Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

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Bingen ist eine Messe wert

Im Vergleich mit den Gästezahlen von Rüdesheim und Boppard ist Bingen noch touristische Mittelklasse. Dafür soll die Stadt jetzt zum Mekka für Reiseveranstalter werden. Laut Oberbürgermeister Thomas Feser ist die neue Tourismusmesse unter Dach und Fach. Vom 18. bis zum 21. März treffen sich Touristiker aus ganz Deutschland und dem Ausland unter dem Motto „Back to Travel 2022“. Veranstalter ist das mehrsprachige Fachmagazin Tourexpi. „Wir finden Bingen ideal für ein solches Treffen“, sagt Geschäftsführer Hüseyin Baraner. Die Stadt liege nahe am Rhein-Main-Gebiet und sei Schnittpunkt mehrerer Wein-Tourismus-Regionen. Die neue Tourismusbörse made in Bingen soll von nun an jährlich stattfinden. Neben dem Programm für die Profis sind auch Angebote für Endkunden geplant. Pressemitteilungen der Stadt Bingen und von Tourexpi

Nahemündung bei Bingen. Foto: Stadt Bingen / T. Silz

Nahemündung bei Bingen. Foto: Stadt Bingen / T. Silz

Die vergessene Verbandsgemeinde

Am Sonntag wählt nicht nur der Rhein-Lahn-Kreis einen neuen Landrat. Auf der linken Rheinseite geht es um den Bürgermeister-Job in der Verbandsgemeinde Rhein-Mosel. Hinter dem idyllischen Begriff verbirgt sich ein Kunstprodukt neuerer rheinland-pfälzischer Gebietsreformen. Die VG mit Sitz in Kobern-Gondorf wurde 2014 aus 2 älteren Verbandsgemeinden gebildet, die außer der Nähe zu Koblenz fast nichts gemeinsam hatten: Untermosel und Rhens. 5 Kandidatinnen und Kandidaten stehen zur Wahl, niemand davon kommt aus einem der mittelrheinischen VG-Orte Rhens, Spay oder Brey. Die „RZ“ beschreibt, wie das Konstrukt „Rhein-Mosel“ entstanden ist. Rhein-Zeitung (€)

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Die Last der 60er und Forscherjugend von heute

Am Rheinufer in St. Goarshausen steht eine der letzten staatlichen Einrichtungen, die im Herzen des Mittelrheintals übrig geblieben sind: das Wilhelm-Hofmann-Gymnasium. Als der Betonbau Mitte der 60er Jahre eingeweiht wurde, waren St. Goarshausen und das gegenüberliegende St. Goar noch Kreisstädte. In St. Goarshausen saß die Verwaltung des „Loreleykreises“ und auf der anderen Rheinseite der Landrat des Kreises St. Goar. Gebietsreformen, Sparprogramme und die Suche nach „Synergien“ haben die Infrastruktur rund um die Loreley zusammenschmelzen lassen. Heute ist das kleine Gymnasium neben der Verbandsgemeindeverwaltung eines der letzten öffentlichen Bastionen in der Stadt – und mit fast 60 Lehrkräften eines der wichtigsten Arbeitgeber. Laut „RZ“ wird der Staat in den kommenden Jahren tief in die Tasche greifen müssen, um den Schulbetrieb zu erhalten. Der Beton ist so marode, dass ein Flügel bereits gesperrt wurde. Jetzt liegen die Optionen auf dem Tisch. Allein der Abbruch und Neubau des ruinösen Schulflügels würde 15 Millionen Euro kosten. Es wäre trotzdem noch die billigste Variante, denn eine Sanierung veranschlagt das Planungsbüro mit rund 16,5 Millionen. Die teuerste aber vermutlich nachhaltigste Lösung kostet um die 32 Millionen: Abriss und Neubau der kompletten Schule. Rhein-Zeitung (€), Wilhelm-Hofmann-Gymnasium

Blick auf St. Goarshausen. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Dominik Ketz

Blick auf St. Goarshausen und das Gymnasium. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Dominik Ketz

Yes, we CanSat

Apropos Schule: Ein Team des Bopparder Kant-Gymnasiums hat sich für den „CanSat“-Wettbewerb der Europäischen Raumfahrtbehörde ESA qualifiziert. Außer den Boppardern sind bundesweit noch 9 weitere Gruppen im Finale. Die jungen Forscher Leo Justen, Max Seidel, Xander Schäfer und Johannes Wickert konstruierten eine Mini-Satelliten, der in 1000 Meter Höhe u. a. Kohlenmonoxid, Luftfeuchte und Feinstaub misst. Ihr Fluggerät kommt aus dem 3D-Drucker und landet nach getaner Arbeit mit einem Fallschirm. Der Prototyp wurde von Firmen aus Boppard und Spay gesponsert. Wenn sich die Boppard-Gang gegen ihre deutschen Konkurrenten durchsetzt, kommt sie ins europäische Finale. Per Mail

Der erste Tag

Gut 5 Wochen nach seiner Wahl zum Landrat ist Volker Boch ins Amt eingeführt worden. Der neue Chef des Rhein-Hunsrück-Kreises hatte in der Stichwahl überraschend klar gegen Christian Klein von der CDU gewonnen. Boch war als unabhängiger Kandidat angetreten, genoss aber die die Unterstützung von SPD und Grünen. Der frühere „RZ“-Redakteur gilt als Mittelrhein-Fan und machte sich im Wahlkampf für eine temporäre Fußgänger- und Fahrradbrücke an der Loreley und weitere Buga-Ideen stark. Rhein-Zeitung (€)

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Der Knaller auf dem Rhein und ein Votum für die Seilbahn

Nach 2 feuerfreien Jahren hofft das Mittelrheintal wieder auf „Rhein in Flammen“. Der erste Termin der Saison – Mai in Bonn  – fällt zwar flach, aber das erste Juliwochenende gilt als gesetzt. Dann sind Rüdesheim und Bingen an der Reihe. In Bingen startet am Samstag der Vorverkauf. Ein weiteres XXL-Feuerwerk mit Schiffskorso ist für den 13. August zwischen Spay nach Koblenz geplant, dann folgen Oberwesel (10. September) und St. Goar / St. Goarshausen (17. September). Die Jahre 2020 und 2021 waren für „Rhein in Flammen“ und die damit verbundenen Reedereien Totalausfälle. Allerdings gab es schon vor Corona Probleme: Im extremen Trockenjahr 2018 musste das Programm wegen Waldbrandgefahr eingeschränkt werden. Allgemeine Zeitung (Bingen-Buchung), Rhein in Flammen (Website des Veranstalters)

Feuerwerksflotte: Rheinschiffe auf dem Weg zum Rhein-in-Flammen-Korso bei Bingen. Foto: Romantischer Rhein / Dominik Ketz.

Feuerwerksflotte: Rheinschiffe auf dem Weg zum Rhein-in-Flammen-Korso bei Bingen. Foto: Romantischer Rhein / Dominik Ketz.

Ein Votum für die Seilbahn

Die Koblenzer Buga-Seilbahn hat gute Chancen, zum dauerhaftesten Provisorium seit der Sektsteuer zu werden. Eigentlich sollte die spektakuläre Rheinquerung nach der Bundesgartenschau 2011 wieder abgebaut werden, aber kaum jemand will auf sie verzichten. Eine Umfrage hat gerade ergeben, dass die Zustimmung in der Stadt sogar noch gestiegen ist. 94 Prozent der Koblenzer wollen, dass die Seilbahn bleibt, vier Prozentpunkte mehr als bei der letzten Befragung. 97 Prozent halten die „Air Ehrenbreitstein“ für eine wichtige touristische Attraktion, 83 Prozent möchten sie sogar in den Öffentlichen Nahverkehr integrieren. Nur 5 Prozent finden, dass sie den Blick ins Rheintal beeinträchtigt. Rhein-Zeitung (€)

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