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B wie Bester Geheimtipp

Bacharach fotografiert von Andreas Pacek, fototour-deutschland.de/Romantischer Rhein Tourismus GmbH (CC BY 4.0 https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/

Mit Internet-Rankings ist es wie mit manchen Weinen oder Würsten, man weiß nicht genau, wie sie zustandekommen. Freuen wir uns trotzdem, wenn die „Bild“-Zeitung ein Reiseziel im Oberen Mittelrheintal als besten touristischen Geheimtipp Deutschlands feiert: Bacharach. Die Stadt gelte als „ruhigere Alternative zu bekannten Besuchermagneten wie Rothenburg ob der Tauber oder Füssen“, meldet „Bild“ unter Berufung auf eine Studie der Ferienhaus-Plattform Home to go. Demnach liegt Bacharach europaweit auf Platz 4 – hinter dem bulgarischen Küstenort Sozopol (nicht zu verwechseln mit der SPD-Hochburg Kamp-Bornhofen), dem walisischen Beddgelert und der Gemeinde Vogüé im südfranzösischen Departement Ardèche . Im Ranking selbst heißt es: „Mit ihren Fachwerkhäusern, weinbergbedeckten Hügeln und dem weitläufigen Blick über den Rhein ist diese deutsche Stadt die perfekte Kulisse für romantische Auszeiten.“ Bild, Home to go („Geheimtipp“-Index)
Foto: Andreas Pacek, fototour-deutschland.de/Romantischer Rhein Tourismus GmbH / CC BY 4.0

Massentourismus auf dem Trockenen

Rüdesheim hätte eine Menge falsch gemacht, wenn es als „bester Geheimtipp“ gehandelt würde. Die mittelrheinische Tourismushochburg Nr. 1 lebt traditionell von vollgepackten Lokalen und Rummel in den Gassen – auch wenn sie weit mehr zu bieten hat. Das extreme Niedrigwasser hat Rüdesheim umso härter getroffen. Weil die Hotel- und Ausflugsschiffahrt praktisch zum Erliegen gekommen ist, fehlen überall in der Stadt Gäste und Umsatz. „So was habe ich noch nicht erlebt“, zitiert die „FAZ“ eine Kellnerin aus der Drosselgasse. Eine Einzelhändlerin rechnet dem „FAZ“-Reporter ihren Tagesumsatz vor: „Knapp 50 Euro“. Rüdesheims Bürgermeister Dirk Stuckert will seine Stadt unabhängiger vom klassischen Massentourismus machen: „Wir können den Pegel des Rheins nicht beeinflussen, also müssen wir unseren Tourismus diverser aufstellen.“ Frankfurter Allgemeine Zeitung (€)

Wer will den Binger Burgberg pachten?

Mit der Burg Klopp gehört der Stadt Bingen nicht nur ein besonderes Rathaus. Sie besitzt gleich unterhalb der Burg auch die einzige Grauschiefer-Steillage in Rheinhessen. Leider endete die letzte Verpachtung des Burgbergs mit einem Fiasko. Das Ingelheimer Bio-Weingut Huf – ausgerüstet für sanfte Rebhügel – schätzte den ungewohnten Aufwand im Hang falsch ein und verhob sich finanziell. Man habe einen „sechsstelligen Betrag in Bingen versenkt“, zitiert die „AZ“ den heutigen und vermutlich auch letzten Weingutschef Rüdiger Huf. Der Betrieb ist mittlerweile insolvent. Das Binger Burgberg-Projekt sei dabei “ ein großer Faktor“ gewesen, heißt es. Die Stadt sucht jetzt nach einem neuen Weinbau-Partner, möglichst mit Steillagenerfahrung. Allgemeine Zeitung (€), Weingut Huf

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