Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

Schlagwort: Waldalgesheim Seite 2 von 4

Arbeiten auf dem Land und der Plan für Bad Boppard

„Dorfbüro“ klingt nicht besonders hip, aber die Idee könnte Wohnen und Arbeiten im Welterbe-Tal deutlich attraktiver machen. Es geht um professionell ausgestattete Arbeitsplätze für Menschen, die ansonsten pendeln oder isoliert im eigenen „Home Office“ sitzen würden. Man kann ein Dorfbüro je nach Bedarf und Absprache mit seinem Arbeitgeber durchgehend oder tageweise nutzen. Das Konzept der „Coworking Spaces“ hat sich zuerst in Großstädten durchgesetzt. Jetzt fördert das Land Rheinland-Pfalz Projekte auf dem Land. Am Rand des Welterbe-Gebietes hat gerade ein Gemeinderat Interesse angemeldet: Laut „AZ“ wollen die Grünen in Waldalgesheim ein „Dorfbüro“ für Arbeitnehmer und Selbständige prüfen lassen. Allgemeine Zeitung (Waldalgesheim), dorfbueros-rlp.de (Konzept und Fördermöglichkeiten des Landes)

Blick auf Kamp-Bornhofen. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Dominik Ketz

„Dorfbüros“ könnten überall entstehen, wo es Internet gibt. Foto: Dominik Ketz,

Ein Plan für Bad Boppard

Für manche Bopparder wirkte es wie ein Aprilscherz, aber SPD-Stadtrat Niko Neuser meint es mit dem Prädikat „Bad Boppard“ ernst und verweist in einer Pressemitteilung auf das Beispiel Sobernheim. Dort habe die Erhebung zum Bad „die Tourismuszahlen innerhalb weniger Jahre erheblich vergrößert“. Boppard verfüge über Thermalquellen und mit dem Park am Marienberg sogar über einen potenziellen Kurpark. Es gebe in der Stadt auch schon einen Arzt mit Badezulassung. Das „Bad“-Projekt könnte auch die Sanierung der Bopparder Schwimmbäder beschleunigen. Für das Freibad macht das Innenminsterium laut Neuser jetzt fast 900.000 Euro locker. Pressemitteilung der SPD Boppard

Die Koblenzer (Kultur-)Brauerei

Die Pläne des neuen „Koblenzer Brauerei“-Investors Christian Seitz sind noch nicht offiziell und schon gar nicht genehmigt, aber laut „RZ“ wird hinter den kommunalen Kulissen schon intensiv verhandelt. Wenn alles gut geht, bleiben nicht nur alle 58 Arbeitsplätze erhalten; es entsteht „an der Königsbach“ in Koblenz-Stolzenfels auch eine Art „Kulturbrauerei“ mit Platz zum Arbeiten und zum Wohnen. Mit im Boot ist angeblich eines der bekanntesten Architektur-Büros der Republik: AS&P, gegründet von Albert Speer junior. Rhein-Zeitung, Mittelrheingold (Hintergrund)

Entwarnung in Lahnstein

Im vergangenen Herbst sorgte ein vermeintlich neutraler Umweltexperte in der „Rhein-Lahn-Zeitung“ für Aufsehen. Er vermutete Umweltgifte im Beton der Lahnsteiner Schillerschule und bot sich als Gutachter an. Vorherige Messungen des Landesamtes für Umwelt hatten zwar nichts ergeben, aber sicherheitshalber ließ die Stadt eine weitere behördliche Analyse vornehmen und in „3 nicht gelüfteten Klassenräumen und zusätzlich auf dem Pausenhof“ nach Schadstoffen suchen. Die Untersuchung blieb erneut ohne Befund. Pressemitteilung der Stadt Lahnstein, Mittelrheingold (Hintergrund)

Mittelrheiner des Tages: Bernd Trautmann

Der Soldat aus Bremen, der 1945 als Kriegsgefangener nach Großbritannien kam, wurde einer der großen Torwart-Legenden im englischen Profi-Fußball. Für seinen Club Manchester City spielte „Traut the Kraut“ einmal sogar mit (an)gebrochenen Genick. Nur wenige wissen, dass er nach seiner Profi-Karriere zeitweilig in Rüdesheim lebte, der Heimat seiner damaligen Frau Marlies. Der „Wiesbadener Kurier“ erinnert daran. Trautmanns Geschichte ist gerade verfilmt worden. Der deutsch-englische Fußballstar starb 2013 mit fast 90 Jahren in seiner letzten Wahlheimat Spanien. Wiesbadener Kurier

Zahl des Tages

195,2 Millionen Euro hat Sebapharma mit Stammsitz in Bad Salzig im abgelaufenen Geschäftsjahr erwirtschaft; ein Plus von 2,3 Prozent. Der „Sebamed“-Hersteller hat gerade eine Tochtergesellschaft in China gegründet und will auf dem asiatischen Markt eine neue Pflegeserie namens „Anti Pollution“ einführen. Sie richtet sich an Menschen, die in Metropolen mit besonders hoher Luftverschmutzung leben. Pressemitteilung per Mail

Heute vor einem Jahr …

… stand der Name des neuen Tourismus- und Marketingchefs von Bingen fest: Georg Sahnen. Der frühere Pressesprecher der Lufthansa nahm Anfang April seine Arbeit in Bingen auf. Mittelrheingold von 22. März 2018

Termine des Tages

Oberwesel – „Mythos deutscher Rhein“ / Führung durch das Stadtmuseum – 22. März, 17 Uhr. oberwesel.de

St. Goar – „Frühlingserwachen auf Rheinfels“ / Küchenparty mit Gastköchen und – Winzern – 22. März, 19 Uhr. mittelrheinmomente.de

Bacharach-Steeg – Comedyabend mit Gerd Kannegieser – 22. März, 19 Uhr. VG Rhein-Nahe

Bingen – „Hostiles / Feinde“ im Programmkino KiKuBi – 22. März, 19 Uhr 30. bingen.de

Foto des Tages

Mittelrheingold auf dem Smartphone

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Kopfgeld für Manubach und ein Preis für die Turner-Route

Das kleine Manubach ist ein Geheimtipp im Welterbe-Tal. Es gibt Weinberge, Obstwiesen, Wanderwege, viel Fachwerk und noch mehr Ruhe. Bahnlärm ist hier kein Thema. Trotzdem fehlt es an Manubachern. Seit der Kaiserzeit hat sich die Einwohnerzahl halbiert. Damals hatte der Ort sogar noch einen eigenen Pfarrer. Heute leben nur noch rund 300 Menschen im kleinsten der so genannten „Viertälerorte“ (die anderen 3 sind Bacharach, Steeg und Oberdiebach). Manubach sorgte vor einigen Jahren mit einer Prämie für Aufsehen: Junge Familien, die im Ort ein Haus bauen oder kaufen, bekommen über 5 Jahre hinweg insgesamt 5000 Euro ausgezahlt. Ganz aufgegangen ist der Plan nicht. Laut „AZ“ haben 7 Familien mitgemacht. Eine davon hat sich zwischenzeitlich getrennt, den Ort verlassen und den Zuschuss erstattet. Die meisten Antragsteller waren Einheimische. Nur 3 Zugezogene können als Neubürger verbucht werden. Trotzdem lässt Manubach nicht locker. Die Prämie soll es laut Gemeinderatsbeschluss weiterhin geben. Allgemeine Zeitung, Wikipedia (über Manubach), manubach.welterbe-mittelrhein.de (offizielle Website)

Manubach im Sommer 2018. Foto: Frank Zimmer

Manubach im Sommer 2018. Foto: Frank Zimmer

Ein Preis für die Turner-Route

Mit der „William-Turner-Route“ ist dem Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal ein großer Wurf gelungen. Die interaktive Zeitreise auf den Spuren des britischen Maler-Stars (1775-1851) ist zum zweiten Mal mit dem renommierten „German Design Award“ ausgezeichnet worden.  Andreas Strack von der zuständigen Design-Agentur Schumacher  und Projektmanager Maximilian Siech vom Zweckverband nahmen den Preis entgegen. Die „William-Turner-Route“ rekonstruiert Turners Aussichtspunkte des Jahres 1817 an Ort und Stelle und liefert zusätzliche Informationen aufs Smartphone. german-design-award.com, welterbe-oberes-mittelrheintal.de

Der Bopparder Maximilian Siech (r.) ist Projektmanager beim Zweckverband.

Der Bopparder Maximilian Siech (r.) ist Projektmanager beim Zweckverband.

Es wird romantisch

Apropos Kunst und Zweckverband Welterbe: Die Organisation mit Sitz in St. Goarshausen startet das Kulturprojekt „Auf den Spuren der Rheinromantik“ und lädt Künstler aus der Region zur Auftaktveranstaltung ins Kulturhaus Oberwesel ein (12. März, 18 Uhr 30). Geplant sind Workshops, Ausstellungen und die  – O-Ton – „Erarbeitung von Romantikprofilen, die auf Ortsebene die Besonderheiten der Rheinromantik aufzeigen.“ Die Aktion wird vom Bundeslandwirtschaftsministerium gefördert. Anmeldungen an n.melchior@zv-welterbe.de oder unter der Telefonnummer 06771-599 546. welterbe-oberes-mittelrheintal.de

Ein Labor für Bingen

Nicht ganz so romantisch, aber wegweisend für die Zukunft ist ein neues Angebot der Technischen Hochschule Bingen: Das MINT-Labor. MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, also für alles, was Wachstum und Wohlstand garantiert. Im neuen MINT-Labor können ganze Schulklassen experimentieren. Die Jugendlichen aus Bingen und Umgebung sollen dort für technische Berufe begeistert werden. Der wirtschaftsstarke Kreis Mainz-Bingen unterstützt das Projekt. Allgemeine Zeitung, th-bingen.de

Mittelrheinerin des Tages: Katja Schupp

Die Professorin mit Wohnsitz Waldalgesheim lehrt Journalismus an der Universität Mainz, betreibt eine Filmproduktionsfirma und ist fünffache Mutter. Um alles unter einen Hut zu bekommen, steht sie häufig schon um 3 oder 4 Uhr auf. Die „AZ“ hat sie porträtiert. Allgemeine Zeitung

Zahl des Tages

128 potenzielle Nachwuchs-Wissenschaftler erwartet die TH Bingen am Freitag zum Regionalwettbewerb  „Jugend forscht / Schüler experimentieren“. Bundesweit machen über 12.000 Jugendliche mit. Allgemeine Zeitung

Rückblick: Ein deutsch-türkisches Weingut

Ein multikulturelles Lorcher Winzer-Ehepaar war heute vor einem Jahr Thema bei Mittelrheingold. In der Ausgabe vom 14. Februar 2018 ging es um die TV-Doku „Rheingauer Wein auf neuen Wegen“. Dort wurden u. a. Joachim Neher und seine Frau Saynur Sonkaya-Neher vom Weingut Mohr vorgestellt. Mittelrheingold am 14.2.2018

Termine des Tages

Anzeige **** TIPP DER WOCHE **** Boppard – Valentinstag: Menüs für Verliebte im Restaurant Le Chopin / Bellevue Rheinhotel – 14. Februar, ab 14 Uhr. bellevue-boppard.de

Bingen – „Harry und Sally“ im Programmkino Kikubi – 14. Februar, 20 Uhr 15. bingen.de

Foto des Tages

Best of Mittelrhein: Die Termine

Konzerte, Wanderungen, Weinproben, Ausstellungen: Im Terminkalender von Mittelrheingold stehen ausgewählte Veranstaltungen im Welterbe-Tal. Ich freue mich über Tipps an post@mittelrheingold.de oder im Messenger von Mittelrheingold auf Facebook.  Hier geht es zur Terminliste „1 Woche Mittelrhein“.

Rechenspiele in Lorch und volle Kassen in Oberwesel

Es kommt nicht oft vor, dass ein Bürgermeister kein Gehalt mehr möchte, aber in Lorch ist es soweit: Amtsinhaber Jürgen Helbing ist gerade wieder von der CDU nominiert worden und zieht mit der Forderung in den Wahlkampf, den hauptamtlichen Bürgermeisterposten abzuschaffen. Helbing kann es sich leisten, er ist 67 Jahre alt und hat Pensionsansprüche. Laut „Wiesbadener Kurier“ kündigt der Bürgermeister eine Erhöhung der Grundsteuer an, wenn im Mai ein anderer Bewerber zum Zug kommen sollte. Dann müsste die Stadt nämlich nicht nur dessen Gehalt zahlen, sondern auch Helbings eigene Pension. Außer Helbing hat bisher nur der Lorcher Ivo Reßler seine Kandidatur angemeldet. Reßler arbeitet als IT-Experte in der Privatwirtschaft und würde seine Bewerbung überdenken, wenn die Stadtverordnetenversammlung das Gehalt streicht. Wiesbadener Kurier

Ein Stück Rheingau am Mittelrhein: Lorch. Das Foto entstand 2015 vom Bacharacher Ufer aus.

Volle Kassen in Oberwesel

Für die beiden Oberweseler Bürgermeister Thomas Bungert (Verbandsgemeinde St- Goar-Oberwesel, hauptamtlich) und Jürgen Port (Stadt, ehrenamtlich) war es der letzte amtliche Neujahrsempfang,  trotzdem konnte die Stimmung nicht besser sein. Die Stadt zählte zum Jahreswechsel 1,6 Millionen Euro in der Kasse, Oberwesels Gewerbersteuereinnahmen haben sich in den vergangenen 10 Jahren fast verdoppelt, und die Landesregierung will bis zur Buga Millionen für die Stadtsanierung und die Rheinufergestaltung spendieren.  Nächstes Jahr wird schon der Bürgermeister der neuen VG „Hunsrück-Mittelrhein“ zum Neujahrsempfang kommen. Bungert tritt nicht an und Port macht schon nach den Kommunalwahlen im Mai Schluss. Rhein-Zeitung

Bingen sucht Fahrlehrer

Auch auf dem Land ist das eigene Auto nicht mehr das Ziel aller Träume. „Die große Bedeutung wie zu meiner Jugendzeit hat der Führerschein nicht mehr.“, zitiert die „AZ“ den Binger Fahrlehrer Martin Stassen. Redakteurin Christine Tscherner  hat mit dem Chef der Fahrschule Stassen und seinem Kollegen Wolfgang Ruby von der Fahrschule Simon gesprochen. Demnach ist die Branche verunsichert und hat Mühe, Personal zu finden. 10.000 Euro Ausbildungskosten und die Zukunftsvision von selbstfahrenden Autos machen den Beruf unattraktiv. Das Durchschnittsalter der deutschen Fahrlehrer liegt bei über 55 Jahren. Allgemeine Zeitung

In eigener Sache: Heute vor einem Jahr ….

…. erschien die erste Ausgabe von Mittelrheingold.  In den ersten Tagen lief alles noch eher privat; erst nach einer Woche Testbetrieb wurde der Start des Blogs öffentlich. Die (Test-)Ausgabe Nr. 1 ist trotzdem noch online. Es ging um das Hochwasser, die Mittelrhein-Vertiefung, verschwundene Postpakete in Büdesheim, den Neujahrsempfang in Oberwesel und um den ältesten Studenten von Bingen.  Mittelrheingold (Ausgabe vom 8. Januar 2018)

Mittelrheiner des Tages: Bernhard Naujack

Der Förster von Waldalgesheim betreut nicht nur sein klassisches Revier, sondern auch den Ruhewald. Beides hat sich als Segen für die Gemeindekasse erwiesen. Weil in den vergangenen 20 Jahren immer mehr Laubbäume gepflanzt wurden, ist auch die Borkenkäferplage kaum ein Thema. Allgemeine Zeitung, rheinhessen-nahe-ruheforst.de

Zahl des Tages

Mit  25 Millionen Euro Einnahmen aus der Gewerbesteuer kalkuliert die Stadt Bingen pro Jahr. Erfahrungsgemäß sind die Schätzungen eher konservativ und am  Ende kommt mehr Geld herein. 2019 und 2020 könnte es  allerdings wirklich knapp werden, denn beim Spielautomatenhersteller Löwen Entertainment wird es laut „AZ“ wohl nicht mehr so üppig sprudeln wie in den Vorjahren. Allgemeine Zeitung

Termin des Tages

Boppard – „Bohemian Rhapsody“ / Kino in der Stadthalle – 8. Januar, 20 Uhr. boppard.de

Foto des Tages

 

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Gestriger Abend im Weingut: Jungweinprobe… Als Winzer ist es wichtig, in regelmäßigen Abständen die Weine zu kontrollieren. Dabei kommt es auf Aussehen, Geruch und Geschmack an. Das Spannende daran; die Weine verändern sich ständig. Für mich als Starter ganz schön aufregend! Als dann „mein Baby“ an der Reihe war, hatte ich hohen Puls! Schließlich will ich Euch, meinen Freunden, meiner Familie aber vor allem mir selbst beweisen, dass ich einen Knallerwein geschaffen habe. Und das ist er. Finde ich. #newyear #beexcited #2019 #hochschulegeisenheim #weinweiblich #weilerwein #proud #weingutweiler #rheingau #lorchamrhein #picoftheday #seidgespannt #lovewhatyoudo #winzer #winemaker #winelover #newwine #2018meinjahr

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