durch die Wasserschutzpolizei seien zu hoch, wird Stadtbürgermeister Jan Zimmer in der „RZ“ zitiert. Unklar ist, wie es mit „Rhein in Flammen“ in St. Goar weitergeht. Es ist für den 19. September geplant und soll die Feuerwerkssaison 2026 abschließen. Rhein-Zeitung (€)
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