Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

Schlagwort: Manubach Seite 2 von 4

Kopfgeld für Manubach und ein Preis für die Turner-Route

Das kleine Manubach ist ein Geheimtipp im Welterbe-Tal. Es gibt Weinberge, Obstwiesen, Wanderwege, viel Fachwerk und noch mehr Ruhe. Bahnlärm ist hier kein Thema. Trotzdem fehlt es an Manubachern. Seit der Kaiserzeit hat sich die Einwohnerzahl halbiert. Damals hatte der Ort sogar noch einen eigenen Pfarrer. Heute leben nur noch rund 300 Menschen im kleinsten der so genannten „Viertälerorte“ (die anderen 3 sind Bacharach, Steeg und Oberdiebach). Manubach sorgte vor einigen Jahren mit einer Prämie für Aufsehen: Junge Familien, die im Ort ein Haus bauen oder kaufen, bekommen über 5 Jahre hinweg insgesamt 5000 Euro ausgezahlt. Ganz aufgegangen ist der Plan nicht. Laut „AZ“ haben 7 Familien mitgemacht. Eine davon hat sich zwischenzeitlich getrennt, den Ort verlassen und den Zuschuss erstattet. Die meisten Antragsteller waren Einheimische. Nur 3 Zugezogene können als Neubürger verbucht werden. Trotzdem lässt Manubach nicht locker. Die Prämie soll es laut Gemeinderatsbeschluss weiterhin geben. Allgemeine Zeitung, Wikipedia (über Manubach), manubach.welterbe-mittelrhein.de (offizielle Website)

Manubach im Sommer 2018. Foto: Frank Zimmer

Manubach im Sommer 2018. Foto: Frank Zimmer

Ein Preis für die Turner-Route

Mit der „William-Turner-Route“ ist dem Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal ein großer Wurf gelungen. Die interaktive Zeitreise auf den Spuren des britischen Maler-Stars (1775-1851) ist zum zweiten Mal mit dem renommierten „German Design Award“ ausgezeichnet worden.  Andreas Strack von der zuständigen Design-Agentur Schumacher  und Projektmanager Maximilian Siech vom Zweckverband nahmen den Preis entgegen. Die „William-Turner-Route“ rekonstruiert Turners Aussichtspunkte des Jahres 1817 an Ort und Stelle und liefert zusätzliche Informationen aufs Smartphone. german-design-award.com, welterbe-oberes-mittelrheintal.de

Der Bopparder Maximilian Siech (r.) ist Projektmanager beim Zweckverband.

Der Bopparder Maximilian Siech (r.) ist Projektmanager beim Zweckverband.

Es wird romantisch

Apropos Kunst und Zweckverband Welterbe: Die Organisation mit Sitz in St. Goarshausen startet das Kulturprojekt „Auf den Spuren der Rheinromantik“ und lädt Künstler aus der Region zur Auftaktveranstaltung ins Kulturhaus Oberwesel ein (12. März, 18 Uhr 30). Geplant sind Workshops, Ausstellungen und die  – O-Ton – „Erarbeitung von Romantikprofilen, die auf Ortsebene die Besonderheiten der Rheinromantik aufzeigen.“ Die Aktion wird vom Bundeslandwirtschaftsministerium gefördert. Anmeldungen an n.melchior@zv-welterbe.de oder unter der Telefonnummer 06771-599 546. welterbe-oberes-mittelrheintal.de

Ein Labor für Bingen

Nicht ganz so romantisch, aber wegweisend für die Zukunft ist ein neues Angebot der Technischen Hochschule Bingen: Das MINT-Labor. MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, also für alles, was Wachstum und Wohlstand garantiert. Im neuen MINT-Labor können ganze Schulklassen experimentieren. Die Jugendlichen aus Bingen und Umgebung sollen dort für technische Berufe begeistert werden. Der wirtschaftsstarke Kreis Mainz-Bingen unterstützt das Projekt. Allgemeine Zeitung, th-bingen.de

Mittelrheinerin des Tages: Katja Schupp

Die Professorin mit Wohnsitz Waldalgesheim lehrt Journalismus an der Universität Mainz, betreibt eine Filmproduktionsfirma und ist fünffache Mutter. Um alles unter einen Hut zu bekommen, steht sie häufig schon um 3 oder 4 Uhr auf. Die „AZ“ hat sie porträtiert. Allgemeine Zeitung

Zahl des Tages

128 potenzielle Nachwuchs-Wissenschaftler erwartet die TH Bingen am Freitag zum Regionalwettbewerb  „Jugend forscht / Schüler experimentieren“. Bundesweit machen über 12.000 Jugendliche mit. Allgemeine Zeitung

Rückblick: Ein deutsch-türkisches Weingut

Ein multikulturelles Lorcher Winzer-Ehepaar war heute vor einem Jahr Thema bei Mittelrheingold. In der Ausgabe vom 14. Februar 2018 ging es um die TV-Doku „Rheingauer Wein auf neuen Wegen“. Dort wurden u. a. Joachim Neher und seine Frau Saynur Sonkaya-Neher vom Weingut Mohr vorgestellt. Mittelrheingold am 14.2.2018

Termine des Tages

Anzeige **** TIPP DER WOCHE **** Boppard – Valentinstag: Menüs für Verliebte im Restaurant Le Chopin / Bellevue Rheinhotel – 14. Februar, ab 14 Uhr. bellevue-boppard.de

Bingen – „Harry und Sally“ im Programmkino Kikubi – 14. Februar, 20 Uhr 15. bingen.de

Foto des Tages

Best of Mittelrhein: Die Termine

Konzerte, Wanderungen, Weinproben, Ausstellungen: Im Terminkalender von Mittelrheingold stehen ausgewählte Veranstaltungen im Welterbe-Tal. Ich freue mich über Tipps an post@mittelrheingold.de oder im Messenger von Mittelrheingold auf Facebook.  Hier geht es zur Terminliste „1 Woche Mittelrhein“.

Die Mittelrheinbrücke soll nach Bingen

Rhein-Hunsrück-Landrat Marlon Bröhr hat die Landesregierung schon öfters genervt, aber diesmal scheint Innenminister Roger Lewentz im Dreieck zu springen. Er sei „regelrecht entsetzt“ zitiert ihn die „Rhein-Zeitung“. Grund dafür ist Bröhrs Vorstoß, den Standort der Mittelrheinbrücke neu zu überdenken. Statt sich auf St. Goar fixieren, müsse man die gesamte Region im Blick haben und eine Querung bei Bingen prüfen, findet der Landrat. Weil das Raumordnungsverfahren ohnehin bei Null beginne, sei jetzt die beste Gelegenheit für „neues Denken“. Bröhrs Argumente ergeben durchaus Sinn. Eine Brücke bei Bingen wäre leichter an das Straßennetz angebunden und könnte den Berufsverkehr ins Rhein-Main-Gebiet besser entlasten. Allerdings gäbe es Probleme mit dem Naturschutzgebiet Rheinauen. Lewentz hält die Binger Lösung für zu kompliziert, weil mit Hessen ein zweites Bundesland ins Spiel käme. Außerdem laufe dort ohnehin schon eine Brückendiskussion. Sie war vom Binger PR-Strategen Hasso Mansfeld angezettelt worden. Hardcore-Brückenfans wollen ohnehin 2 Brücken. Rhein-Zeitung, Mittelreingold (7 Fragen an Marlon Bröhr, Dezember 2018)

Rheinfels-Fan: Marlon Bröhr hoch über St. Goar.

Marlon Bröhr hoch über St. Goar. Foto: Privat.

In eigener Sache: Jetzt gibt’s den Mittelrhein-Messenger

Die kleinste Tageszeitung am Mittelrhein gibt’s jetzt auch direkt aufs Handy. 1 x täglich wahlweise per Whatsapp, Facebook Messenger, Insta oder Telegram. Anmelden ist leicht, abmelden geht immer. Hier steht, wie’s geht

Manubach wirft nichts weg

Im Zeitalter der Wegwerf-Elektronik ist ein „Repair Café“ eine wunderbare Einrichtung. Dort treffen sich Menschen in lockerer Runde mit ehrenamtlichen Experten und lassen ihre alten Fernseher, Radiowecker oder Plattenspieler wieder richten. Gerade fand das erste Repair Café in Manubach statt. „AZ“-Mann Jochen Werner war dabei. Allgemeine Zeitung

Eine Baustellen-Saison in Rüdesheim

Rüdesheim und die ganze rechte Rheinseite müssen sich auf eine Großbaustelle in der Saison 2021 gefasst machen. Die Bahn baut eine neue Eisenbahnbrücke über der Geisenheimer Straße ein. Laut „Wiesbadener Kurier“ wird dafür die B42 für rund 10 (!) Wochen gesperrt und der Bahnverkehr  vom 16. bis zum 29. August komplett unterbrochen. Wiesbadener Kurier

Ottes schlägt Alarm

Apropos Baustelle und Rüdesheim: Für ein weit größeres Projekt würde man in der Stadt lieber heute als morgen die Bagger kommen lassen. Der vorsintflutliche Bahnübergang mit Ampel am Rüdesheimer Bahnhof kann laut Landesbetrieb Hessen Mobil aber erst nach der Buga 2029 angegangen werden. Dagegen regt sich Widerstand. Der hessische Weltererbedezernent Karl Ottes will Abgeordnete alarmieren und auf Ministerpräsident Volker Bouffier einwirken. (Falls Sie nicht wissen, was ein „Welterbedezernent“ ist, geht es Ihnen wie mir früher. Ein Dezernent ist auf hessischer Seite mit einem Kreisbeigeordneten in Rheinland-Pfalz vergleichbar: er unterstützt und vertritt den Landrat. Ottes ist im Rheingau-Taunus-Kreis u. a. für Welterbe-Angelegenheiten zuständig)

Ein Blick auf die nächste Buga

Die nächste Bundesgartenschau findet 2021 in Heilbronn statt. Dass es auch dort um mehr als nur um Blumenbeete geht, zeigt ein Film auf dem Buga-Blog für den Mittelrhein. Einer der Schlüsselsätze im Video: „Die Bundesgartenschau dient auch dazu, Identität zu schaffen.“ buga2029.blog

Neues Wohnquartier: So profitiert Heilbronn von seiner Bundesgartenschau

Disclaimer: Die Buga 2029 und Mittlerheingold sind Partner

Zahl des Tages

2.960 Euro kostet ein 6-Gang-Menü für 2 Personen auf der so genannten „Vogelswiese“ hoch über Bacharach.  Starkoch Johann Lafer vermarktet das Luxus-Picknick inklusive Hubschrauberflug immer noch auf seiner Internetseite, obwohl er in der „Süddeutschen Zeitung“ gerade die Rückkehr zum einfachen Leben angekündigt hat. („Ich will volkstümlicher werden“). sueddeutsche.de, lafer.de (Heli-Picknick)

Mittelrheiner des Tages: Jean-Marc Petit

Der deutsch-französische Teilzeit-Bacharacher mit Wohnsitz in Basel hat für eine Neuauflage des Kinderbuchs „Der kleine Pechvogel“ von Karl Stassen gesorgt. Petits Vater Georges, ein französischer Besatzungssoldat, hatte Stassen bei der Veröffentlichung 1948 unterstützt und blieb dem Mittelrhein lebenslang verbunden: Er heiratete eine Bacharacherin aus dem Haus Sickingen. Die gemeinsamen Söhne Jean-Marc, Christian und Jean-Pierre erhalten das historische Gebäude bis heute. Das Buch „Der kleine Pechvogel“ gibt es übrigens im Laden von Hardy Jauch am Marktplatz.  Rhein-Zeitung

Termin des Tages

Lahnstein – „Schwanensee“ in der Stadthalle – 17. Januar, 18 Uhr. lahnstein.de

Foto des Tages

1 Woche Mittelrhein: Die besten Termine

Konzerte, Wanderungen, Weinproben, Ausstellungen: Im Terminkalender von Mittelrheingold stehen ausgewählte Veranstaltungen im Welterbe-Tal. Ich freue mich über Tipps an post@mittelrheingold.de oder im Messenger von Mittelrheingold auf Facebook.  Hier geht es zur Terminliste „1 Woche Mittelrhein“.

Oberwesel bekommt Millionen und Bacharach kämpft für einen Zug

6,25 Millionen Euro fließen in den kommenden Jahren in ein schöneres Oberwesel. Ähnlich wie der Nachbar St. Goar erhält die Stadt eine großzügige Finanzspritze des Landes Rheinland-Pfalz. Oberwesel profitiert von einem  Förderprogramm namens „Stadtgrün“, das Bürgermeister Jürgen Port in seinem letzten Amtsjahr aufgetan hatte. Bis zur Buga 2029 sollen die Rheinanlagen neu gestaltet und besser mit der Altstadt verbunden werden. Rhein-Zeitung, gruen-in-der-stadt.de (Infos zum Förderprogramm)

Blick auf Oberwesel. Foto: Rheinland-Pfalz-Tourismus / Dominik Ketz

Blick auf Oberwesel. Foto: Rheinland-Pfalz-Tourismus / Dominik Ketz

Neue Züge braucht das Land

Nach der Verbandsgemeinde Rhein-Nahe protestiert nun auch die Stadt Bacharach gegen den neuen Fahrplan der Bahn, der als Rückfall in die 80er Jahre gilt. Neuerdings fährt der letzte Zug nach Bacharach montags bis donnerstags schon um 22 Uhr 5 in Mainz ab. Die bisherige Spätverbindung um 23 Uhr 51 wurde gestrichen. Die Bacharacher wollen ihre Nachbargemeinden zu gemeinsamem Widerstand mobilisieren. Die Verantwortung liegt beim Land, das den Regionalverkehr subventioniert. „Kein Nahverkehrszug fährt, wenn ihn das Land und der Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Süd nicht bestellen und bezahlen“, zitiert die „AZ“ den Bacharacher CDU-Fraktionschef Norbert Wagner. Allgemeine Zeitung

Eine neue Jugendherberge für Rüdesheim

12-Betten-Zimmer und Dusche auf dem Flur: Wer den Jugendherbergs-Charme der 70er Jahre liebte, kam in Rüdesheim immer auf seine Kosten. Das Gebäude aus dem Jahr 1929 bietet zwar eine grandiose Aussicht, ist innen aber nur noch für Kasernen-Fans vermittelbar. Jetzt hat das Deutsche Jugendherbergswerk den Stecker gezogen. Seit dem 2. Januar ist das Haus geschlossen. Es soll abgerissen und bis 2021 neu gebaut werden. Der Altbau steht nicht unter Denkmalschutz. Wiesbadener Kurier, jugendherbergen.de (Website des Juhgendherberge Rüdesheim)

Film ab in Bingen

Das Binger Programmkino Kikubi ist nicht nur wegen seiner Filme öfters ausgezeichnet worden. Mindestens so wertvoll wie das Programm ist die Idee dahinter: Ein ehrenamtlicher Verein hat das alte Kino in der Mainzer Straße übernommen und führt es professionell weiter. Was läuft, bestimmen die Zuschauer. Trotz des langen Sommers konnte das „Kikubi“ („Kinokultur Bingen“) seine Besucherzahlen stabil halten. Vereinschefin Yvonne Dessoy rechnet mit rund 7.500 Kinogästen. Gerade ist für rund 15.000 Euro renoviert worden. Am kommenden Freitag wird die Wiedereröffnung mit dem Film „Tanz ins Leben“ gefeiert. Allgemeine Zeitung, bingen.de, kikubi.de

Das Jahr des Schiefers

Der Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler  (BDG) hat das Mittelrhein-Material Nummer 1 zum „Gestein des Jahres 2019“ erklärt. Schiefer sei nicht nur eine „edle und beständige Dacheindeckung“, sondern auch ideal für Fußböden und Wände, „da er sowohl Hitze- als auch Kälteresistenz mit Haltbarkeit und Ästhetik verbindet.“ geoberuf.de (Website des Verbandes)

Manubach hält zusammen

In der Nacht zum 2. Weihnachtsfeiertag ging ein Haus in Manubach in Flammen auf; der Eigentümer konnte nur noch sich selbst retten und verlor fast alles. Eine Benefizveranstaltung des Turnvereins soll ihm helfen. Das Event startet am kommenden Samstag um 20 Uhr in der Turnhalle Manubach mit der Coverband „plaA“ und den Nachwuchsmusikern von „Almost Awful“. Das Motto des Abends: „Alle für einen“.  Allgemeine Zeitung, tv-manubach.jimdo.com (Website des Turnvereins)

Zahl des Tages

110 Meter ist das niederländische Frachtschiff lang, das sich am Montagmorgen bei Oestrich-Winkel festgefahren hatte, fast quer in die Fahrrinne drehte und zeitweilig den kompletten Schiffsverkehr blockierte. Mittags konnte es nach Trechtingshausen abgeschleppt werden. Laut Wasserschutzpolizei war das Schiff „deutlich überladen“. Wiesbadener Tagblatt

Mittelrheiner des Tages

Thomas Schubert aus  dem brandenburgischen Sedlitz war gerade zum 40. (!) Mal im Hotel „Rheingraf“ in Kamp-Bornhofen zu Gast. Schubert ist Kunde des Tourismusunternehmens „Reiseclub Cottbus“, das jährlich bis zu 800 Menschen ins Mittelrheintal bringt.

Termin des Tages

Boppard – „Der Vorname“ / Kino in der Stadthalle – 15. Januar, 20 Uhr. boppard.de

Foto des Tages

Jetzt gibt’s den Mittelrhein-Messenger

Die kleinste Tageszeitung am Mittelrhein gibt’s jetzt auch direkt aufs Handy. 1 x täglich wahlweise per Whatsapp, Facebook Messenger, Insta oder Telegram. Anmelden ist leicht, abmelden geht immer. Hier steht, wie’s geht.

 

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