Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

Monat: November 2021 Seite 2 von 8

Das Prinzip Hoffnung

Kurz vor dem ersten Advent sind Wirte, Händler und Künstler am Mittelrhein wieder im Krisenmodus. Noch ist dass Tal von Verhältnissen wie in Sachsen, Thüringen oder Oberbayern weit entfernt, die Läden sind offen und in Koblenz läuft sogar der Weihnachtsmarkt. Aber mir den Inzidenzzahlen steigt die Nervosität. In Lahnstein hat Oberbürgermeister Peter Labonte alle städtischen Veranstaltungen abgesagt, darunter eine Musical-Premiere im Theater. Im Rhein-Lahn-Kreis lag die 7-Tages-Inzidenz am Freitagmorgen bei 257. Die schlechtesten Corona-Werte hat der Rhein-Hunsrück-Kreis: 322. Der Koblenzer Weihnachtsmarkt
Ein Bild aus entspannteren Tagen: Koblenzer Weihnachtsmarkt vor der Pandemie. Foto: Henry Tornow

Die Stadt Koblenz meldet 211. Dort hofft Weihnachtsmarkt-Manager Marco Koenitz, dass der Betrieb wie geplant bis zum Schluss weiterlaufen kann. Es gelten klare Regeln: Maskenpflicht und 3G für alle, dazu 2G für die Buden-Gastronomie. Rhein-Zeitung (Koblenz), Rhein-Zeitung (Lahnstein)

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Ein Bus wird kommen und eine Barock-Kirche als Impfzentrum

Bingen zieht alle Register, um Kunden in die Innenstadt zu locken. In den ersten beiden Adventswochen holt ein kostenloser „Weihnachtsbus“ Einkaufsbummler aus Bacharach, Rheindiebach, dem Heimbachtal und Trechtingshausen ab. Am 1. Dezember geht’s los. Wenn die Nachfrage stimmt, rollt der Shopping-Express bis Weihnachten jeden Mittwoch.  Der Bus startet jeweils um 10 Uhr in Bacharach und fährt um 14 Uhr wieder zurück. Die Aktion wird vom Stadtmarketingverein „Bingen Unternehmen Zukunft“ finanziert.  Allgemeine Zeitung

Blick auf Bingen. Foto: Frank Zimmer

Barock impfen in Bingen

Apropos Bingen. Das dortige Heilig-Geist-Hospital gehört zu den 20 rheinland-pfälzischen Krankenhäusern, die impfen und boostern. Laut „AZ“ ist das Interesse so groß, dass die ursprünglich geplante Versorgung ohne Voranmeldung zurückgenommen werden musste. Das Krankenhaus vergibt jetzt Termine, um die lange Warteschlangen zu vermeiden. Bis zum 22. Dezember ist schon alles ausgebucht, kurzfristige Änderungen sind aber immer möglich. Geimpft wird übrigens in besonderer Umgebung: Bingens katholischer Stadtpfarrer Markus Lerchl hat die barocke Kapuzinerkirche zur Verfügung gestellt. Nebenan im Krankenhaus selbst ist die Situation noch unter Kontrolle. Es gibt 3 Corona-Patienten auf der Stationen, aber es muss noch niemand beatmet werden. Vorsorglich sind 2 Intensivbetten vorbereitet worden. Allgemeine Zeitung

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Der Mittelrhein-Minister

Bundesverkehrsminister sind so etwas wie die B-Promis der Bundesregierung. Man kennt ihre Namen (was man nicht immer von allen Kabinettsmitgliedern behaupten kann), trotzdem machen klassische Ressorts wie Auswärtiges, Inneres oder Verteidigung mehr her. Nicht so im Oberen Mittelrheintal. Hier ist der Bundesverkehrsminister der wichtigste Minister von allen und fast noch wichtiger als der Bundeskanzler. Das liegt daran, dass der Verkehrsminister vom fernen Berlin aus 3 wesentliche Infrastrukturen im Tal kontrolliert: Die Bahn, die Bundesstraßen und die Bundeswasserstraße, also den Rhein selbst. In den vergangenen 12 Jahren war das Amt in den Händen der CSU. Die Minister Ramsauer (2009-2013), Dobrindt (2013-2017) und Scheuer (2018-2021) bemühten sich redlich. Vor allem, wenn es um Bayern ging. In der neuen Bundesregierung könnten sich die Prioritäten ändern. Wie es aussieht, kommt ein Minister ans Ruder, der die Probleme im Tal sehr gut kennt: FDP-Mann Volker Wissing war bis zum Frühjahr rheinland-pfälzischer Minister für Wirtschaft, Verkehr und Landwirtschaft. Er hat den Bau der Mittelrheinbrücke gefordert, Lärmschutz zur „Chefsache“ erklärt und für die Rheinvertiefung geworben.

Volker Wissing soll Verkehrsminister werden. Foto: FDP

Volker Wissing soll Verkehrsminister werden. Foto: FDP

Mit dem Minister wechseln auch die Parlamentarischen Staatssekretäre. Das bedeutet das Aus für den umstrittenen Staatssekretär und „Beauftragten der Bundesregierung für den Schienenverkehr“ Enak Ferlemann. Der CDU-Mann brachte Anfang 2019 das halbe Mittelrheintal in Rage, weil er eine Ersatztrasse für Güterzüge für unnötig erklärte. Der Verkehr müsse sich erst verzehnfachen, damit sich das Projekt lohne, erklärte er zum Entsetzen der Anwohner. Bei der Bundestagswahl im September verlor Ferlemann seinen niedersächsischen Wahlkreis, er rettete sich über die Landesliste zurück ins Parlament.  Frankfurter Rundschau (Wissing), Mittelrheingold (Ferlemann, Februar 2019)

Zwischen Technik und Trauer

Am Rand des Welterbe-Gebiets gibt es einen Marktführer, den man trotz seines jovialen Chefs lieber spät als früh kennenlernen möchte. Das private „Rhein-Taunus-Krematorium“ in Dachsenhausen (VG Loreley) ist das größte in Deutschland. Der SWR war vor Ort und zeigt einen Betrieb – O-Ton – „zwischen Technik und Trauer“. Gründer Karl-Heinz Könsgen – Typ rheinischer Handwerksmeister – kennt bei dem heiklen Thema weder Berührungsängste noch falschen Pathos. Er bietet Tage der offenen Tür an und erklärt auf dem benachbarten Friedhof, wo er selbst einmal beerdigt werden will: Natürlich mit Blick auf seinen Betrieb. SWR (Video)

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