Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

Monat: August 2018 Seite 2 von 8

Internationaler Einsatz im Welterbe und noch mehr Genuss am Fluss

10 junge Menschen aus 8 Ländern packen diese Woche im Welterbe-Tal mit an. Die „World Heritage Volunteers“ helfen u.a. beim Trockenmauer-Bau unterhalb der Rheindiebacher Ruine Fürstenberg. In ihrer freien Zeit lernen sie den Mittelrhein per Schiffahrt, Stadtführungen, Burgbesichtigungen und Weinproben kennen. Vor ihrem Einsatz in Deutschland waren sie in der österreichischen Welterbe-Region Wachau aktiv. Der Zweckverband Welterbe in St. Goarshausen organisiert das Programm. Unterstützt wird es von der Förderinitiative Natur- und Kulturlandschaft Loreley/Mittelrhein, dem Lahnwinzer und Trockenmauer-Experten Helge Ehmann und den Winzern der Mittelrhein-Riesling-Charta unter Bernhard Praß. Pressemitteilung des Zweckverbandes Welterbe

Foto: Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal.

Noch mehr Genuss am Fluss

Knapp 5000 Menschen haben Anfang August an der Binger XXL-Weinprobe „Genuss am Fluss“ teilgenommen. Eigentlich war die Veranstaltung am Kulturufer als einmalige Angelegenheit gedacht, aber laut „AZ“ sieht es nach einer Fortsetzung aus. Die Idee, Winzer aus 4 Anbaugebieten vor der Binger Rheinkulisse zu versammeln, ist für Tourismus-Marketer zu verlockend  – auch wenn es mit dem geplanten Eintrag ins Guiness-Buch der Rekorde nicht klappen sollte. Allgemeine Zeitung

Biebernheim hat ein neues Geschäft

„Rheingewebt“ heißt ein neuer Laden im St. Goarer Höhenort Biebernheim (An der Bach 12).. Ludger Schulz und Barbara Kisters verkaufen dort Textilien, die am eigenen Webstuhl entstehen. Zum Sortiment gehören außerdem Kunsthandwerkliches und Leckereien aus der Region. „RZ“-Redakteurin Denise Bergfeld hat vorbeigeschaut. Rhein-Zeitung

Bingen bekommt eine Brücke

Auch wenn es mit der Rheinbrücke zwischen Bingen und Rüdesheim nicht so schnell klappt: 2022 könnte mit einem Brückenbau der anderen Art begonnen werden. Die Chancen stehen gut, dass die geplante barrierefreie Überführung am Binger Stadtbahnhof bis zur Mainzer Straße und vielleicht sogar in Richtung Rheinufer verlängert wird. Dann könnte man von der Stadt aus ohne Treppen und Gefälle direkt zum Bahnhof spazieren und mit dem Aufzug zu den Gleisen fahren. „Ein kleiner Geniestreich“ findet die „AZ“. Allgemeine Zeitung

Unfall in Lorch

Zwischen Wollmerschied und Espenschied sind am Sonntagabend 3 Motorradfahrer verunglückt. Ein 48-Jähriger stieß bei einem Ausweichmanöver mit einem anderen Motorrad zusammen, auf dem 2 Personen fuhren. Alle 3 kamen mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus.  Wiesbadener Kurier

Termin des Tages

Bingen – Mitmach-Ausstellung „Arbeitswelten der Zukunft“ an Bord der MS Wissenschaft am Kulturufer – 18. – 21. August, 10 Uhr – 19 Uhr. bingen.de

Foto des Tages

#burgkatz #rhineroute #mittelrhein #rhine #somanycastles #travelling #stgoarshausen

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Das älteste Fest in Bingen und die Hecken von Hirzenach

Am Mittelrhein gibt es eine Menge „Events“, aber nur ein Binger Rochusfest. Das jahrhundertealte, schon von Goethe beschriebene Ritual mit Prozession, Gottesdienst und Festzelt wirkt 2018 ein bisschen altmodisch und vermarktet sich auch nicht besonders clever. Auf der offiziellen Website ist z.B. noch von der „Binger Oberbürgermeisterin Birgit Collin-Langen“ die Rede, die es seit 6 Jahren nicht mehr gibt. Echte Binger lieben das Fest  trotzdem und in der „AZ“ sinniert Jochen Werner, „welch großes touristisches Potenzial im Rochusfest schlummert.“ An der  Prozession am Sonntag nahmen rund 500 Menschen teil, darunter der Bischof von Mainz. Das 352. Rochusfest dauert eine Woche. Allgemeine Zeitung (Bericht vom Festauftakt), Allgemeine Zeitung (Interview mit Festzelt-Managerin Mariella Kirschstein), rochusfest.de (offizielle Website)

Rochsuwallfahrt in Bingen. Foto: Stadt Bingen.

Rochsuwallfahrt in Bingen. Foto: Stadt Bingen.

Hirzenach kämpft um die Hecke

Der Propsteigarten in Hirzenach gehört zu den Geheimtipps am Oberen Mittelrhein. Sorgen bereitet in diesem Sommer allerdings die 400 Meter lange Buchsbaumhecke. Ein Schädling namens Buchsbaumzünsler hinterlässt dort kahle und braune Stellen. Ehrenamtliche Helfer mussten am Ende die chemische Keule gegen die Raupe einsetzen. Der Schaden ist noch nicht ganz absehbar. Wer die Gartenretter unterstützen möchte kann das u.a. mit einer Spende für den  Förderverein Propsteigarten tun (Kreissparkasse Rhein-Hunsrück-Kreis IBAN DE45 5605 1790 0004 4000 73  oder Volksbank Rhein-Nahe-Hunsrück IBAN DE62 5609 0000 0007 0429 24).  Rhein-Zeitung, gartenkultur.welterbe-mittelrhein.de (über den Propsteigarten)

 

Ein Sonntag im Oelsberg

Schlappe 351 Jahre jünger als das Rochusfest ist „Oelsberg pur“. Oberweseler Jungwinzer haben die Genusswanderung gemeinsam organisiert, weil sie anders als Generationen vor ihnen lieber kooperieren als konkurrieren. Das 2. „Oelsberg pur“ mit Weinständen und Imbiss-Gelegenheit in der besten Lage von Oberwesel zog am Sonntag mehrere 100 Besucher an und wird nicht das letzte gewesen sein. Fotos gibt es u.a. auf der Facebook-Seite von Sarah HultenRhein-Zeitung, Facebook (Fotos)

Gehirn-Jogging auf der Festung

Es gibt fast nichts, was es im Welterbe-Tal nicht gibt. Die Koblenzer Lokalausgabe der „RZ“ berichtet von einem ungewöhnlichen Angebot auf der Festung Ehrenbreitstein: Eine Führung mit gleichzeitigem Gedächtnistraining, entwickelt vom Koblenzer Sozialpädagogen und Denk-Experten Christof Wölk. Das nächste Gehirnjogging auf der Festung findet am 7. September statt. Rhein-Zeitung, tor-zum-welterbe.de (Führung), geh-hirn.de (Website von Christof Wölk)

Termine der Woche

Montag in Rüdesheim – Rüdesheimer Weinfest / Summer of Riesling – 16. – 20. August. ruedesheimer-weinfest.de

Montag in Bingen – Mitmach-Ausstellung „Arbeitswelten der Zukunft“ an Bord der MS Wissenschaft am Kulturufer – 18. – 21. August, 10 Uhr – 19 Uhr. Ab 18 Uhr 30 „Science Lounge“. bingen.de

Dienstag in Bingen – Mitmach-Ausstellung „Arbeitswelten der Zukunft“ an Bord der MS Wissenschaft am Kulturufer – 18. – 21. August, 10 Uhr – 19 Uhr. bingen.de

Donnerstag in Bingen – Stadtführung „Die Burg Klopp – Touristenattraktion des 19. Jahrhunderts“ – 23. August, 17 Uhr. bingen.de

Donnerstag auf der Festung Ehrenbreitstein – „Wie der Wein Karl Marx zum Kommunisten machte“ / Gespräch mit Jens Baumeister – 23. August, 19 Uhr. tor-zum-welterbe.de

TIPP DER WOCHE sponsored by Maria Ruh Classix

Freitag auf Maria Ruh – Helene Fischer Tribute Show – 24. August. maria-ruh.demomente.shop (Tickets)

Freitag in Bacharach – Kulinarische Sommernacht am Rheinufer –  24. August, ab 18 Uhr. kulinarische-sommernacht.de

Freitag in Wellmich – Mondlicht über Burg Maus – 24. August, 20 Uhr. gastlandschaften.de

Freitag in Lahnstein – Kerzenführung auf Burg Lahneck – 24. August, 22 Uhr. lahnstein.de

Samstag ab Rüdesheim – Rhine on Skates durch das Mittelrheintal – 25. August, ab 9 Uhr. rhine-on-skates.de

Samstag in Bingen – Lifestyle & Tatoo Convention – 25. August, 11 – 22 Uhr. bingen.de

Samstag in Lorch – Kunst & Kultur im Hexenturm – 25. August, 14 – 22 Uhr. Stadt Lorch

Samstag in Bacharach – Kulinarische Sommernacht am Rheinufer –  25. August, ab 15 Uhr. kulinarische-sommernacht.de

Samstag in St. Goar – „Melancholie“ /  Werke für Streichquartett mit Mezzosopran u.a. von Paul Hindemith, Richard Wagner und Viktor Ullmann / Konzert in der Internationalen Musikakademie – 25. August, 19 Uhr. VG St. Goar-Oberwesel

Samstag auf der Festung Ehrenbreitstein – Mike & Moro Reinhardt Trio / RheinKlang-Konzerte – 25. August, 19 Uhr. tor-zum-welterbe.de

Samstag auf Schloss Stolzenfels – „Triffst du nur das Zauberwort“. Romantische Kabinettstücke auf Schloss Stolzenfels – 25. August, 19 Uhr. tor-zum-welterbe.de

Samstag in Lorch –  „Js BluesExpress“ / Hot Blues’n‘ Americana Music – 25. August, 20 Uhr um 20 Uhr. Stadt Lorch

Samstag in Assmannshausen – Höllengassenparty – 25. August, ruedesheim.de

Sonntag in Bacharach – Kulinarische Sommernacht am Rheinufer –  26. August, ab 11 Uhr. kulinarische-sommernacht.de

Sonntag in Lorch – Kunst & Kultur im Hexenturm – 26. August, 11 – 18 Uhr. Stadt Lorch

Sonntag in Bingen – Lifestyle & Tatoo Convention – 26. August, 11 – 22 Uhr. bingen.de

Sonntag in Niederheimbach – „Des Kaysers Bombardier“. Soldat und Waffenhandwerk im Dreißigjährigen Krieg / „Eine authentische Vorführung“ auf Burg Sooneck. tor-zum-welterbe.de

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TH-Präsident mit Herz für Bingen: 7 Fragen an Klaus Becker

Seit über 120 Jahren werden in Bingen Ingenieure ausgebildet. Das „Technikum“ aus der Kaiserzeit heißt seit 2016 „Technische Hochschule“, genießt hohes Ansehen in der Industrie und pflegt internationale Kontakte bis nach China. Professor Dr.-Ing. Klaus Becker ist der Präsident der TH und überzeugter Wahl-Binger. Kontakt und Kommunikation zwischen Hochschule und Stadt liegen ihm besonders am Herzen. 7 Fragen an einen Maschinenbauer mit Marketing-Talent.

Prof. Klaus Becker ist Präsident der TH Bingen. Foto: Markus Lutz.

Klaus Becker ist Präsident der TH Bingen. Foto: Markus Lutz.

Du hast an der Universität Siegen studiert und für Daimler Benz in Frankfurt geforscht. Wie hat es dich nach Bingen verschlagen?

Ich war damals in der Forschungsabteilung des Daimler-Konzerns in Frankfurt tätig und bin über eine interessante Stellenausschreibung für eine Professur im Maschinenbau gestolpert. Und das hat dann auf Anhieb gepasst. Nun bin ich seit unglaublichen 23 Jahren an der Hochschule und darf festhalten: ich habe diesen Wechsel tatsächlich keinen einzigen Tag bereut!

Es macht sehr viel Spaß, junge, engagierte Studierende in der wichtigsten beruflichen Orientierungsphase des Lebens aktiv zu begleiten. Und ich freue mich immer, wenn sie dann als Ehemalige wieder einmal an ihrer alten Hochschule vorbeischauen.

Im Vergleich zu den 90er Jahren ist die Hochschule kaum wiederzuerkennen. Zuerst fällt einem der neue Name ins Auge: „TH Bingen“. Wie wichtig ist Marketing für dich?

Die Konkurrenz ist groß, und daher ist es elementar, wie wir in der Hochschullandschaft wahrgenommen werden. Als Ingenieursschule mit 120-jähriger Tradition haben wir da ein ganz klares Profil: wir bilden ausschließlich in den sogenannten MINT-Fächern aus (Mathematik Informatik, Naturwissenschaften, Technik). Daher war die Umbenennung in „Technische Hochschule Bingen“ nur konsequent und ein Bekenntnis zu unseren Kernkompetenzen.

Bingen ist eine verhältnismäßig kleine Hochschulstadt. Ist das ein Standortnachteil oder kann man bei Studenten und Wissenschaftlern auch mit Landschaft punkten?

Größe an sich ist kein Qualitätsmerkmal, und eine Hochschule sollte grundsätzlich auch von ihren Dimensionen her immer zum Standort passen. Die wichtigste Aufgabe einer Fachhochschule mit ihrem praxisnahen Bildungsangebot ist es, den Schulabgängern vor Ort ein attraktives akademisches Ausbildungsangebot zu bieten. Im Idealfall werden sie danach in den regionalen Arbeitsmarkt integriert. Als eine der ältesten Einrichtungen dieser Art in Deutschland gelingt das seit 120 Jahren recht gut, denn in fast allen Unternehmen der Region findet man unsere Absolventinnen und Absolventen, viele davon sogar in leitender Funktion oder als Inhaberin oder Inhaber.

Die ausgezeichneten Perspektiven für unsere Studierenden in der Region ist daher eine wichtige Größe im Hochschulmarketing. Dass wir dann auch noch mit einer solch tollen Landschaft und dem Mittelrheintal aufwarten können, ist ein weiteres Plus für unseren Hochschulstandort. Bei unserem wissenschaftlichen Nachwuchs punktet zusätzlich die hervorragende Bildungsinfrastruktur. Wenn der Umzug mit der Familie ansteht, ist es gut zu wissen, dass man von der Krippe bis zum Gymnasium hier bestens unterstützt wird.

Wie wichtig ist für die TH der Austausch mit der Stadt und ihren Bürgern?

Da wir von der Region für die Region ausbilden, ist die regionale Verwurzelung außerordentlich wichtig. Schon immer besteht eine enge Verzahnung mit den Unternehmen der Region. In den letzten Jahren haben wir den Austausch mit der Stadt und der Region weiter ausgebaut. Mit dem Kuratorium und dem Hochschulrat sind mittlerweile zahlreiche regionale Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft in unsere Hochschulentwicklung eingebunden.

Besonders wichtig sind uns die Schulen. Für sie haben wir viele spannende Angebote geschaffen: vom Energieparcours über LEGO-Roboter bis hin zur Kinderhochschule. Das Thema Technik-Nachwuchs liegt uns eben besonders am Herzen. Deswegen stecken wir mitten in den Bauarbeiten für ein neues MINT-Zentrum auf dem Campus. Es soll den Schulen die Möglichkeit geben, hier auf dem Campus als außerschulischem Lernort zu experimentieren und gleichzeitig etwas Hochschulluft zu schnuppern.

Außerdem tragen wir aktuell mit unserem neuen Veranstaltungsformat „Science Lounge“ die Hochschule sozusagen in die Stadt hinein. Dabei diskutieren wir aktuelle technische Themen direkt mit der Bevölkerung, es ist ein offenes Format, das bislang sehr gut ankommt. Bürgernahe und spannende Wissenschaftsformate haben in Bingen bislang gefehlt – dabei sind wir schließlich eine Hochschulstadt.

Du selbst engagierst dich beim Förderverein des Museums am Strom. Was reizt dich an der Binger Geschichte?

Die Geschichte Bingens war, bedingt durch die Lage, zu allen Zeiten spannend. Richtig gepackt hat mich das geschichtliche Interesse aber erst, als ich mich mit den historischen Wurzeln unserer Hochschule beschäftigt habe. Unsere 120-jährige Geschichte beginnt mit der dynamischen Industrialisierung Anfang des 20. Jahrhunderts. Damals wurde das „Rheinische Technikum“ als rein private Lehreinrichtung von dem genialen und visionären Gründer Hermann Hoepke ins Leben gerufen. Doch das Hochschularchiv war nach zwei Weltkriegen sehr lückenhaft, und so haben wir uns entschlossen, unsere spannende Geschichte systematisch aufzuarbeiten.

Begonnen haben wir übrigens mit der Zeit des Nationalsozialismus, und es ist ein großer Glücksfall, dass wir hier die Historikerin Hilke Wiegers für die Zusammenarbeit gewinnen konnten. Diese Phase der Hochschulgeschichte haben bisher übrigens nur sehr, sehr wenige Hochschulen aufgearbeitet. Bei den Recherchearbeiten und bei der Entstehung des Buches haben wir intensiv mit dem Museum am Strom zusammengearbeitet. Dort habe ich mit Dr. Schmandt einen außerordentlich engagierten Museumsleiter kennengelernt und so kam eben eins zum anderen….

Von der Geschichte in die Zukunft: Warum hat Bingen noch kein Gründerzentrum? Die im Vergleich zum Rhein-Main-Gebiet günstigen Mieten und die Nähe zur TH wären gute Voraussetzungen, um Startups anzusiedeln.

Unser Standortvorteil durch die Nähe zur Metropolregion Rhein-Main ist offensichtlich, und wir sehen daher noch reichlich Entwicklungspotenzial für unsere Hochschule bzw. die Region. Und tatsächlich wäre der Bau eines Gründer- und Transferzentrums ein weiterer wichtiger Schritt für die Entwicklung der Region. Wir begrüßen daher sehr die breite Unterstützung in der Region durch Vertreter aus der Wirtschaft und vor allem auch der Lokalpolitik und hoffen auf positive Resonanz aus Mainz. Wir kämpfen schon seit vielen Jahren mit den zuständigen Stellen in Mainz um einen adäquaten Ausbau der TH, stehen aber natürlich im Wettbewerb um die Finanzierung mit anderen Standorten im Land. Vor allem treibt uns das neue Audimax um, dass wir dringend benötigen und im Landeshaushalt bereits eingeplant ist. Da fiebere ich natürlich dem ersten Spatenstich entgegen.

Ein weiteres Thema, um die Studienbedingungen noch weiter zu verbessern, wäre der Ausbau von studentischen Arbeitsplätzen. Praxisnahe Ausbildung in Zeiten der Digitalisierung bedingt heute mehr denn je, dass die Studierenden ihre Projekte in Teams eigenständig bearbeiten. Somit besteht ein großer Bedarf an modernen Arbeitsräumen, die von den Studierenden rund um die Uhr selbstständig genutzt werden können. Ich habe da sehr schöne Lösungen an einigen Hochschulen außerhalb unseres Bundeslandes gesehen ….

Was ist dein persönlicher Geheimtipp für das Welterbe-Tal? Welchen Platz, welches Restaurant, welchen Laden in Bingen oder am Mittelrhein würdest du einem neuen Binger TH-Professor empfehlen?

Ich laufe gerne am Wochenende durch den wunderschönen Binger Wald. Mit hängender Zunge die Lauschhütte zu erreichen, im Frühling durch das Morgenbachtal nach Trechtingshausen laufen oder aber bei einem kurzen Stopp am Damianskopf auf den Rhein zu blicken sind meine Empfehlungen. Auch nach 23 Jahren Bingen geht mir beim Blick von der Höhe ins Mittelrheintal das Herz auf, und ich werde mir wieder einmal bewusst, dass wir hier an einem der schönsten Fleckchen Deutschlands leben dürfen.  

Schlussredaktion: Natascha Meyer

Bisher in der Reihe „7 Fragen an …“ erschienen:

Sebastian Busch (Landtagskandidat aus Lorch) – Christian Büning (Designer aus Oberwesel) – Sandra Bruns (Instagrammerin und Journalistin aus Emmelshausen) – Hasso Mansfeld (PR-Berater und Brücken-Aktivist aus Bingen) – Peter Theis (Gastronom und Shop-Betreiber in St. Goar) – Esther Pscheidt (Treibholzkünstlerin aus Lorch) – Wolfgang Blum (Wanderführer und Welterbe-Botschafter auf dem Rheinsteig) – Markus Fohr (Brauereibesitzer und Bier-Sommelier aus Lahnstein) – Christin Jordan und Lars Dalgaard (Journalisten und Winzer in Eltville und Oberdiebach) – Nadya König-Lehrmann (Welterbe-Managerin in St. Goarshausen) – Jörg Lanius (Winzer in Oberwesel) – Mario Link (Lebensmittel-Händler in Boppard) – Rolf Mayer (Kultur- und Event-Manager in Boppard) – Uwe Girnstein (Hotelier in Kamp-Bornhofen)  – Stefan Herzog (Tourismus-Berater und früherer Marketingchef für die Region Rheinhessen) – Horst Maurer (Welterber-Gästeführer aus Oberdiebach) – Gerd Ripp (Gastronomie-Unternehmer auf Schloss Rheinfels und Maria Ruh) – Niko Neuser (Kommunalpolitiker aus Boppard) – Christof A. Niedermeier (Krimi-Autor aus Frankfurt und Schöpfer von „Jo Weidinger“) – Stefan, Andreas und Markus Wanning (Gin-Macher aus Münster-Sarmsheim) – Christoph Bröder (Burgenblogger auf Sooeneck) – Hubertus Jäckel (Architekt aus Oberwesel) – Bernd und Marion Stahl (Gastronomen in Boppard) – Markus Hecher (Burgherr auf Rheinstein) – Timo Ahrens (Strandbar-Gründer aus Oberwesel) – Philipp Loringhoven (Kommunalpolitiker aus Boppard) – Carolin Riffel (Winzerin aus Bingen) – Sarah Hulten – Ex-Weinkönigin, Winzerin und Riesling-Influencerin aus Leutesdorf – Walter Mallmann (Politiker aus St. Goar) – Franziskus Weinert (Einzelhändler und E-Commerce-Experte aus Oberwesel)

Termine des Tages

Bacharach – „Kleine Loreleypassage“ / begleitete Schiffstour – 19. August, 9 Uhr 45. VG Rhein-Nahe

Nochern – 1125 Jahre Nochern / Festwochenende – 19. August, ab 10 Uhr. nochern.de

Bacharach – Feuerwehrfest – 19. August, ab 10 Uhr. Facebook

Oberwesel – „Oelsberg Pur“ / Wein und Wandern mit den Oberweseler Jungwinzern – 19. August, ab 10 Uhr 30. oberwesel.de

Rüdesheim – Rüdesheimer Weinfest / Summer of Riesling – 16. – 20. August. ruedesheimer-weinfest.de

Urbar – Backefest – 19. August, ab 10 Uhr. VG St. Goar-Oberwesel

Bingen – Mitmach-Ausstellung „Arbeitswelten der Zukunft“ an Bord der MS Wissenschaft am Kulturufer – 18. – 21. August, 10 Uhr – 19 Uhr. bingen.de

Oberheimbach – Hoffest im Weingut Eisenbach-Korn – 19. August, ab 11 Uhr. VG Rhein-Nahe

Filsen – Genusswanderung mit Probierstationen / Aprikosen, Pfirsiche und Pflaumen aus dem Welterbe Oberes Mittelrheintal – 19. August, 14 Uhr. filsen.de

Bacharach – „Bacharach und Heinrich Heine“ / Wanderung mit Horst Maurer. 19. August, 15 Uhr. VG Rhein-Nahe

Bingen – Riesling-Terroir am Binger Rochusberg / Führung mit Andreas Stolz – 19. August, 16 Uhr. bingen.de

Festung Ehrenbreitstein – „Music for a While“ / Musik aus Renaissance und Barock auf historischen Instrumenten – 19. August, 16 Uhr 30. tor-zum-welterbe.de

Boppard – Fest am Rheinufer – 19 August, ab 19 Uhr. boppard.de

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