Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

Schlagwort: Manubach Seite 2 von 5

Ein Beach Club in Bingen und Graf Osteins grüner Traum

Bingen ist demnächst um eine Sommer-Attraktion reicher: An der Rheinpromenade öffnet am 24. Mai der wahrscheinlich größte Beach-Club zwischen Mainz und Koblenz. Jens Feuerbach vom Restaurant „Zollamt“ hat für das rund 600 Quadratmeter große Gelände am  Binger „Palais“ 1000 Tonnen Sand geordert. Vorbild ist die „Strandperle“ in Geisenheim. Bislang waren Strandbars am Mittelrhein Mangelware.  2017 starte Timo Ahrens einen kleineren Open-Air-Ausschank in Oberwesel, der laut Website in diesem Jahr aber geschlossen bleibt. Allgemeine Zeitung, Instagram (Zollamt Bingen), mittelrheinstrand.de (Oberwesel)

Bingen-Blick am Rheinufer- Foto: Stadt Bingen.

Bingen-Blick am Rheinufer- Foto: Stadt Bingen.

Graf Osteins grüner Traum

Der Osteinsche Park über Rüdesheim gehört immer noch zu den Geheimtipps im Oberen Mittelrheintal. Dabei ist er eigentlich der Urknall der Rheinromantik. Im 18. Jahrhundert ließ Johann Friedrich Graf von Ostein am Niederwald einen Landschaftspark anlegen, der viele Elemente der späteren Mittelrhein-Begeisterung vorwegnahm, darunter die künstliche Ruine Rossel und eine „Zauberhöhle“. Die Verwaltung der staatlichen Schlösser und Gärten in Hessen bietet in diesem Jahr wieder Führungen über das grüne Gelände an. Los geht’s am 11. Mai mit einem Themenspaziergang über Clemens von Brentano. Wiesbadener Kurier, Wikipedia (über den Park)

Ein Bienenhotel für Bacharach

Bacharachs neuestes Hotel ist aus Holz, hat einen Dachgarten und steht auf Stelzen direkt am Rheinufer. Caritas-Schreiner Hans-Jörg Hallerstede hat die Unterkunft für Wildbienen entworfen und gemeinsam mit einer Gruppe Arbeitssuchenden mit Holz aus dem, Binger Wald gebaut. Das Modell wird in der Verbandsgemeinde Rhein-Nahe bald öfters zu sehen sein. Als nächster Standort ist Niederheimbach geplant. Die Insektenhotels gehören zu einem Projekt des Caritas Servicezentrums St. Antonius in Bingen. Allgemeine Zeitung

Hunde-Alarm in Manubach

In der kleinsten Viertäler-Gemeinde herrscht gerade dicke Luft. Bürgermeister Karl-Richard Mades und sein Gemeinderat ärgern sich über zu viel Hundekot im Ort. Laut „AZ“ denkt Mades sogar an DNA-Proben, um den Halter ausfindig zu machen. Allgemeine Zeitung

Mittelrheiner des Tages: Hans-Peter Strunk

Der Daniel Düsentrieb von Holzfeld ist für seine Ideen mehrfach ausgezeichnet worden und sucht immer nach Möglichkeiten zur Serienproduktion. Jetzt wird Strunk auch mit Stift und Papier kreativ: Er zeichnet Cartoons über das nicht immer einfache Leben als Erfinder. Rhein-Zeitung

Zahl des Tages

4 Flaschen umfasst der neu gestaltete Probierkarton „Genuss am Fluss“ , der neuerdings in und um Bingen angeboten wird. Jeder Wein kommt aus einem anderen Anbaugebiet: Rheinhessen, Nahe, Mittelrhein und Rheingau. Das Quartett kostet 35 Euro. Seit dem vergangenen Jahr nutzt die Stadt Bingen nutzt ihre komfortable Lage am Schnittpunkt der 4 Weinregionen für die XXL-Weinprobe „Genuss am Fluss“. Dieses Jahr findet sie am 27. Juli statt. Allgemeine Zeitung

Termine des Tages

Oberwesel – Weinhexennacht – 30. April, ab 18 Uhr, oberwesel.de

Werlau – Hexennacht – 30. April, ab 18 Uhr. VG St. Goar-Oberwesel

Boppard – „Die Goldfische“ / Cinema in der Stadthalle – 30. April, 20 Uhr. boppard.de

Foto des Tages

Mittelrheingold auf dem Handy lesen

Die kleinste Tageszeitung am Mittelrhein gibt’s auch direkt aufs Handy. 1 x täglich wahlweise per Whatsapp, Facebook Messenger, Insta oder Telegram. Anmelden ist leicht, Abmelden geht immer. Hier steht, wie’s geht

Kopfgeld für Manubach und ein Preis für die Turner-Route

Das kleine Manubach ist ein Geheimtipp im Welterbe-Tal. Es gibt Weinberge, Obstwiesen, Wanderwege, viel Fachwerk und noch mehr Ruhe. Bahnlärm ist hier kein Thema. Trotzdem fehlt es an Manubachern. Seit der Kaiserzeit hat sich die Einwohnerzahl halbiert. Damals hatte der Ort sogar noch einen eigenen Pfarrer. Heute leben nur noch rund 300 Menschen im kleinsten der so genannten „Viertälerorte“ (die anderen 3 sind Bacharach, Steeg und Oberdiebach). Manubach sorgte vor einigen Jahren mit einer Prämie für Aufsehen: Junge Familien, die im Ort ein Haus bauen oder kaufen, bekommen über 5 Jahre hinweg insgesamt 5000 Euro ausgezahlt. Ganz aufgegangen ist der Plan nicht. Laut „AZ“ haben 7 Familien mitgemacht. Eine davon hat sich zwischenzeitlich getrennt, den Ort verlassen und den Zuschuss erstattet. Die meisten Antragsteller waren Einheimische. Nur 3 Zugezogene können als Neubürger verbucht werden. Trotzdem lässt Manubach nicht locker. Die Prämie soll es laut Gemeinderatsbeschluss weiterhin geben. Allgemeine Zeitung, Wikipedia (über Manubach), manubach.welterbe-mittelrhein.de (offizielle Website)

Manubach im Sommer 2018. Foto: Frank Zimmer

Manubach im Sommer 2018. Foto: Frank Zimmer

Ein Preis für die Turner-Route

Mit der „William-Turner-Route“ ist dem Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal ein großer Wurf gelungen. Die interaktive Zeitreise auf den Spuren des britischen Maler-Stars (1775-1851) ist zum zweiten Mal mit dem renommierten „German Design Award“ ausgezeichnet worden.  Andreas Strack von der zuständigen Design-Agentur Schumacher  und Projektmanager Maximilian Siech vom Zweckverband nahmen den Preis entgegen. Die „William-Turner-Route“ rekonstruiert Turners Aussichtspunkte des Jahres 1817 an Ort und Stelle und liefert zusätzliche Informationen aufs Smartphone. german-design-award.com, welterbe-oberes-mittelrheintal.de

Der Bopparder Maximilian Siech (r.) ist Projektmanager beim Zweckverband.

Der Bopparder Maximilian Siech (r.) ist Projektmanager beim Zweckverband.

Es wird romantisch

Apropos Kunst und Zweckverband Welterbe: Die Organisation mit Sitz in St. Goarshausen startet das Kulturprojekt „Auf den Spuren der Rheinromantik“ und lädt Künstler aus der Region zur Auftaktveranstaltung ins Kulturhaus Oberwesel ein (12. März, 18 Uhr 30). Geplant sind Workshops, Ausstellungen und die  – O-Ton – „Erarbeitung von Romantikprofilen, die auf Ortsebene die Besonderheiten der Rheinromantik aufzeigen.“ Die Aktion wird vom Bundeslandwirtschaftsministerium gefördert. Anmeldungen an n.melchior@zv-welterbe.de oder unter der Telefonnummer 06771-599 546. welterbe-oberes-mittelrheintal.de

Ein Labor für Bingen

Nicht ganz so romantisch, aber wegweisend für die Zukunft ist ein neues Angebot der Technischen Hochschule Bingen: Das MINT-Labor. MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, also für alles, was Wachstum und Wohlstand garantiert. Im neuen MINT-Labor können ganze Schulklassen experimentieren. Die Jugendlichen aus Bingen und Umgebung sollen dort für technische Berufe begeistert werden. Der wirtschaftsstarke Kreis Mainz-Bingen unterstützt das Projekt. Allgemeine Zeitung, th-bingen.de

Mittelrheinerin des Tages: Katja Schupp

Die Professorin mit Wohnsitz Waldalgesheim lehrt Journalismus an der Universität Mainz, betreibt eine Filmproduktionsfirma und ist fünffache Mutter. Um alles unter einen Hut zu bekommen, steht sie häufig schon um 3 oder 4 Uhr auf. Die „AZ“ hat sie porträtiert. Allgemeine Zeitung

Zahl des Tages

128 potenzielle Nachwuchs-Wissenschaftler erwartet die TH Bingen am Freitag zum Regionalwettbewerb  „Jugend forscht / Schüler experimentieren“. Bundesweit machen über 12.000 Jugendliche mit. Allgemeine Zeitung

Rückblick: Ein deutsch-türkisches Weingut

Ein multikulturelles Lorcher Winzer-Ehepaar war heute vor einem Jahr Thema bei Mittelrheingold. In der Ausgabe vom 14. Februar 2018 ging es um die TV-Doku „Rheingauer Wein auf neuen Wegen“. Dort wurden u. a. Joachim Neher und seine Frau Saynur Sonkaya-Neher vom Weingut Mohr vorgestellt. Mittelrheingold am 14.2.2018

Termine des Tages

Anzeige **** TIPP DER WOCHE **** Boppard – Valentinstag: Menüs für Verliebte im Restaurant Le Chopin / Bellevue Rheinhotel – 14. Februar, ab 14 Uhr. bellevue-boppard.de

Bingen – „Harry und Sally“ im Programmkino Kikubi – 14. Februar, 20 Uhr 15. bingen.de

Foto des Tages

Best of Mittelrhein: Die Termine

Konzerte, Wanderungen, Weinproben, Ausstellungen: Im Terminkalender von Mittelrheingold stehen ausgewählte Veranstaltungen im Welterbe-Tal. Ich freue mich über Tipps an post@mittelrheingold.de oder im Messenger von Mittelrheingold auf Facebook.  Hier geht es zur Terminliste „1 Woche Mittelrhein“.

Die Mittelrheinbrücke soll nach Bingen

Rhein-Hunsrück-Landrat Marlon Bröhr hat die Landesregierung schon öfters genervt, aber diesmal scheint Innenminister Roger Lewentz im Dreieck zu springen. Er sei „regelrecht entsetzt“ zitiert ihn die „Rhein-Zeitung“. Grund dafür ist Bröhrs Vorstoß, den Standort der Mittelrheinbrücke neu zu überdenken. Statt sich auf St. Goar fixieren, müsse man die gesamte Region im Blick haben und eine Querung bei Bingen prüfen, findet der Landrat. Weil das Raumordnungsverfahren ohnehin bei Null beginne, sei jetzt die beste Gelegenheit für „neues Denken“. Bröhrs Argumente ergeben durchaus Sinn. Eine Brücke bei Bingen wäre leichter an das Straßennetz angebunden und könnte den Berufsverkehr ins Rhein-Main-Gebiet besser entlasten. Allerdings gäbe es Probleme mit dem Naturschutzgebiet Rheinauen. Lewentz hält die Binger Lösung für zu kompliziert, weil mit Hessen ein zweites Bundesland ins Spiel käme. Außerdem laufe dort ohnehin schon eine Brückendiskussion. Sie war vom Binger PR-Strategen Hasso Mansfeld angezettelt worden. Hardcore-Brückenfans wollen ohnehin 2 Brücken. Rhein-Zeitung, Mittelreingold (7 Fragen an Marlon Bröhr, Dezember 2018)

Rheinfels-Fan: Marlon Bröhr hoch über St. Goar.

Marlon Bröhr hoch über St. Goar. Foto: Privat.

In eigener Sache: Jetzt gibt’s den Mittelrhein-Messenger

Die kleinste Tageszeitung am Mittelrhein gibt’s jetzt auch direkt aufs Handy. 1 x täglich wahlweise per Whatsapp, Facebook Messenger, Insta oder Telegram. Anmelden ist leicht, abmelden geht immer. Hier steht, wie’s geht

Manubach wirft nichts weg

Im Zeitalter der Wegwerf-Elektronik ist ein „Repair Café“ eine wunderbare Einrichtung. Dort treffen sich Menschen in lockerer Runde mit ehrenamtlichen Experten und lassen ihre alten Fernseher, Radiowecker oder Plattenspieler wieder richten. Gerade fand das erste Repair Café in Manubach statt. „AZ“-Mann Jochen Werner war dabei. Allgemeine Zeitung

Eine Baustellen-Saison in Rüdesheim

Rüdesheim und die ganze rechte Rheinseite müssen sich auf eine Großbaustelle in der Saison 2021 gefasst machen. Die Bahn baut eine neue Eisenbahnbrücke über der Geisenheimer Straße ein. Laut „Wiesbadener Kurier“ wird dafür die B42 für rund 10 (!) Wochen gesperrt und der Bahnverkehr  vom 16. bis zum 29. August komplett unterbrochen. Wiesbadener Kurier

Ottes schlägt Alarm

Apropos Baustelle und Rüdesheim: Für ein weit größeres Projekt würde man in der Stadt lieber heute als morgen die Bagger kommen lassen. Der vorsintflutliche Bahnübergang mit Ampel am Rüdesheimer Bahnhof kann laut Landesbetrieb Hessen Mobil aber erst nach der Buga 2029 angegangen werden. Dagegen regt sich Widerstand. Der hessische Weltererbedezernent Karl Ottes will Abgeordnete alarmieren und auf Ministerpräsident Volker Bouffier einwirken. (Falls Sie nicht wissen, was ein „Welterbedezernent“ ist, geht es Ihnen wie mir früher. Ein Dezernent ist auf hessischer Seite mit einem Kreisbeigeordneten in Rheinland-Pfalz vergleichbar: er unterstützt und vertritt den Landrat. Ottes ist im Rheingau-Taunus-Kreis u. a. für Welterbe-Angelegenheiten zuständig)

Ein Blick auf die nächste Buga

Die nächste Bundesgartenschau findet 2021 in Heilbronn statt. Dass es auch dort um mehr als nur um Blumenbeete geht, zeigt ein Film auf dem Buga-Blog für den Mittelrhein. Einer der Schlüsselsätze im Video: „Die Bundesgartenschau dient auch dazu, Identität zu schaffen.“ buga2029.blog

Neues Wohnquartier: So profitiert Heilbronn von seiner Bundesgartenschau

Disclaimer: Die Buga 2029 und Mittlerheingold sind Partner

Zahl des Tages

2.960 Euro kostet ein 6-Gang-Menü für 2 Personen auf der so genannten „Vogelswiese“ hoch über Bacharach.  Starkoch Johann Lafer vermarktet das Luxus-Picknick inklusive Hubschrauberflug immer noch auf seiner Internetseite, obwohl er in der „Süddeutschen Zeitung“ gerade die Rückkehr zum einfachen Leben angekündigt hat. („Ich will volkstümlicher werden“). sueddeutsche.de, lafer.de (Heli-Picknick)

Mittelrheiner des Tages: Jean-Marc Petit

Der deutsch-französische Teilzeit-Bacharacher mit Wohnsitz in Basel hat für eine Neuauflage des Kinderbuchs „Der kleine Pechvogel“ von Karl Stassen gesorgt. Petits Vater Georges, ein französischer Besatzungssoldat, hatte Stassen bei der Veröffentlichung 1948 unterstützt und blieb dem Mittelrhein lebenslang verbunden: Er heiratete eine Bacharacherin aus dem Haus Sickingen. Die gemeinsamen Söhne Jean-Marc, Christian und Jean-Pierre erhalten das historische Gebäude bis heute. Das Buch „Der kleine Pechvogel“ gibt es übrigens im Laden von Hardy Jauch am Marktplatz.  Rhein-Zeitung

Termin des Tages

Lahnstein – „Schwanensee“ in der Stadthalle – 17. Januar, 18 Uhr. lahnstein.de

Foto des Tages

1 Woche Mittelrhein: Die besten Termine

Konzerte, Wanderungen, Weinproben, Ausstellungen: Im Terminkalender von Mittelrheingold stehen ausgewählte Veranstaltungen im Welterbe-Tal. Ich freue mich über Tipps an post@mittelrheingold.de oder im Messenger von Mittelrheingold auf Facebook.  Hier geht es zur Terminliste „1 Woche Mittelrhein“.

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