Bingen träumt weiter vom historischem Hildegard-Kloster in Bingerbrück. Für das gesamte Areal samt „Villa Herter“ fehlt das Geld, aber laut „AZ“ soll eine kleine Lösung her: Der neue Eigentümer Gustav Eich würde für eine Million einen Teil des Grundstücks abgeben. Dort könnte u.a. ein Archiv für Stadt und Landkreis samt Kräutergarten und „Edutainment-Angeboten“ entstehen, zitiert die Zeitung aus einer Vorlage für den Stadtrat. Erd- und Kellergeschoss der Villa würde man mieten. Dort sind 5 mittelalterliche Bögen aus der ehemaligen Klosterkirche zu sehen. Das Kloster der Hildegard von Bingen am so genannten Rupertsberg unweit der Nahemündung wurde im 17. Jahrhundert zerstört und die letzten Reste gut 200 Jahre später beim Bau der Eisenbahn abgeräumt. Für den neuen Hildegard-Plan spricht, dass die Stadt nur die Hälfte des Kaufpreises zahlen müsste, wenn der Landkreis mitmacht. Allerdings sind die Folgekosten noch nicht abzusehen. Ein Gegenargument ist, dass das Areal an der viel befahrenen Bingerbrücker Straße mit Blick auf „Kik“ und „Netto“-Discounter auch nach Millionen-Investment wenig attraktiv sein wird. Selbst „AZ“-Redakteur und Hildegard-Euphoriker Erich Michael Lang warnt in einem Kommentar, dass gar keine Engagement besser sei als ein halbherziges. Allgemeine Zeitung

Kloster Rupertsberg zur Zeit Hildegards. Visualisierung Faber Courtial / Stadt Bingen

Kloster Rupertsberg zur Zeit Hildegards. Visualisierung Faber Courtial / Stadt Bingen

Das Nachtleben von Steeg

Nachts ist im Bacharacher Stadtteil Steeg mehr los in der Rüdesheimer Drosselgasse. Das kleine Weindorf beherbergt eine der größten Fledermauskolonien Deutschlands. Rund 2000 leben im Turm der evangelischen Annakirche und gehen bei Dunkelheit auf Insektenjagd im Hunsrück. Fledermaus-Expertin vor Ort ist die Winzerin und Pensionswirtin Sonja Theobald-Zahn. Sie hat sogar ihr Weingut nach ihren Schützlingen benannt: „Zur Fledermaus“. In der „AZ“ ist gerade ein Artikel über die Steeger Luftwaffe erschienen. Fledermaus-Kolonien gibt es auch in den Kirchen von Niederheimbach und Oberdiebach. Allgemeine Zeitung

Digitaler Frühschoppen in Boppard

SWR3-Profi Josh Kochhann moderiert am 27. September eine digitale Weinprobe aus dem Bopparder Hamm. Das Programm ist für Hartgesottene – angestoßen wird ab 11 Uhr morgens. Es gibt 7 Weine der Bopparder Weingüter Michael Schneider, Rolf Bach, Toni Lorenz. Königshof, Heilig Grab, Walter Perll und August Perll. Das Probierpaket mit 7 Flaschen und 1 x Rhenser Mineralwasser als Zugabe kostet 55 Euro plus Versandkosten. Probiert wird live auf Facebook und YouTube. Rhein-Zeitung

Der 80-Jährige, der aufs Fahrrad stieg und verschwand

Von Basel bis ins niederländische Arnheim sind es rund 800 Kilometer. Dass man dafür weder Auto noch Flusskreuzer braucht, zeigt der pensioniere Düsseldorfer Professor Joachim Schipke. Der 80-Jährige fährt die Strecke gerade mit dem Fahrrad ab. Am Montag passierte er St. Goar. Rhein-Zeitung

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