Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

Monat: April 2018 Seite 2 von 10

Rüdesheim entscheidet über die Brömserburg und Boppard sitzt auf dem Trockenen

Neues vom Brömserburg-Casting

In Rüdesheim ist gestern Abend die Verpachtung, vielleicht auch der Verkauf der Brömserburg aus dem 12. Jahrhundert beschlossen worden. Das Ergebnis der nichtöffentlichen Sitzung ist noch nicht bekannt, aber der „Wiesbadener Kurier“ weiß zumindest von einer Vorentscheidung. Demnach waren von den 5 Interessenten zuletzt noch 3 im Rennen, von denen zumindest einer einen Kauf angeboten hat. Wiesbadener Kurier, Wikipedia (Geschichte der Brömserburg)

 

Rüdesheim von der Seilbahn aus gesehen. Foto: Rüdesheim Touristik / Walter

Rüdesheim von der Seilbahn aus gesehen. Foto: Rüdesheim Touristik / Walter

Boppard sitzt auf dem Trockenen

Gut, dass es wenigstens das Thermalbad in Bad Salzig gibt. Sonst hätte Boppard überhaupt kein öffentliches Schwimmbad mehr. Das Hallenbad ist seit Jahren geschlossen und das Freibad eine Baustelle. Für das Hallenbad hatte der Stadtrat erst im Januar ein Planungsbudget von über 400.000 Euro bewilligt, aber Boppards sparsamer Bürgermeister Walter Bersch war von Anfang an dagegen. Der Landesrechnungshof gibt ihm nun recht: Es sei ungeklärt, ob und welche Art von Bad sich die Stadt überhaupt leisten könnte. Daraufhin hat auch die Kreisverwaltung ihr Veto eingelegt. Jetzt liegt alles wieder auf Eis. Rhein-Zeitung

Der Deutsche PR-Preis geht in die Villa Katharina

Hasso Mansfeld, PR-Berater und Hausherr der Villa Katharina am Binger Rochusberg, ist für seinen Brücken-Einsatz belohnt worden. Zwar nicht mit einer Rheinbrücke zwischen Bingen und Rüdesheim, dafür aber immerhin mit dem angesehenen Internationalen Deutschen PR-Preis in der Kategorie „Politische Kommunikation“. Die Jury honorierte seine ehrenamtliche Kampagne „Ein Herz für eine Brücke“. Aus Mansfelds Engagement für die Rheinquerung ist mittlerweile eine Bürgerinitiative geworden.

Hexennacht in Oberwesel

Wer die neue „Loreley“ wird und wer die Binger Weinbotschafterin „Prinzess Schwätzerchen“, das ist noch immer nicht klar. Die klassischen weiblichen Werbejobs am Mittelrhein scheinen momentan nicht sehr begehrt zu sein. Aber in Oberwesel kennt man offenbar keine Nachwuchssorgen. Dort soll am kommenden Montag plangemäß die neue „Weinhex“ vorgestellt werden. Die Weingüter Albert Lambrich und Christof Persch sorgen für Getränke, „Les Patrons“ für die Musik, und spät am Abend gibt es noch ein Feuerwerk. Rhein-Zeitung, oberwesel.de

Booming Bingen braucht Kita-Plätze

Bingen ist so etwas wie die Boomtown am Mittelrhein. Allein schon wegen der Nähe zum Rhein-Main-Gebiet entwickelt sich die Stadt prächtig.Fast 28.000 Einwohner zählte Oberbürgermeister Thomas Feser Anfang des Jahres und versprach in der „AZ“ stolz: „Wir sind auch noch für mehr als 30 000 bereit!“  Leider sieht die Realität nicht ganz so rosig aus. Die Kreisverwaltung Mainz-Bingen rechnet vor, dass in Bingen bald 140 Kita-Plätze fehlen werden. Laut „AZ“ klingt jetzt Feser kleinlauter: „Ich weiß noch nicht, wie ich das hinkriege“. Allgemeine Zeitung

Die Polizei fahndet nach einem Fahrradbesitzer

Falls Ihnen zufälligerweise am 26. Juni 2012 am Rhenser Sportplatz ein Mountainbike der Marke Merida gestohlen wurde: Es wäre jetzt wieder da. Die Koblenzer Polizei konnte das Rad („Farbe: orange / schwarz“) Anfang April bei einer Personenkontrolle sicherstellen. Weil der Name des Geschädigten im Polizeicomputer nicht mehr zu finden sind und die Staatsanwaltschaft ihn aus Datenschutzgründen gelöscht hat, suchen die Beamten jetzt per Pressemitteilung nach dem Besitzer. Die Polizeiinspektion Boppard freut sich über sachdienliche Hinweise unter Tel. 06742 / 809-0. Presseportal.de

Termine des Tages

Lahnstein – Schülerbenefizkonzert „Musik baut Brücken“ – 27. April, 18 Uhr. lahnstein.de

Bingen – Rheinhessen trifft Allgäu / Biokäse aus der Sellthürner Käskuche trifft auf Weine vom Hildegardishof – 27. April, 19 Uhr. bingen.de

Foto des Tages

Videos auf Mittelrheingold

Es gibt eine YouTube-Playlist mit ausgewählten Videos über das Welterbe-Tal. Zu finden auf der Video-Seite von Mittelrheingold. Dort laufen auch Mittelrhein-Clips und -Reportagen des SWR aus der ARD-Mediathek. Die Liste wird fortlaufend erweitert. Mittelrhein-Fensehen gibt’s hier

Mittelrheingold per Mail

Der wöchentliche Newsletter „Mittelrheingold Auslese“ sammelt die besten Artikel, Videos und Termine. Hier geht’s zum kostenlosen Sonntags-Abo.

Besser vermarkten in Bacharach und Wiederaufbau in Boppard

Exakt 105.941 Übernachtungen zählte die Verbandsgemeinde Rhein-Nahe im vergangenen Jahr. Das waren 3,2 Prozent mehr als im 2016. Rund 52.000  Gäste blieben mindestens eine Nacht, davon fast 40.000 in Bacharach, wo Touristik-Chef Christian Kuhn allerdings einen Rückgang um 2,1 Prozent registrierte. Kuhn will dieses Jahr mit dem Thema „Rhein-Romantik“ punkten. Der Tourismus-Berater Stefan Herzog bringt unterdessen neue Vermarktungsstrukturen ins Spiel und fordert in der „AZ“ „mehr Regionalentwicklung statt Werbung, die doch nur verpufft.“ Herzog war viele Jahre lang Geschäftsführer der Rheinhessen-Touristik und arbeitet im Ruhestand freiberuflich weiter.  Motto: „Ich zeige Ihnen wie es geht, nicht wie es gehen könnte.“ Allgemeine Zeitung, S1 Tourismusberatung (Website von Stefan Herzog)

Bacharach kann mehr: Die kleine Stadt ist eine der wichtigsten Touristik-Orte am Mittelrhein.

Bacharach kann mehr: Die kleine Stadt ist eine der wichtigsten Touristik-Orte am Mittelrhein.

Auferstehen aus Ruinen

Im maroden Kloster Marienberg in Boppard können vielleicht noch in diesem Jahr die Handwerker loslegen. Der österreichische Investor Friedrich Ohnewein ist mit der Stadt einig geworden und hat auch den Denkmalschutz überzeugt. Seine neu gegründete „Domilium Marienberg GmbH“ will den Barock-Bau sanieren und in rund 60 Eigentumswohnungen aufteilen. Laut Bürgermeister Walter Bersch hält Ohnewein „es für möglich, innerhalb von zwei Jahren die Baumaßnahme durchzuführen“. Das frühere Nonnenkloster steht seit über 30 Jahren leer und hatte in dieser Zeit mehrmals den Besitzer gewechselt. Rhein-Zeitung, Wikipedia (Geschichte des Klosters), Youtube („Lost-Places“-Rundgang durch das baufällige Kloster)

Video: Sanierungsfall Marienberg

WTF in Rüdesheim

Bei englischsprachigen Rhein-Touristen sorgt diese Abkürzung für Heiterkeit: „WTF“ steht in Rüdesheim aber nicht für „What the fuck?“, einen weltweit gängigen Ausruf der Verwunderung, sondern für  den Verein „Wirtschafts- und Tourismusförderung Rüdesheim und Assmannshausen.“  Die mittelrheinische Variante von WTF hielt gerade ihre Jahreshauptversammlung ab. Wichtigstes Thema war die kurtaxenähnliche Tourismus-Abgabe, die gerade entwickelt wird. Es gibt starke Zweifel, ob sich der damit verbundene bürokratische Aufwand überhaupt lohnen würde. Pragmatiker fordern außerdem weniger Hochglanzbroschüren und mehr digitales Informationsmaterial, darunter eine Rüdesheim-App. Wiesbadener Kurier

Eine Bürgerinitiative schreit gegen den Bahnlärm an

Menschen, die mit Mikrofonen an Bahngleisen stehen und Geräusche aufnehmen: Das klingt erst einmal skurril, hat am Mittelrhein aber einen ernsten Hintergrund. Seit vielen Jahren kämpft der Verein „Pro Rheintal“ gegen den Bahnlärm. Die Bürgerinitative um den Bopparder Frank Gross nervt nicht nur Bahn-Manager und Politiker, sondern entwickelt auch viel Expertenwissen. Ein großes Thema sind zum Beispiel zu alte Waggons und zu laut Bremsen. Durch neue Technologien lässt sich der Geräuschpegel spürbar senken – sofern man sie denn nutzt. Youtube-Videos des Vereins machen den Unterschied hörbar. Pro Rheintal, Youtube (Video mit Aufnahmen aus St. Goar-Fellen)

Mittelrheinkreis: Alles schon mal dagewesen

Heute empfinden wir es als normal, dass der Rhein als Verwaltungsgrenze herhalten muss. Die Idee eines Landkreises oder eine Verbandsgemeinde über den Strom hinweg gilt als utopisch – zumal ohne Mittelrheinbrücke. Dabei gab es das alles schon mal – auch ohne Mittelrheinbrücke. Bis zur Französischen Revolution existierte das so genannte „Oberamt Bacharach“, ein Art Mini-Landkreis in der damaligen Kurpfalz. Das Gebiet umfasste das Viertälergebiet mit Bacharach, Steeg, Oberdiebach und Manubach auf der linken und das „Unteramt Kaub“ auf der rechten Rheinseite. Dazu gehörte noch der heutige Bopparder Stadtteil Holzfeld.  Wie das damals aussah und funktionierte, beschreibt ein gerade erschienenes Buch des Koblenzer Historikers Peter Brommer: „Oberamt Bacharach und Unteramt Kaub. Edition und Kommentierung von Amtsbeschreibungen von 1590, 1642/43 (1669, 1671) 1678, 1681 und 1772“.  Verlegt wurde es vom Bacharacher Geschichtsverein. Das Buch kostet 35 Euro und ist u.a. im Schreibwaren -und Tabakladen von Hardy Jauch am Marktplatz erhältlich. Allgemeine Zeitung

Foto des Tages

Videos auf Mittelrheingold

Es gibt eine YouTube-Playlist mit ausgewählten Videos über das Welterbe-Tal. Zu finden auf der Video-Seite von Mittelrheingold. Dort laufen auch Mittelrhein-Clips und -Reportagen des SWR aus der ARD-Mediathek. Die Liste wird fortlaufend erweitert. Mittelrhein-Fensehen gibt’s hier

Mittelrheingold per Mail

Der wöchentliche Newsletter „Mittelrheingold Auslese“ sammelt die besten Artikel, Videos und Termine. Hier geht’s zum kostenlosen Sonntags-Abo.

Weinbergs-Vandalen in Oberheimbach und ein Jackpot für Oberdiebach

Eigentlich ist in Oberheimbach die Welt noch in Ordnung.  In dem 550-Seelen-Dorf abseits des Rhein-Rummels scheint sogar der Weinbau intakt: Weil die Hänge nicht so steil sind wie anderswo am Mittelrhein, lassen sie sich leichter bearbeiten und rentabler bewirtschaften. Das kleine Oberheimbach ist mittlerweile die zweitgrößte Weinbaugemeinde im Anbaugebiet Mittelrhein. Nur in Boppard wachsen noch mehr Reben. Momentan sind die Oberheimbacher Weinberge aber nicht nur ein Thema für die Statistiker. Die Polizeiinspektion Bingen ermittelt wegen Vandalismus in den Lagen „Sonne“ und „Klosterberg“. Unbekannte haben vermutlich Ende der vergangenen Woche zahlreiche Rebstöcke beschädigt. Einige werden nur in diesem Jahr keine Trauben tragen, andere sind komplett zerstört. Das Weingut Eisenbach-Korn hat Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Betroffen sind aber auch die Weingüter Stassen und Klein.  Insgesamt waren der oder die Täter auf einer Fläche von etwa 4 Kilometer Länge im Heimbachtal unterwegs.  Aus dem Rheingau wird ein ähnlicher Fall gemeldet. In Hallgarten ging es mit noch größerer Rücksichtslosigkeit offenbar gezielt gegen einen einzelnen Winzer. Facebook-Message von Natalie Korn, Weingut Eisenbach-Korn auf Facebook (mit Bildern), Presseportal.de (Pressemitteilung der Polizeiinspektion Bingen), Wiesbadener Kurier (Hallgarten)

Mechthild Stassen von Weingut Stassen in Oberheimbach fotografierte die zerschnittenen Reben im Heimbachtal.

Mechthild Stassen von Weingut Stassen in Oberheimbach fotografierte die zerschnittenen Reben im Heimbachtal.

Fast ein Millionen-Deal in Oberdiebach

Der Unternehmer Georg Moller-Racke macht der verschuldeten Gemeinde Oberdiebach ein verlockendes Angebot: 900.000 Euro für 50 Hektar Kommunalwald. Moller-Racke, ein Sproß der immer noch wohlhabenden Binger Wein- und Spirituosen-Dynastie („Amselfelder“, „Racke Rauchzart“) ist der Jagdpächter in Oberdiebach und will mit dem Kauf unabhängig von der Gemeinde werden. Vor allem aber geht es ihm darum, den Bau von Windrädern in der Nähe seines Jagdhauses zu verhindern. Wenn der Gemeinderat zustimmt, wäre die Gemeinde auf einen Schlag schuldenfrei. Allerdings würden auch die Jagdpacht und mögliche Windrad-Einnahmen wegfallen. Allgemeine Zeitung, Mittelrheingold (Hintergrund)

Es muss nicht immer Mittelalter-Musik sein

Seit 2015 organisieren Hendrik Schrandt, Stefan Senk, Phillip Emrath, René Stoffel und Andy Schwarz-Edinger in Bingen die „Recharge im Park“, eine unkomplizierte Mischung aus Musik-Festival und Picknick mit Blick auf den Mäuseturm. „Keine Barrieren im Kopf, keine elitäres Gehabe, keine kommerzielle Selbstbeweihräucherung“, ist das Motto. „AZ“-Autor Sören Heim war am Wochenende dabei. Allgemeine Zeitung, recharge-music.de (Website der Veranstalter mit weiteren Terminen)

St. Goar hat (hoffentlich) bald die Jugendherberge schön

Mitte Juni startet endlich die Sanierung der Jugendherberge in St. Goar. Das kündigte Stadtbürgermeister Horst Vogt bei einem Bürgerempfang in der Rheinfelshalle statt. Das Gebäude im Bismarckweg steht seit Jahren leer, ein scheinbar ewiges Ärgernis für die Stadt und ihre Bürger. Auf der Website des Jugendherbergswerks ist bereits zu sehen, wie es einmal aussehen soll. Demnach ist die Wiedereröffnungen für das kommende Jahr geplant. Die neue Jugendherberge umfasst 107 Betten. Rhein-Zeitung, diejugendherbergen.de (mit Visualisierung des Neubaus)

Notiz des Tages: Friederike Schikora lesen!

Meine frühere „RZ“-Kollegin Friederike „Fritzi“ Schikora bloggt seit einiger Zeit über Bacharach. Gerade sind 2 wunderbar Texte über die „Unnergass“ und über den „Ketzerstrand“ erschienen. Es lohnt sich immer, im Blog „Rund um Bacharach“ zu stöbern. Bitte mehr davon, liebe Friederike Schikora.

Foto des Tages: Ein Blick vom Bacharacher Posten

Videos auf Mittelrheingold

Es gibt eine YouTube-Playlist mit ausgewählten Videos über das Welterbe-Tal. Zu finden auf der Video-Seite von Mittelrheingold. Dort laufen auch Mittelrhein-Clips und -Reportagen des SWR aus der ARD-Mediathek. Die Liste wird fortlaufend erweitert. Mittelrhein-Fensehen gibt’s hier

Mittelrheingold per Mail

Der wöchentliche Newsletter „Mittelrheingold Auslese“ sammelt die besten Artikel, Videos und Termine. Hier geht’s zum kostenlosen Sonntags-Abo.

Seite 2 von 10

Präsentiert von WordPress & Theme erstellt von Anders Norén

%d Bloggern gefällt das: