Rhein-Hunsrück-Landrat Marlon Bröhr hat die Landesregierung schon öfters genervt, aber diesmal scheint Innenminister Roger Lewentz im Dreieck zu springen. Er sei „regelrecht entsetzt“ zitiert ihn die „Rhein-Zeitung“. Grund dafür ist Bröhrs Vorstoß, den Standort der Mittelrheinbrücke neu zu überdenken. Statt sich auf St. Goar fixieren, müsse man die gesamte Region im Blick haben und eine Querung bei Bingen prüfen, findet der Landrat. Weil das Raumordnungsverfahren ohnehin bei Null beginne, sei jetzt die beste Gelegenheit für „neues Denken“. Bröhrs Argumente ergeben durchaus Sinn. Eine Brücke bei Bingen wäre leichter an das Straßennetz angebunden und könnte den Berufsverkehr ins Rhein-Main-Gebiet besser entlasten. Allerdings gäbe es Probleme mit dem Naturschutzgebiet Rheinauen. Lewentz hält die Binger Lösung für zu kompliziert, weil mit Hessen ein zweites Bundesland ins Spiel käme. Außerdem laufe dort ohnehin schon eine Brückendiskussion. Sie war vom Binger PR-Strategen Hasso Mansfeld angezettelt worden. Hardcore-Brückenfans wollen ohnehin 2 Brücken. Rhein-Zeitung, Mittelreingold (7 Fragen an Marlon Bröhr, Dezember 2018)

Rheinfels-Fan: Marlon Bröhr hoch über St. Goar.

Marlon Bröhr hoch über St. Goar. Foto: Privat.

In eigener Sache: Jetzt gibt’s den Mittelrhein-Messenger

Die kleinste Tageszeitung am Mittelrhein gibt’s jetzt auch direkt aufs Handy. 1 x täglich wahlweise per Whatsapp, Facebook Messenger, Insta oder Telegram. Anmelden ist leicht, abmelden geht immer. Hier steht, wie’s geht

Manubach wirft nichts weg

Im Zeitalter der Wegwerf-Elektronik ist ein „Repair Café“ eine wunderbare Einrichtung. Dort treffen sich Menschen in lockerer Runde mit ehrenamtlichen Experten und lassen ihre alten Fernseher, Radiowecker oder Plattenspieler wieder richten. Gerade fand das erste Repair Café in Manubach statt. „AZ“-Mann Jochen Werner war dabei. Allgemeine Zeitung

Eine Baustellen-Saison in Rüdesheim

Rüdesheim und die ganze rechte Rheinseite müssen sich auf eine Großbaustelle in der Saison 2021 gefasst machen. Die Bahn baut eine neue Eisenbahnbrücke über der Geisenheimer Straße ein. Laut „Wiesbadener Kurier“ wird dafür die B42 für rund 10 (!) Wochen gesperrt und der Bahnverkehr  vom 16. bis zum 29. August komplett unterbrochen. Wiesbadener Kurier

Ottes schlägt Alarm

Apropos Baustelle und Rüdesheim: Für ein weit größeres Projekt würde man in der Stadt lieber heute als morgen die Bagger kommen lassen. Der vorsintflutliche Bahnübergang mit Ampel am Rüdesheimer Bahnhof kann laut Landesbetrieb Hessen Mobil aber erst nach der Buga 2029 angegangen werden. Dagegen regt sich Widerstand. Der hessische Weltererbedezernent Karl Ottes will Abgeordnete alarmieren und auf Ministerpräsident Volker Bouffier einwirken. (Falls Sie nicht wissen, was ein „Welterbedezernent“ ist, geht es Ihnen wie mir früher. Ein Dezernent ist auf hessischer Seite mit einem Kreisbeigeordneten in Rheinland-Pfalz vergleichbar: er unterstützt und vertritt den Landrat. Ottes ist im Rheingau-Taunus-Kreis u. a. für Welterbe-Angelegenheiten zuständig)

Ein Blick auf die nächste Buga

Die nächste Bundesgartenschau findet 2021 in Heilbronn statt. Dass es auch dort um mehr als nur um Blumenbeete geht, zeigt ein Film auf dem Buga-Blog für den Mittelrhein. Einer der Schlüsselsätze im Video: „Die Bundesgartenschau dient auch dazu, Identität zu schaffen.“ buga2029.blog

Neues Wohnquartier: So profitiert Heilbronn von seiner Bundesgartenschau

Disclaimer: Die Buga 2029 und Mittlerheingold sind Partner

Zahl des Tages

2.960 Euro kostet ein 6-Gang-Menü für 2 Personen auf der so genannten „Vogelswiese“ hoch über Bacharach.  Starkoch Johann Lafer vermarktet das Luxus-Picknick inklusive Hubschrauberflug immer noch auf seiner Internetseite, obwohl er in der „Süddeutschen Zeitung“ gerade die Rückkehr zum einfachen Leben angekündigt hat. („Ich will volkstümlicher werden“). sueddeutsche.de, lafer.de (Heli-Picknick)

Mittelrheiner des Tages: Jean-Marc Petit

Der deutsch-französische Teilzeit-Bacharacher mit Wohnsitz in Basel hat für eine Neuauflage des Kinderbuchs „Der kleine Pechvogel“ von Karl Stassen gesorgt. Petits Vater Georges, ein französischer Besatzungssoldat, hatte Stassen bei der Veröffentlichung 1948 unterstützt und blieb dem Mittelrhein lebenslang verbunden: Er heiratete eine Bacharacherin aus dem Haus Sickingen. Die gemeinsamen Söhne Jean-Marc, Christian und Jean-Pierre erhalten das historische Gebäude bis heute. Das Buch „Der kleine Pechvogel“ gibt es übrigens im Laden von Hardy Jauch am Marktplatz.  Rhein-Zeitung

Termin des Tages

Lahnstein – „Schwanensee“ in der Stadthalle – 17. Januar, 18 Uhr. lahnstein.de

Foto des Tages

1 Woche Mittelrhein: Die besten Termine

Konzerte, Wanderungen, Weinproben, Ausstellungen: Im Terminkalender von Mittelrheingold stehen ausgewählte Veranstaltungen im Welterbe-Tal. Ich freue mich über Tipps an post@mittelrheingold.de oder im Messenger von Mittelrheingold auf Facebook.  Hier geht es zur Terminliste „1 Woche Mittelrhein“.