Redaktion

Führungswechsel auf der Loreley: Müller macht’s

Loreley am Rhein. Foto: Loreley-Touristik

Einer der prestigeträchtigsten und zugleich schwierigsten Jobs im Welterbetal ist vergeben: Jannik Müller, 38, übernimmt zum Jahreswechsel die Geschäftsführung der Loreley Touristik und damit auch das Management auf dem Loreley-Plateau. Müller kommt vom Tourismusverband NRW mit Sitz in Düsseldorf, wo er seit 2024 die Marktforschung leitet. Der Vertrag der jetzigen Loreley-Chefin Ulrike Dallmann läuft Ende Dezember aus. Verantwortlich für die Neubesetzung ist vor allem VG-Bürgermeister Mike Weiland, denn seiner Verbandsgemeinde gehören 96 Prozent der Anteile. Den Rest hält der private Tourismus-Verein unter Vorsitz von Hotelier Marcus Fetz („Das Loreley-Hotel“). Mit Müller übernimmt eine andere, akademisch ausgebildete Touristiker-Generation das Ruder. Der gebürtige Bad Honnefer hat einen Master in „Sporttourismus und Erholungsmanagement“, lehrt nebenberuflich an der Sporthochschule Köln und ist es gewohnt, in überörtlichen Organisationen zu arbeiten. „Zahlen, Daten und Fakten rund um den Tourismus in NRW“ lautet sein Motto im Karriere-Netzwerk Linkedin. Dallmann dagegen, groß geworden in der Vermarktung einzelner Ostseebäder, gilt als eher instinktive und manchmal impulsive Macherin ohne allzu schweren theoretischen Ballast. Der Druck wird bleiben: Die Loreley-Touristik muss das Plateau vermarkten, die Hoteliers, Wirte und andere touristische Betriebe in der Verbandsgemeinde zufriedenstellen und die weiterhin hohen Zuschüsse aus der VG-Kasse rechtfertigen. BEN-Kurier, Linkedin (Jannik Müller)
Foto: Loreley-Touristik

Made in Assmannshausen

Rotwein aus Assmannshausen genießt Weltruf, aber ausgebaut wird er manchmal woanders. Was die Hessischen Staatsweingüter Kloster Eberbach in der Renommierlage Assmannshäuser Höllenberg lesen, wandert seit einigen Jahren in die Zentralkellerei in Eltville. Laut „Wiesbadener Kurier“ soll damit bald Schluss sein. Geschäftsführerin Christine Müller will die Trauben wieder direkt vor Ort in der gutseigenen Domäne Assmannshausen keltern lassen. O-Ton: „Großer Rotwein entsteht dort, wo er wächst und ohne groß bewegt zu werden.“ Die Hessischen Staatsweingüter bewirtschaften zwischen Assmannshausen und der Hessischen Bergstraße rund 170 Hektar und beschäftigen 65 Mitarbeiter. Wiesbadener Kurier (€)

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Loreley von oben

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