Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

Monat: Januar 2022 Seite 2 von 8

Hoch hinaus in Bingen und der härteste Hauskauf am Mittelrhein

Über ein schöneres Rhein-Nahe-Eck redet Bingen fast so lange wie St. Goar über die Mittelrheinbrücke. Vor Jahrzehnten wurde eine ganze Häuserzeile abgerissen, um das Areal neu zu gestalten. Heraus kam ein Parkplatz. Damit sich bis zur Buga endlich etwas tut, liegen jetzt wieder neue Ideen auf dem Tisch. Die ambitionierteste ist ein 18 Meter hoher begrünter Neubau, der teils als Parkhaus, teils als Wohngebäude dienen würde. Laut „AZ“ wird der Entwurf von den Freien Wählern und der FDP unterstützt. Allgemeine Zeitung (€)

Nahemündung bei Bingen. Foto: Stadt Bingen / T. Silz

Nahemündung bei Bingen. Foto: Stadt Bingen / T. Silz

Der härteste Hauskauf am Mittelrhein

80.000 Euro sollte das alte Kloster in Kamp-Bornhofen im Herbst 2020 kosten. Die Betonung liegt auf „alt“, denn es handelt sich nicht um das barocke Wallfahrtskloster mit Pater Eryk, sondern um die Überreste einer kleineren und längst aufgelösten Abtei stromabwärts im Ortsteil Kamp, bekannt auch als „Ritter-Brömser-Haus“. Jetzt ist die Immobilie wieder auf dem Markt – für 149.000 Euro. Wer sie kauft, braucht immer noch starke Nerven. Die Maklerfirma warnt vor „massiven Schäden im Innenbereich“ durch „eindringende Feuchtigkeit“ und besonderen inneren Werten. O-Ton: „Müllablagerungen sind vorhanden und werden vom Veräußerer nicht mehr entfernt.“ Der älteste Teil der Anlage stammt aus dem 14. Jahrhundert. Immobilienscout24, Mittelrheingold (Immobilienanzeige 2020)

Wie locker ist die Loreley?

Nach dem Felsrutsch bei Kestert im März 2021 gab es hitzige Diskussionen über gefährdete Hänge und instabiles Gebirge. Ein SWR-Beitrag dürfte die Debatte neu entfachen. Am Donnerstagabend geht es in der Sendung „Zur Sache, Rheinland-Pfalz“ über geologische Risiken an der Loreley. Presseportal

Software made in Boppard

Boppard ist zwar nicht das deutsche Palo Alto, aber zumindest im Stadtteil Buchholz weht der Wind der großen weiten IT-Welt. Dort sitzt das Familienunternehmen Ehrhardt Partner Gruppe (EPG), ein Spezialist für Logistik-Lösungen. Die Bopparder Firma ist mit dem Coca-Cola-Konzern ins Geschäft gekommen und hat weltweit rund 100 Brause-Standorte mit Software made in Boppard ausgestattet. Rhein-Zeitung (€), EPG (Website des Firma)

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Der Knaller auf dem Rhein und ein Votum für die Seilbahn

Nach 2 feuerfreien Jahren hofft das Mittelrheintal wieder auf „Rhein in Flammen“. Der erste Termin der Saison – Mai in Bonn  – fällt zwar flach, aber das erste Juliwochenende gilt als gesetzt. Dann sind Rüdesheim und Bingen an der Reihe. In Bingen startet am Samstag der Vorverkauf. Ein weiteres XXL-Feuerwerk mit Schiffskorso ist für den 13. August zwischen Spay nach Koblenz geplant, dann folgen Oberwesel (10. September) und St. Goar / St. Goarshausen (17. September). Die Jahre 2020 und 2021 waren für „Rhein in Flammen“ und die damit verbundenen Reedereien Totalausfälle. Allerdings gab es schon vor Corona Probleme: Im extremen Trockenjahr 2018 musste das Programm wegen Waldbrandgefahr eingeschränkt werden. Allgemeine Zeitung (Bingen-Buchung), Rhein in Flammen (Website des Veranstalters)

Feuerwerksflotte: Rheinschiffe auf dem Weg zum Rhein-in-Flammen-Korso bei Bingen. Foto: Romantischer Rhein / Dominik Ketz.

Feuerwerksflotte: Rheinschiffe auf dem Weg zum Rhein-in-Flammen-Korso bei Bingen. Foto: Romantischer Rhein / Dominik Ketz.

Ein Votum für die Seilbahn

Die Koblenzer Buga-Seilbahn hat gute Chancen, zum dauerhaftesten Provisorium seit der Sektsteuer zu werden. Eigentlich sollte die spektakuläre Rheinquerung nach der Bundesgartenschau 2011 wieder abgebaut werden, aber kaum jemand will auf sie verzichten. Eine Umfrage hat gerade ergeben, dass die Zustimmung in der Stadt sogar noch gestiegen ist. 94 Prozent der Koblenzer wollen, dass die Seilbahn bleibt, vier Prozentpunkte mehr als bei der letzten Befragung. 97 Prozent halten die „Air Ehrenbreitstein“ für eine wichtige touristische Attraktion, 83 Prozent möchten sie sogar in den Öffentlichen Nahverkehr integrieren. Nur 5 Prozent finden, dass sie den Blick ins Rheintal beeinträchtigt. Rhein-Zeitung (€)

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Lage unbezahlbar, Sanierung auch

Rüdesheim bleibt noch längere Zeit ohne Jugendherberge. Wegen fehlender Einnahmen in der Corona-Krise kann sich das Deutsche  Jugendherbergswerk (DJH) keinen Neubau leisten. Eigentlich sollte das marode Gästehaus in den Weinbergen abgerissen und durch einen modernes Gebäude ersetzt werden. Die Rüdesheimer Jugendherberge ist seit 2019 geschlossen, eine Sanierung gilt als unbezahlbar, ein Antrag auf Denkmalschutz scheiterte. Laut „Wiesbadener Kurier“ wartet das Jugendherbergswerk jetzt auf bessere Zeiten. Die Immobilie mit Panoramablick will man trotz der aktuellen Finanzprobleme nicht hergeben. „Ein so tolles Grundstück werden wir nicht veräußern, das möchten wir selbst nutzen“, zitiert die Zeitung DJH-Landeschef Timo Neumann. Apropos tolles Grundstück und leere Kassen: Gegenüber auf der Binger Seite wird im Spätsommer eine weitere Ausnahmeimmobilie frei: Das Oblatenkloster am Rochusberg löst sich mangels Nachwuchs auf, momentan leben dort nur noch 2 Padres. Das Gebäude fällt an Bingens katholischen Kirchengemeinde zurück, die schon jetzt nicht weiß, wie sie ihre historischen Liegenschaften unterhalten soll und eine Million für die Sanierung der Basilika braucht. Von einem Verkauf will Pfarrer Markus Lerchl trotzdem nichts wissen. Wiesbadener Kurier (€), Allgemeine Zeitung (€)

Die Rüdesheimer Jugendherberge stammt aus den 20er Jahren. Foto: Wikipedia / Creative Commons / Marion Jüngst

Die Rüdesheimer Jugendherberge stammt aus den 20er Jahren. Foto: Wikipedia / Creative Commons / Marion Jüngst

Lahnstein macht auf

Unter Oberbürgermeister Peter Labonte gehörte die Lahnsteiner Verwaltung zum Team (Über-)Vorsicht. Im Herbst hatte man sämtliche städtischen Veranstaltungen auf unbestimmte Zeit abgesagt und das Theater geschlossen. Der neue OB Lennart Siefert will den Lahnsteiner Sonderweg beenden und sich an den Corona-Regeln des Landes Rheinland-Pfalz orientieren. Kommende Woche öffnet das Jugendkulturzentrum wieder und im März geht es im Theater weiter. Stadt Lahnstein

Der Sound von St. Goarshausen

Frank Reichert ist am Wilhelm-Hofmann-Gymnasium in St. Goarshausen eine Institution. Der Musiklehrer betreut die schuleigene Big Band seit ihrer Gründung 1992 (!). Zum Jubiläum gibt es im Mai ein Konzert in bester Mittelrhein-Lage auf der Loreley-Freilichtbühne. Rhein-Zeitung (€)

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