Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

Monat: März 2019 Seite 1 von 11

Der Soundmacher von St. Goar: 7 Fragen an Dieter Stein

Wenn in St. Goar die Bordsteine hochgeklappt werden, kommt Dieter Stein ins Spiel. Der IT-Experte aus dem Höhenort Biebernheim organisiert gemeinsam mit Gastronom Peter Gödert kleine, aber feine Rock-, Indie-Pop und Jazz-Konzerte am Rheinufer: INSIDE Rebstock Garden. Das Programm reicht bis weit ins Frühjahr hinein. Im 7-Fragen-Interview erklärt Dieter, wie die Idee zustande kam, wie sich die „Sofa-Konzerte“ rechnen, wen er gern auftreten lassen würde und warum er momentan lieber Biebernheimer als St. Goarer ist.

Dieter Stein organisiert die INSIDE-Konzerte ehrenamtlich. Foto: Privat

Dieter Stein organisiert die INSIDE-Konzerte ehrenamtlich. Foto: Privat

Dieter, wenn das Tal im Winterschlaf liegt, drehst du in St. Goar die Musik auf. Wie kamst du auf die Idee, Konzerte zu veranstalten?

Auslöser war eine Stammtisch-Diskussion rund um die Themen „Buga“, „Weltkulturerbe“, „Zweckgebundene finanzielle Förderungen“, „Modellstadt“ usw.

Dort fiel die Aussage: „Ja, für den Tourismus – also fremde Menschen – wird jede Menge investiert und veranstaltet. Und wenn die Touristen wieder weg sind, machen wir für 5 bis 6 Monate das Licht aus, klappen die Bürgersteige hoch und hoffen, dass es im nächsten Jahr wieder weitergeht. Aber für diejenigen, die hier 12 Monate im Jahr leben, da wird nix gemacht. Und wenn dann doch mal einer was macht, geht keiner hin…“.

Zugegeben, die Aussage war natürlich sehr polemisch und überspitzt formuliert – aber wie so oft, ist hier auch ein Stückchen Wahrheit verborgen. Letztendlich war es genau diese Diskussion, die mich dazu gebracht hat, die Konzerte zu organisieren und zu veranstalten.

Basierend auf meinen Erfahrungen mit „Sofa–Konzerten“ – sowohl als Gast als auch Gastgeber -, ist die Idee entstanden, dieses Format öffentlich zugänglich zu machen und ganz bewusst in der außertouristischen Zeit zu veranstalten.

Mit Peter Gödert vom Landgasthof Rebstock und seiner Bereitschaft, mir die Räumlichkeiten des Rebstock Garden unentgeltlich für die Veranstaltungen zur Verfügung zu stellen, und mit Willy Rhodes von Keyrecords EU, der das notwendige technische Equipment bereitstellt, habe ich dann diejenigen gefunden, die eine Umsetzung des Projekts „INSIDE Rebstock Garden“ in der Form, wie es heute läuft, ermöglicht haben.

Wie schwer ist es, Musiker nach St. Goar zu holen?

Grundsätzlich überhaupt nicht schwer. Am Anfang konnte ich auf bereits bestehende Kontakte aus der Zeit der privaten Veranstaltungen zurückgreifen. Mittlerweile bekomme ich ca. 5 bis 10 Anfragen pro Monat von Solo-Künstlern oder Bands, die gerne mal bei uns spielen möchten.

Viel schwieriger ist es, den oder die „Richtigen“ zu finden. Neben den finanziellen Rahmenbedingungen und der Herausforderung einer terminlichen Abstimmung muss bzw. müssen der oder die Künstler auch in das Konzept von „INSIDE“ passen. Das betrifft sowohl die Berücksichtigung der gegebenen Möglichkeiten der Location –  Shanty-Chor mit 30 Sängern oder Hardrock-Band ist unrealistisch – als auch meine Neugier, musikalisch immer mal wieder etwas Neues entdecken zu wollen.

Im Rahmen unserer geplanten Konzerte möchte ich gerne unsere „Bühne“ für Künstler aus der Region bereitstellen, damit diese sich einem Publikum präsentieren können, das sie auf anderem Wege so vielleicht nicht wahrgenommen hätte. Erstaunlicherweise habe ich gerade hier Probleme, die richtigen Ansprechpartner zu finden. Ich würde mich sehr freuen, wenn dieses Interview dazu beitragen würde, dass sich dies ändert.

Ihr nehmt keine Eintrittspreise für die Konzerte. Wie finanziert ihr die Gagen?

Weil es sich bei den Konzerten um rein privat organisierte und durchgeführte Veranstaltungen handelt, werden die Gagen ausschließlich durch Spenden finanziert. Das bedeutet, dass während des Konzerts der Hut rumgeht. Das eingesammelte Geld geht zu 100 Prozent an den bzw. die auftretenden Künstler.

Sollte der „Hut“ die im Vorfeld vereinbarte garantierte Gage nicht decken, spende ich den Differenzbetrag aus eigener Tasche.

Und hier gleich die Antwort auf die noch nicht gestellte Frage:

Nein, durch die betriebswirtschaftliche Brille betrachtet, rechnet sich das Projekt nicht. Wenn über das Jahr hinweg bei 8 Veranstaltungen unter dem Strich die berühmte schwarze Null steht, haben wir viel erreicht.

Nimmt man diese Brille jedoch ab, lohnt sich das Projekt in mehrfacher Hinsicht. Zum einen bekomme ich so tolle Rückmeldungen von den Musikern, die bereits zu Gast waren. Hier sind zum Teil schon echte Freundschaften entstanden. „Sankt Goar“, „INSIDE“ und „Rebstock Garden“ sind in den Netzwerken der Musiker  keine Unbekannten mehr, was die Anzahl der Anfragen an uns zeigt. Zum andern durfte ich bei den Veranstaltungen schon so viele nette Leute kennenlernen, die ich sonst wahrscheinlich nie getroffen hätte.

Und wenn die Gäste, die den Rebstock Garden bis dato noch nicht kannten, die tolle Lage und das schöne Ambiente zum Anlass nehmen, ihn auch einmal unabhängig von einer Veranstaltung zu besuchen, sind das alles Dinge, die man nicht in Euro und Cent rechnen kann.

 

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☄️thank you for listening hamburg at @theropeshack • tonight sankt goar • ohsleep.org

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Du selbst machst das alles ehrenamtlich. Was ist dein eigentlicher Job?

Ich bin als Principal Infrastructure Engineer im IT-Bereich bei einer Bank tätig.

 Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit der Stadt?

Abgesehen von der kostenlosen Veröffentlichung der Termine im Veranstaltungskalender sowie in den „Mittelrhein-Nachrichten“ gab es bis dato keine weitere Zusammenarbeit oder Kontakte.

Die Neugestaltung der Kernstadt samt Rheinbalkon ist äußerst umstritten. Was würdest du in St. Goar anders machen?

Diese Frage ist natürlich eine Steilvorlage für einen Biebernheimer…

Aber im Ernst: Ich denke, zu dem Thema wurden bereits so viele sachliche und unsachliche Meinungen kommuniziert und Bilder gepostet – da braucht es meinen Kommentar eigentlich nicht mehr.

Aber vielleicht sollten alle direkt und indirekt Beteiligten, ganz gleich, welche Meinung sie vertreten, mal darüber nachdenken, welche Außenwirkung diese ganze Diskussion für die Stadt und die Leute hat, die hier leben. Hier entsteht ganz schnell der Eindruck, dass es am Rhein einen Ort gibt, der von Versagern und Verlierern regiert wird und deren Bewohner sich frustriert ihrem Schicksal ergeben haben.

Ja, natürlich bin ich auch der Meinung, dass man so manches hätte anderes machen können – aber impliziert „anders“ auch „besser“?

Leider geraten mit der seit Jahren andauernden Fokussierung auf dieses eine Reiz-Thema viele Initiativen, Aktivitäten und Angebote in Sankt Goar und den Ortsteilen immer mehr in den Hintergrund.

Nach meiner Meinung muss hier ganz schnell ein Prozess in Gang gesetzt werden, der die positiven Elemente der Neugestaltung – die ja auch dringend notwendig war – ins Schaufenster stellt. Dekoriert mit bereits vorhandenen Angeboten und Annehmlichkeiten sowie realistischen Vorschlägen und kreativen Ideen, wie man vermeintliche Defizite beseitigen kann. Dieses „virtuelle“ Bild würde ich gerne mit mir rumtragen und jederzeit aus der Tasche ziehen, wenn ich gefragt werde, wo ich herkomme.

Und wenn dann noch die Akteure auf der politischen Bühne – unabhängig von ihrer Zugehörigkeit – unter Beweis stellen würden, dass sie in der Lage sind, offene Punkte und Probleme professionell, verantwortungsvoll und mit dem gebührenden Respekt zu klären…

Aber solange ich mich weiter mit Überschriften wie „Zank um den Rheinbalkon geht weiter…“ und einer Flut von Posts und Bildern in den sozialen Netzwerken zu dem ach so hässlichen Rheinbalkon konfrontiert sehe, werde ich auf die Frage  „Wo wohnst du“ bzw. „Wo kommst du her“ wahrscheinlich weiterhin mit „Ich wohne in Biebernheim“ statt „Ich komme aus Sankt Goar“ antworten.

 

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#biebernheim #stgoar #loreley #dietagenachkerb #kleinerspaziergang #heimat

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 Abgesehen vom „Rebstock“ in St. Goar: Was sind deine persönlichen Empfehlungen für das Mittelrheintal?

Nun, ich bin leidenschaftlicher Motorradfahrer und freue mich jetzt schon wieder darauf, die vielen Seitentäler des Mittelrheintals zu „er-fahren“. Wenn wir Freunde oder Verwandte zu Besuch haben, gehört es fast schon zur Pflicht, mit ihnen in den Naturlehrpfad oder auf die Steinkaut (Grillhütte) in Biebernheim zu gehen und den phantastischen Blick ins Rheintal zu genießen.

Schlussredaktion: Natascha Meyer

Das nächste INSIDE-Konzert findet übrigens am 13. April mit „Stereo Naked“ aus Köln statt. 

Zuletzt in der Reihe „7 Fragen an …“ erschienen

Claudia Schwarz (Tourismus-Managerin und Welterbe-Repräsentantin aus St. Goar) – Sonja Spano (Restaurant-Einrichterin und Raumausstatterin in Boppard) – Marcel D’Avis (Banker und Designer aus Oberwesel) – Gero Schüler (Winzer und Student aus Steeg) – Marlon Bröhr (Landrat des Rhein-Hunrück-Kreises) – Matthias Pflugradt (Medienprofi, Bestatter und Loreley-Rebell aus St. Goarshausen) – Heinz-Uwe Fetz (Weinbau-Präsident, Winzer und Gin-Macher aus Dörscheid) – Michael Maul (Sprecher der Fährbetriebe am Mittelrhein) – Martin Nickenig (Bäckermeister in Boppard) – Walter Bersch (Bürgermeister von Boppard) – Robert Wurm (Ex-Manager und Winzer in Lorch) – Marcus Schwarze (Journalist, Digitalberater und Buga-Blogger) – Tristan Storek (Düsseldorfer Jungwinzer und Techniktalent in Steeg) – Andreas Nick (Lehrer, Kommunalpolitiker und Hostel-Besitzer in Bad Salzig) – Jean-Michel Malgouyres (französischer Küchenchef in Rüdesheim) – Natascha Meyer (Kanzlei-Managerin, Lektorin und Boppard-Botschafterin) – Heiner Monheim (Verkehrsforscher und Bahnlärm-Bekämpfer) – Carolin Weiler (Winzerin und „FAZ“-Liebling aus Lorch) – Petra Bückner (Tourismuschefin in Lahnstein) – Michael Stein(Kommunalpolitiker aus Bingen) – Falko Hönisch (Opernsänger und Bürgermeisterkandidat in St. Goar) – Kathrin Büschenfeld (Apothekerin in Lorch)

Termine des Tages

Rüdesheim – Wanderung nach Assmannshausen mit Wein- und Kulturbotschafter Klaus Wolter – 31. März, 12 Uhr 15. ruedesheim.de

St. Goar – „British Century“ / Konzert in der Stiftskirche – 31. März, 17 Uhr. VG St. Goar-Oberwesel

Bingen – Gewölbe-Eröffnung am Rupertsberg – 31. März, 14 – 17 Uhr. bingen.de

Bingen – „Burg Schreckenstein 2“ im Programmkino Kikibi – 31. März, 15 Uhr. bingen.de

Oberwesel – Chorkonzert zur Fastenzeit mit Regionalkantor Lukas Stollhof – 31. März, 18 Uhr. mittelrhein-tagblatt.de

Boppard – „Mia und der weiße Löwe“ / Cinema in der Stadthalle – 31. März, 20 Uhr. boppard.de

Foto des Tages

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2 Juristen gegen die Bahn und die Wein-Bilanz für 2018

Die Hoffnungen vieler Mittelrheiner ruhen auf einem Anwalt in Düsseldorf: Clemens Antweiler ist Experte für Bau- und Vergaberecht. Die „Wirtschaftswoche“ zählt ihn in seinem Fach zu den „Top-Anwälten 2018“. Antweiler soll die Bahn zu Zugeständnissen beim Lärmschutz und möglichst zu einem Tunnel-Neubau zwingen, der große Teile von St. Goar und Oberwesel entlasten würde („Variante Pink“). Einen entsprechenden Auftrag beschloss der Verbandsgemeinderat St. Goar-Oberwesel am Donnerstag einstimmig. VG-Bürgermeister Thomas Bungert – selbst Jurist – will mit Antweilers Gutachten nachweisen, dass weder für den Tunnelbau im 19. Jahrhundert, noch für die spätere Elektrifizierung die notwendigen Bau- und Betriebsgenehmigungen vorliegen. Damit könnte eine Klagewelle gegen die Bahn in Gang gesetzt werden. Laut „RZ“ soll das Gutachten 3.500 Euro kosten und in spätestens 6 Wochen vorliegen. Falls geklagt wird, könnte Bungert im nächsten Jahr selbst als Anwalt mitmischen: Seine Amtszeit endet am 31. Dezember mit der Gründung der neuen VG Hunsrück-Mittelrhein. Im vergangenen Herbst hatte der Noch-Bürgermeister durchblicken lassen, dass er sich danach „so zwei, drei Tage die Woche“ auch einen Anwaltsjob vorstellen könnte. Rhein-Zeitung (Antweiler-Gutachten), rwp.de (Website der Kanzlei), Rhein-Zeitung (2018, Zukunftspläne Bungert)

Eine neuer Tunnel hätte Oberwesel vom Bahnlärm entlasten können. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Henry Tornow.

Eine neuer Tunnel könnte Oberwesel vom Bahnlärm entlasten. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Henry Tornow.

Die Wein-Bilanz am Mittelrhein

Das rheinland-pfälzische Landesamt für Statistik hat den Weinjahrgang 2018 vermessen. Demnach wurden am Mittelrhein 36.000 Hektoliter produziert. Obwohl der Flächenrückgang gestoppt ist, bleibt der Mittelrhein das mit Abstand kleinste Weinbaugebiet im Land. Zum Vergleich: Rheinhessen kam auf 2,9 Millionen Hektoliter, die Pfalz auf 2,5 Mio und die Mosel auf 907.000 Hektoliter. Selbst die Ahr liegt mit 48.000 Hektolitern noch deutlich drüber. Das Weinanbaugebiet Mittelrhein ist nicht deckungsgleich mit dem Welterbe-Gebiet. Es reicht bis nach Königswinter, umfasst aber nicht den hessischen Unesco-Teil (Lorch, Rüdesheim). statistik.rlp.de

Bingens Stadtteil Nr. 1

Vor 90 Jahren, am 1. April 1929, wurde Büdesheim ein Teil von Bingen. „AZ“-Mann Jochen Werner erinnert in einem ausführlichen Artikel daran. Für Bingen war es die erste Eingemeindung überhaupt. Alle anderen heutigen Stadtteile blieben damals noch eigenständig. Bingerbück lag buchstäblich sogar in einem anderen Land: Die Nahe bildete damals die Grenze zwischen Hessen und Preußen, und Bingerbrück gehörte zum preußischen Kreis Kreuznach. Allgemeine Zeitung

Open Air in Espenschied

„Dreschplatz“ klingt nicht sehr einladend, aber Lorcher wissen, was damit gemeint ist: Die Open-Air-Begegnungsstätte im Höhenort Espenschied, die zugleich als Feierfläche und als Ausgangspunkt für Wisper-Wanderungen dient. Der Stromberger Landschaftsarchitekt Stephan Schares hat den alten Dreschplatz u. a. mit Holz und Schiefer umgestaltet. Thorsten Stötzer vom „Wiesbadener Kurier“ war bei der Einweihung dabei. Wiesbadener Kurier

Mittelrheiner des Tages: Bernhard Naujack

Der Förster von Waldalgesheim hat fast 50 Umweltschützer für einen Besuch im Binger Wald begeistern können. Sie halfen beim Pflanzen von 200 neuen Eichen. Unter den Teilnehmern waren viele Jugendliche aus der „Friday-for-Future“-Szene. Allgemeine Zeitung

Zahl des Tages

300 Arbeitsplätze könnten in Koblenz entstehen, wenn das Verteidigungsministerium das so genannte „Marinearsenal“ auflöst und Teile der maritimen Rüstungsverwaltung von Wilhelmshaven nach Koblenz verlegt. Dort würden sie der Mega-Behörde BAAINBw zugeschlagen („Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr“). Sie dirigiert vom früheren preußischen Regierungsbehörde am Rheinufer aus den Einkauf und die Ausstattung der Streitkräfte. Mit der Zentralisierung in Koblenz reagiert das Ministerium auf die desaströse Sanierung der „Gorch Fock“. SWR

Heute vor einem Jahr …

… ging es hier um „Tod und Teufel“: In Lorch war ein Paar verhaftet worden, das in den 90er Jahren einen Mord begangen haben soll. Mittlerweile läuft der Prozess vor dem Landgericht Wiesbaden. Mittelrheingold vom 30. März 2018

Termine des Tages

Boppard – „Mia und der weiße Löwe“ / Cinema in der Stadthalle – 30. März, 17 Uhr. boppard.de

St. Goar – Vernisssage der Treidler-Ausstellung – 30. März, 18 Uhr. VG St. Goar-Oberwesel

Bingen – „Love, Simon“ im Programmkino Kikubi – 30. März, 19 Uhr. bingen.de

Bacharach – „Blues Alley Blues Band“ in der Münze – 30. März, 20 Uhr. rhein-nahe-touristik.de

Oberwesel – „Muscial Highlight Show“ im Kulturhaus – 30. März, 20 Uhr. kulturhaus-oberwesel.de

Boppard – „We rock Queen – Tribute to Queen“ – 30. März, 20 Uhr. boppard.de

Lahnstein – Lulo Reinhardts Acoustic Lounge: Gitarrennacht – 30, März, 20 Uhr. lahnstein.de

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Mittelrheingold auf dem Handy

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Der Ebay-Händler des Jahres kommt aus Oberwesel

Franziskus Weinert ist für Ebay der „Lokale Einzelhändler des Jahres“. Der US- Konzern zeichnete den Inhaber von Schreib- und Spielwaren Hermann in Oberwesel am Mittwochabend als einen von 5 deutschen Shop-Betreibern mit dem „Händler Award 2019“ aus. Der weltweite Ebay-Chef Devin Wenig war bei der Preisverleihung dabei. Laut Pressemitteilung erwirtschaftet Franziskus allein über seinen digitalen Spielwarenladen bei Ebay „einen sechsstelligen Jahresumsatz, ohne welchen er beispielsweise keine Modellbahnartikel mehr im Sortiment führen könnte“. Den bisherigen Versandrekord schaffte er am 2. Januar mit rund 220 Sendungen an einem einzigen Tag. Franziskus führt das Schreib- und Spielwarengeschäft in der Liebfrauenstraße in 4. Generation. Gerade erst wurde der 120. Firmengeburtstag gefeiert. Im Dezember 2018 war der Familienbetrieb bereits vom Fachmagazin „Das Spielzeug“ zum „Fachgeschäft des Jahres“ gewählt worden. hermann-oberwesel.de, Mittelrheingold (7 Fragen an Franziskus Weinert, August 2018)

E-Commerce-Star mit 120 Jahren Tradition: Franziskus Weinert. Foto Ebay

E-Commerce-Star mit 120 Jahren Tradition: Franziskus Weinert. Foto Ebay

Eine Komfortzone für Fahrräder

„Mobilitätsstation“ heißt im Kommunaldeutsch das, was demnächst am Binger Hauptbahnhof entsteht: Bis zu 80 Pendler können dort ihre Fahrräder sicher und überdacht abstellen, Schließfächer nutzen, E-Bikes aufladen und Reparaturen ausführen lassen. Die Anlage kostet laut „AZ“ etwa 255.000 Euro und wird vom Staat und der Stadt finanziert. Die Bahn beteiligt sich nicht. Allgemeine Zeitung

St. Goar und das „Dreckeck“

Apropos Steuergelder: Im Stadtrat von St. Goar lagen wieder einmal die Nerven blank. CDU und SPD stritten um die Kostenexplosion beim „Rheinbalkon“ und die Ergebnisse des „Modellstadt“-Projektes. Die oppositionelle SPD warf der CDU die höhere Stadtverschuldung vor, die regierende CDU fand, St. Goar sei zu SPD-Zeiten vor 20 Jahren ein „Dreckeck“ gewesen. Laut „RZ“-Redakteurin Denise Bergfel kostet die immer noch nicht fertige Aussichtsterrasse „Rheinbalkon“ über 1,7 Millionen Euro plus 170.000 Euro für Planung und Statik, 100.000 Euro Bauleitung, 100.000 Euro Bauleitung, 54.000 Euro Statik und Spundwand, 50.000 Euro Gutachten, Baugrund und Kampfmittel, 200.000 Euro sonstige Mehr- und Nebenkosten und last but not least: „30.000 Euro für die Rechtsberatung“. Die Stadt hat einen Anwalt beauftragt, Ansprüche auf Schadensersatz zu prüfen, muss dafür aber in finanzielle Vorleistung gehen. Rhein-Zeitung

Picknick im Blütenmeer

Das kleine Filsen ist die inoffizielle Hauptstadt der Mittelrheinkirsche. Am 2. Aprilsonntag (14. April) veranstaltet der Zweckverband Welterbe dort das jährliche Kirschblütenpicknick. Unter blühenden Bäumen gibt es Kaffee, Kuchen und natürlich jede Menge Kirschprodukte, darunter eine Sonderedition des „Loredry“-Gins aus Dörscheid. Pressemitteilung per Mail, www.mittelrhein-kirschen.de

Der Glöckner von Lahnstein

Das abendliche Open-Air-Theater vor der Johanniskirche in Lahnstein zählt zu den Sommer-Geheimtipps im Tal. Dieses Jahr steht „Der Glöckner von Notre Dame“ von Victor Hugo auf dem Programm. Die Premiere ist am 27. Juni, der Vorverkauf läuft. lahnsteinerburgspiele

Mittelrheinerin des Tages: Nicole Schulte

Die Bingerin hat im Stadtteil Kempten eine „Honigmanufaktur“ mit 5 Bienenvölkern gegründet. Die Imkerei ist für sie Ausgleich zum stressigeren Job – eigentlich ist sie Polizeioberkommissarin in Mainz. Allgemeine ZeitungFacebook (Seite der Kempter Honigmanufaktur)

Zahl des Tages

Seit 50 Jahren gibt es den nicht von allen geliebten Kreis Mainz-Bingen. Seine Gründung 1969 zog eine weitere Verwaltungsgrenze durch das Obere Mittelrheintal. Eine Wanderausstellung dokumentiert die Geschichte des ebenso reichen wie heterogenen Kreises, der von Bacharach bis Guntersblum reicht. Zur Eröffnung kamen neben Landrätin Dorothea Schäfer auch 3 ihrer Vorgänger: Claus Schick (1992-2017), Gerulf Herzog (1985-1991) und Johann-Wilhelm Römer (1977-1985). Gründungs-Landrat Heribert Bickel ist 2010 verstorben. Allgemeine Zeitung

Heute vor einem Jahr …

… ging’s um die Verpachtung der Brömserburg in Rüdesheim. 8 Interessenten hatten sich damals bei der Stadt gemeldet, darunter der Gastronom Paul Becker („Dudelsack“). Die Wahl fiel später auf das so genannte „Bürgerkonsortium“ mehrerer Rheingauer Ehepaare. Mittelrheingold vom 29. März 2018

Termine des Tages

Oberwesel – Zeitreise mit Hausmädchen Martha / Führung durch das Stadtmuseum – 29. März, 18 Uhr. oberwesel.de

St. Goar – „Glaube, Liebe, Hoffnung“ / geistlicher Liederabend mit Werken von Beethoven, Brahms, Schubert und Wolf mit Falko Hönisch und André Dolabella – 29. März, 18 Uhr 30. VG St. Goar-Oberwesel

Bingen – „Wohne lieber ungewöhnlich“ im Programmkino Kikubi – 29. März, 19 Uhr 30. bingen.de

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