Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

Schlagwort: Reichenberg

Rüdesheim hat eine Burg 4.0 und Bingen ein neues Schwätzerchen

Bürger übernehmen die Brömserburg

In Rüdesheim ist die Entscheidung über die Brömserburg gefallen. Das „Bürgerkonsortium Burg 4.0“ übernimmt das städtische Gemäuer aus der Stauferzeit für 50 Jahre in Erbpacht. Laut „Wiesbadener Kurier“ stehen hinter dem „Bürgerkonsortium“ das Ehepaar Vera und Bernhard Jung, das Ehepaar Hashagen, Lydia Malethon und Joachim Piszczan, Henry Rölz sowie Christine und Johannes Meurer. Malethon und Piszczan sind Inhaber der Kommunikationsagentur PR-Profitable in Osterich-Winkel. Sie machen u.a. die Pressearbeit für das das Hotel  „Im Schulhaus“ in Lorch. Was „Burg 4.0“ für die Brömserburg plant, soll am Mittwoch bei einer Pressekonferenz  im benachbarten Weingut Carl Jung (Boosenburg) vorgestellt werden. Wiesbadener Kurier, PR-Profitable (Website der Agentur)

Rüdesheim-Panorama. Foto: Rüdesheim Touristik / Karlheinz Walter.

Rüdesheim-Panorama mit der Brömserburg (vorne rechts).  Foto: Rüdesheim Touristik / Karlheinz Walter.

Plötzlich Prinzessin in Bingen

Vanessa Gundlach ist Bingens neue Weinbotschafterin „Prinzess Schwätzerchen“. Die 20-Jährige überzeugte eine Jury, der u.a. Oberbürgermeister Thomas Feser und die amtierenden Prinzessinnen angehörten. Vanessa absolviert gerade eine Praktikum bei der Binger Weinkellerei Reh Kendermann. Im Herbst nimmt sie ihr Weinbau-Studium in Geisenheim auf. Wie jedes „Prinzess Schwätzerchen“ – der Name geht auf eine Sage zurück – wird sie durch 2 Weinprinzessinnen unterstützt. Bei Vanessa sind es Sarah Wendel-Eckes (29) aus Büdesheim und Vanessa Litzius (20) aus Dietersheim. Vanessa Nr. 2 wurde während der Präsentation per Skype aus San Francisco zugeschaltet, wo sie momentan als Au-pair lebt. Im vergangenen Jahr war es nicht gelungen, geeignete Kandidatinnen zu finden. Das amtierende Trio Elena, Annika und Muriel musste verlängern. bingen.de, Mittelrheingold (Hintergrund)

3 Prinzessinnen: Vanessa Gundlach (M.) ist das neue "Schwätzerchen", Sarah Wendel-Eckes (l.) unterstützt. Und OB Feser (r.) hat Vanessa Litzius per Skype zugeschaltet.

3 Prinzessinnen: Vanessa Gundlach (M.) ist das neue „Schwätzerchen“, Sarah Wendel-Eckes (l.) unterstützt. Und OB Feser (r.) hat US-Prinzessin Vanessa Litzius per Skype zugeschaltet. Foto: Stadt Bingen.

Die Loreleyschüler gehören jetzt zum Unesco-Netzwerk

Die Unesco zeichnet nicht nur Welterbe-Gebiete aus, sondern auch die nächste Generation. Über 275 Schulen in Deutschland tragen den Titel „Unesco Projektschule“. Sie engagieren sich in besonderer Weise für respektvolles Miteinander, Umweltschutz und Nachhaltigkeit. „Zusammenleben lernen in einer pluralistischen Welt in kultureller Vielfalt“, lautet das Ziel. Seit dieser Woche ist auch die Loreleyschule St. Goarshausen dabei. Zu den Besonderheiten der Grund- und Realschule gehört das „Grüne Klassenzimmer“, ein schuleigener Weinberg. Rhein-Zeitung, Unesco Deutschland (Konzept der Projektschule)Loreleyschule (Website der Schule)

Die TH Bingen kämpft um den „Blauen Kompass“

Wer der TH Bingen und ihren Studenten etwas Gutes tun will, könnte das beim Online-Voting für den „Blauen Kompass“ tun. Die Hochschule konkurriert dort mit 14 anderen Institutionen für einen Publikumspreis des Umweltbundesamtes. Die Binger wurden für ihr Projekt „Open Air Labor Dachbegrünung“ nominiert. Die Abstimmung läuft noch bis zum 9. Mai. Allgemeine Zeitung, Umweltbundesamt (Online-Voting)

Rettung für Burg Reichenberg

Die Burg Reichenberg im Hinterland der Loreley ist aus mehren Gründen bemerkenswert: Sie gehörte einmal zu den größten und prächtigsten Burganlagen am Mittelrhein. Trotzdem ist sie kaum bekannt. Und sie ist seit über 100 Jahren eine der gefährdetsten und gefährlichsten Ruinen der Region. Zuletzt stürzte 1994 ein Teil des Nordbaus ein. Seit 2010 gehört die Burg einem Unternehmer aus dem Ruhrgebiet. Er will sie gemeinsam mit der Generaldirektion Kulturelles Erbe erhalten. „RZ“-Redakteurin Michaela Cetto hat sich in Reichenberg umgeschaut und einen sehr lesenswerten Text geschrieben. Rhein-Zeitung, Wikipedia (Geschichte der Burg Reichenberg)

Termine des Tages

Kestert – Rheinsteig Rustikal & Deftig (6-stündige Wanderung) – 28. April ab 9 Uhr. Deutsches Weininstitut

Bacharach – Bacharacher Schoppenstecher-Tour – 28. April, 11 Uhr. Deutsches Weininstitut

Rüdesheim – Wanderung von der Germania nach Assmannshausen und per Schiff nach Rüdesheim – 28 .April 11 Uhr. Deutsches Weininstitut

Bingen – Auftaktveranstaltung zum Römertag im Museum am Strom – 28. April, 10 – 17 Uhr. bingen.de

Koblenz – Poetry-Slam-Workshop mit Philipp Herold – 28. April, 12- 16 Uhr. mittelrhein-museum.de

St. Goar – Wanderung von St. Goar-Fellen ins Gründelbachtal (mit Jürgen Goedert) – 28 .April, 17 Uhr. Deutsches Weininstitut

Foto des Tages

Videos auf Mittelrheingold

Es gibt eine YouTube-Playlist mit ausgewählten Videos über das Welterbe-Tal. Zu finden auf der Video-Seite von Mittelrheingold. Dort laufen auch Mittelrhein-Clips und -Reportagen des SWR aus der ARD-Mediathek. Die Liste wird fortlaufend erweitert. Mittelrhein-Fensehen gibt’s hier

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Bingen sieht rot und in Rheindiebach kommen die Reben zurück

Rotlicht für den Mäuseturm

2018 ist das „Europäisch-chinesische Tourismusjahr“. Laut ZDF erhofft sich die EU-Kommission davon jährlich 10 Prozent mehr Touristen aus China. Zu Ehren der boomenden Volksrepublik und ihrer Auslandsreisenden werden am 2. und 3. März besonders bekannte Gebäude und Denkmäler rot beleuchtet. Im Oberen Mittelrheintal sind die Festung Ehrenbreitstein und der Mäuseturm in Bingen dabei.  Die Bilder vom Binger Wahrzeichen dürften um die Welt gehen: Bei Oberbürgermeister Thomas Feser haben sich 3 chinesische Journalisten angesagt, die nach Hause berichten werden. Bingen.de (Pressemitteilung)

Den Mäuseturm gibt es seit dem 13. Jahrhundert. Foto: Tourist-Info Bingen am Rhein.

Den Mäuseturm gibt es seit dem 13. Jahrhundert. Foto: Tourist-Info Bingen am Rhein.

Rheindiebach: Die Rückkehr der Reben

In den kommenden Wochen beginnt das Steeger Weingut Ratzenberger mit der Rekultivierung und Querterrassierung brachliegender Steillagen an der Ruine Fürstenberg im Oberdiebacher Ortsteil Rheindiebach. Der Gemeinderat unterstützt die Pläne einstimmig. „Bessere Landschaftsgärtner als Winzer gibt es nicht“, zitiert die „AZ“-Bürgermeister Bernhard Laudert. Es geht um eine 0,6 Hektar große Fläche. Jochen Ratzenberger hat in Rheindiebach noch viel mehr vor. Im April 2017 wurde bekannt, dass er in der Lage Oberdiebacher Fürstenberg rund um die gleichnamige Burgruine aus dem 13. Jahrhundert 9,4 Hektar Weinberge übernommen hat. Sie waren teilweise in „desaströsem Zustand“ und drohten wie viele andere Steillagen am Mittelrhein zu verwildern. Allgemeine Zeitung (Ratssitzung in Oberdiebach),  Falstaff.de (Fürstenberg-Deal 2017)

Rüdesheim sucht den Super-Pächter

Noch bis zum 19. März können Gebote für die Brömserburg in Rüdesheim inklusive Weinmuseum abgegeben werden. Die Stadt sucht einen Pächter und würde notfalls auch verkaufen. Wegen eines Verwaltungsfehlers hatte sich die Ausschreibung verzögert. Michael Barth von der „Wählerinitiative Rüdesheim“ spricht sogar von  „grenzenlosem Behördenversagen“. Jetzt macht die Stadtverordnetenversammlung Druck auf Bürgermeister Volker Mosler. Auf der Website der Stadt Rüdesheim stand am Sonntag aber immer noch der ältere Text mit der schon überholten Ausschreibungsfrist bis 28. Februar. (Stand 10. Januar). Wiesbadener Kurier, Exposé der Brömserburg

#broemserburg #exploring #germany

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Der freundliche Fahrraddieb von Reichenberg

Die „RZ“ berichtet über einen kuriosen Diebstahl in Reichenberg bei St. Goarshausen. Aus einer Garage verschwand ein Fahrrad. Einen Tag nachdem Strafanzeige gestellt worden war, stand das Diebesgut wieder vor der Tür – inklusive schriftlicher Entschuldigung und 50 Euro Buße. Rhein-Zeitung

Die alten Pfarreien haben ausgedient

Flurbereinigung auf Katholisch: Der Bischof von Trier hat der Auflösung von fast 900 Pfarreien in seiner Diözese zugestimmt.  Voraussichtlich ab 2020 gibt es im Bistum nur noch 35 so genannte „Großpfarreien“. Für das Obere Mittelrheintal heißt das: Oberwesel wird Mittelpunkt eines XXL-Pfarrbezirks, der von Boppard bis Trechtingshausen reicht. Rhens und Spay kommen zu neuen Großpfarrei Koblenz. Weiler, Waldalgesheim und Bingerbrück werden Kreuznach zugeschlagen. Bingen selbst gehört zum Bistum Mainz, das rechte Rheinufer zu Limburg. Rhein-Zeitung, Bistum Trier (Karte der neuen Pfarrbezirke)

In eigener Sache: Die Mittelrhein-Termine

Auf Mittelrheingold gibt’s jetzt auch Veranstaltungstipps. Heute: 8 Mittelrhein-Termine für  die kommende Woche. Zu Land und zu Wasser. Mit viel Musik, ein bisschen Geschichte, Mutter Natur – und natürlich wird auch gegessen und getrunken. Mittelrheingold.de

Foto des Tages: Der Bopparder Hamm

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