Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

Schlagwort: Niederburg

Welterbe-Weine bei Norma und ein Neustart für die Loreley-Touristik

2014 kaufte Continental-Manager Robert Wurm das Lorcher Weingut Ottes und begann ein neues Leben als Winzer im Welterbe-Tal. Mit seiner Story schafft er es bis in den „Stern“. Nach der Umbenennung in „Weingut Wurm“ hat der gelernte Ingenieur und leidenschaftliche Korea-Liebhaber einen neuen Marketing-Coup gelandet: Ab sofort gibt es seine Weine beim Discounter Norma. Im Online-Shop Netto24 ist ein Probierpaket mit 6 Flaschen für 46 Euro zu haben. Discount-Verächter werden die Nase rümpfen, aber die Aktion macht Lorch bekannt und ist selbst in Promi-Kreisen nicht unüblich. TV-Star und VDP-Winzer Günter Jauch (Weingut von Othegraven) etwa gab schon seinen Namen für eine Wein-Kollektion bei Aldi her. presseportal.de, norma24.de (Probierpaket), weingut-wurm.de, stern.de (über Robert Wurm)

Vom Manager zum Welterbe-Winzer: Robert Wurm. Foto: Weingut Wurm.

Vom Manager zum Welterbe-Winzer: Robert Wurm. Foto: Weingut Wurm.

Ein Neustart für die Loreley-Touristik

Die Tourismus-Vermarktung in der Verbandsgemeinde Loreley soll neu organisiert werden. Laut „RZ“-Redakteur Andreas Jöckel wird über eine eine Art „Loreley GmbH“ nachgedacht, die neben dem klassischen Tourismus-Geschäft auch die Betreuung des Landschaftsparks übernehmen würde. Eine Studie und erste Workshops laufen bereits; dabei sind die Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz unter Rainer Zeimentz und die Kölner Beratungsfirma ift Freizeit- und Tourismusberatung im Boot. Für eine neue „Loreley GmbH“  müsste ein jährliches Gesamtbudget von über 700.000 Euro angesetzt werden. Davon entfielen 250.000 auf den Park. Er wird im kommenden April eröffnet. Rhein-Zeitung, ift-consulting.de

Happy End in Niederheimbach

Michael Schnaas ist der Lieblingsfährmann des SWR. Der Sender holt ihn immer wieder vor die Kamera und hat natürlich auch über seine Zwangs-Pause  während des Niedrigwassers berichtet. Am Donnerstag erschien ein weitere TV-Reportage, diesmal mit glücklichem Ausgang: Schnaas fährt wieder und hat seinen zuvor entlassenen Mitarbeiter Andreas Hönisch wieder einstellen können. SWR (Video)

Eine München-Connection am Mittelrhein

Roswitha Verhülsdonk aus Spay war 22 Jahre lang Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Koblenz und in der Kohl-Ära eine der wichtigsten Sozialpolitikerinnen der CDU. In einem Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ erzählt die heute 91-Jährige wie sie im damaligen politischen Männerbetrieb zurecht kam, an Franz Josef Strauß fast verzweifelte und über eine spezielle Mittelrhein-Connection doch Einfluss auf ihn nehmen konnte: „Zum Beispiel habe ich mehrmals Marianne Strauß angerufen, wenn wir ihrem Mann etwas beibringen wollten, das er nicht einsehen wollte. Ich kannte sie gut, weil ihre Schwester in Bacharach am Rhein Bürgermeisterin war.“  Strauß‘ Schwägerin Brigitte war mit dem Bacharacher Weingutsbesitzer Wilhelm Wasum verheiratet und amtierte in den 80er Jahren als ehrenamtliche Bürgermeisterin. Süddeutsche Zeitung, Wikipedia (über Roswitha Verhülsdonk)

Werbung: Nicht nur Bingen swingt ….

…. sondern auch Maria Ruh: Am 30. August 2019 bei den Maria Ruh Classix. Django Reinhardt präsentiert eigene Kompositionen mit deutschen Texten im Swing-Stil. Der komplette Erlös des Konzertes kommt der Spendenaktion der Lotto-Initiative „Kinderglück“ zugute. Mit der jährlich stattfindenden Spendenaktion unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat Lotto Rheinland-Pfalz bisher schon über 1,5 Millionen Euro für hilfsbedürftige Kinder gesammelt. Zum guten Zweck gibt’s auf Maria Ruh noch Loreleyblick dazu. Mehr Infos und Tickets für den Weihnachtsbaum bei ticket-regional oder im Geschenke-Shop von Schloss Rheinfels:

Django Reinhardt – LOTTO Benefizkonzert

Charity in Kamp-Bornhofen

Apropos guter Zweck: Am 15. Dezember findet der „Charity Day“ in Kamp-Bornhofen statt. Im Hotel Rheingraf von  Uwe Girnstein und Diana Hein öffnet um 10 Uhr der Weihnachtsmarkt mit Weihnachtsbaumverkauf. Der Erlös geht an die Elterninitiative Krebskranker Kinder unter Vorsitz von Helma Kutzner. Ab 19 Uhr steigt eine Glühwein-Party mit Mike Reinhardt und Band. Facebook (Hotel Rheingraf)

Mittelrhein-Zahl des Tages

Über 1200 Arbeitsstunden haben die die Niederburger für die Innenrenovierung ihrer Kirche geleistet. Jetzt ist in St. Stephanus wieder alles in Schuss. Die Geschichte der Pfarrkirche reicht bis ins 12. Jahrhundert zurück. Rhein-Zeitung, regionalgeschichte.net

Termine des Tages

Kaub – Nikolausmarkt  – 7. Dezember, ab 16 Uhr. kaub.welterbe-mittelrhein.de

Lahnstein – Kerzenführung auf Burg Lahneck – 7. Dezember, 17 Uhr. lahnstein.de

Rüdesheim – Käse & Wein Show in der RheinWeinWelt – 7. Dezember, 19 Uhr. rheinweinwelt.de

Bacharach – „Die Kunst ist klein, allein die Lust ist groß“ / Mittelrhein-Momente bei Andreas Stüber mit Weinen von Randolf Kauer – 7. Dezember, 19 Uhr. mittelrheinmomente.de

Festung Ehrenbreitstein – Festungsvarieté  / Dinnershow – 7. Dezember, 19 Uhr 30. tor-zum-welterbe.de

Bacharach – Nikolaus-Rock mit „Almost Awful“ – 7. Dezember, 20 Uhr. VG Rhein-Nahe

Foto des Tages

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Buga-Chef gesucht und Hilchenhaus zu verleihen

Die Buga 2031 ist auf dem Weg. Bei nur 3 Gegenstimmen gab es bei der Versammlung des Zweckverbandes Welterbe Oberes Mittelrheintal am Montag eine überwältigende Mehrheit von 98,4 Prozent für die Bundesgartenschau. Der Rest ist Formsache. Am 16. Mai reist noch einmal eine Delegation der Deutschen Bundesgartenschaugesellschaft (DBG) an den Mittelrhein. Deren Geschäftsführer Jochen Sandner war bei der gestrigen Beschlussfassung in Bingen bereits dabei. Im Sommer soll es dann den offiziellen Zuschlag der DBG geben. Danach wird eine Buga31-GmbH gegründet, die 2022 ihre Arbeit aufnimmt. Bis dahin führt die Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz unter Rainer Zeimentz die Buga-Geschäfte. Sie ist an das Innenministerium von Roger Lewentz angedockt, der als Initiator der Buga-Idee gilt. Lewentz stammt aus Kamp-Bornhofen und war dort viele Jahre lang ehrenamtlicher Bürgermeister. Rhein-Zeitung, Youtube (Video mit Statements einzelner Buga-Entscheider), Buga-Blog (Machbarkeitsstudie mit Plänen für die einzelnen Kommunen)

Stimmen zu Buga-Entscheidung in Bingen

Hilchenhaus zu verleihen

Das Hilchenhaus in Lorch gilt als der bedeutendste Renaissance-Bau im Oberen Mittelrheintal. Nach einer langen und schwierigen Sanierungsgeschichte ist es in der Besitz der Stadt übergegangen, die gerade die Nutzungsgebühren überarbeitet hat. Privatleute aus Lorch zahlen künftig 300 Euro, wenn sie Rittersaal, Galerie und Innenhof buchen. Für Auswärtige sind 400 Euro fällig. Die Nutzung der Teeküche kostet 100 Euro. Wiesbadener Kurier, Wikipedia (Geschichte des Hilchenhauses)

Ein neues Konzept für den „Spitzen Stein“

Der Aussichtsturm am Spitzen Stein zwischen Urbar und Niederburg ist nur noch Kleinholz. Wegen Pilzbefalls musste die 21 Meter hohe Holzkonstruktion abgerissen werden. Offenbar plant die Verbandsgemeinde St. Goar-Oberwesel aber Ersatz. Laut „RZ“ soll am 21. Juni in der Sitzung des Verbandsgemeinderats ein neues Konzept für den „Spitzen Stein“ vorgestellt werden. Mit der einstmals freien Sicht auf den Vorderhunsrück ist das aber so eine Sache: Der Rheintour-Blogger zählte bei seinem Besuch vor einigen Wochen  „in südlicher Richtung … mindestens 70 Windräder.“  Rhein-Zeitung, Rheintour.info

Baden mit Bingen-Blick

„Kaltnaggisch“ ist der traditionelle Spitzname für Bingerbrück, weil der von Bahnhof und B9 geprägte Stadtteil auf den ersten Blick nicht unbedingt zu Perlen der Rheinromantik gehört. Dabei verfügt er mit dem Mäuseturm über eines der Highlights im Tal. Oberhalb von Bingerbrück gibt es ein ökologisches Freibad mit grandiosem Ausblick auf Bingen und den Rheingau: Das Naturerlebnisbad auf der Elisenhöhe. Am 12. Mai wird es wieder geöffnet. Wie immer gibt es am ersten Tag freien Eintritt. bingen.de, kaltnaggisch.net (Website von Hendrika Sonntag über Bingerbrück)

Sammeln für Carl Haag

5000 Euro wollen die Fans des Malers Carl Haag sammeln, um mit einer Büste an den einstigen Star-Künstler zu erinnern. Der gebürtige Bayer mit britischem Pass verbrachte seinen Lebensabend in Oberwesel und starb 1915 in dem nach ihm benannten Turm. Seine Asche wurde später im Garten verstreut – angeblich kippte sein Enkel sie aus dem Fenster. Vergangene Woche präsentierten Haags Biograf Walter Karbach und Winzer Jörg Lanius die schon erwähnte limitierte Sonderedition der „Carl-Haag-Weine“. Sie sind mit Oberwesel-Motiven des Meisters etikettiert worden. Gut ein Drittel des Erlöses fließt in das von Karbach initiierte Büsten-Projekt. Spenden mit dem Vermerk „Gedenkstein für Carl Haag“ können auch direkt auf das Konto der der Internationalen Carl-Haag-Gesellschaft bei der Kreissparkasse Rhein-Hunsrück IBAN DE72560517900002213304, BIC MALADE51SIM überwiesen werden. Wer sich beteiligt, befindet sich in bester Gesellschaft: Laut „RZ“ haben die Sparkasse selbst sowie Haags Geburtsstadt Erlangen schon gespendet. Ein Original von Carl Haag („Der Rote Turm im Flaggenschmuck“) ist im Oberweseler Stadtmuseum zu besichtigen. Berühmt wurde Haag allerdings nicht mit Mittelrhein-Bildern, sondern mit Gemälden aus dem Orient und vom Hof der britischen Königin Victoria in Schottland, darunter „Ein Morgen im Hochland“ oder „Abend in Balmoral.“ Rhein-Zeitung, Weingut Lanius-Knab (Haag-Edition), Mittelrheingold (Hintergrund)

Carl Haag: "Morning in the Highlands", 1853. Das Gemälde zeigt Queen Victoria und ihren Mann Albert mit einigen ihrer Kinder und Dienerschaft beim einem Ausflug im schottischen Hochland. Es gehört noch heute zur Kunstsammlung der britischen Krone. Quelle:Google Art Project.

Carl Haag: „Morning in the Highlands“, 1853. Das Gemälde zeigt die königliche Familie bei einem Ausflug im schottischen Hochland. Es gehört noch heute zur Kunstsammlung der britischen Krone. Quelle: Google Art Project.

Termin des Tages

Bingen –  Das KiKuBi zeigt: Barakah meets Barakah – 24. April, 20 Uhr 15. bingen.de

Foto des Tages

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