Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

Monat: Dezember 2021 Seite 1 von 5

3 gute Nachrichten zum Jahreswechsel

Felssturz, Lockdown, verregneter Sommer und Verkehrsinfarkt: 2021 war nicht nur wegen Corona ein Seuchenjahr. Zum Glück ist es bald vorbei. Bis dahin gibt es noch 3 gute Nachrichten aus dem schönsten Tal der Welt.

Marksburg im Winter

Foto: Henry Tornow

Es gibt Geld für gute Projekte

3 neue Mittelrhein-Projekte stehen auf der Förderliste der EU.  Insgesamt 175.000 Euro aus dem so genannten LEADER-Programm fließen in das Influencer-Programm „Mittelrheinbotschafter“ des Tourismusverbandes Romantischer Rhein, in die Neugestaltung des Aussichtspunkts Kretschhütte bei Goar-Biebernheim und last but not least: in den Koblenzer Glockenberghang. Dort entsteht ein Erlebnispfad mir Blick auf das Kurfürstliche Schloss. Pressemitteilung der Lokalen Aktionsgruppe Welterbe Oberes Mittelrheintal

Kaub und St. Goarshausen werden attraktiv für Rhein-Main-Pendler

Vom 1. Januar an gehören die Bahnhöfe Kaub und St. Gosarshausen zum Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV). Wer zur Arbeit oder zum Einkaufen nach Wiesbaden oder Frankfurt fährt, braucht nur noch eine Fahrkarte für Züge, U-Bahnen oder Straßenbahnen. Der neue RMV-Status auf der rechten Rheinseite geht nicht auf Kosten des Koblenzer VRM-Verbundes, im Gegenteil: Beide Bahnhöfe bleiben auch hier vernetzt und der nördliche Verkehrsverbund reicht jetzt sogar bis Limburg an der Lahn. BEN-Kurier

Mut zur Baulücke

Dias neue Baulücken-Kataster der Stadt Bingen stößt auf großes Interesse. Die Idee ist, lieber den Platz innerhalb der Stadt zu nutzen als immer neue Baugebiete zu erschließen. Laut „AZ“ gab es in den ersten 5 Monaten über 200 Anfragen. Häufig fehlt es aber noch an verkaufswilligen Eigentümern. Allgemeine Zeitung

Mittelrheingold wünscht frohe Weihnachten, entspannte Feiertage und eine glückliches 2022. Im Neuen Jahr geht’s hier im Blog weiter – mit einer weiteren guten Nachricht. 🙂

Weihnachten bei Dachdeckermeister Zimmer in Bacharach, ca. 1905.

Machtwechsel auf der rechten Rheinseite und ein Signal aus Rüdesheim

Einer der wichtigsten Politiker am Mittelrhein hört auf. Frank Puchtler, Landrat des Rhein-Lahn-Kreises und Vorsitzender des Zweckverbandes Welterbe, verzichtet bei Urwahl im März auf eine erneute Kandidatur. Familiäre Gründe hätten den Ausschlag gegeben, heißt es. Puchtlers SPD schickt jetzt Jörg Denninghoff ins Rennen. Der frühere IT-Profi sitzt seit 2014 im rheinland-pfälzischen Landtag. Denninghoff lebt im Taunusdörfchen Allendorf und damit genau wie Puchtler nicht direkt im Welterbegebiet. Wenn er ins Amt kommt, wird er allerdings eine zentrale Rolle für das Tal spielen. Der Landrat des Rhein-Lahnes-Kreises ist für die Stadt Lahnstein und die Verbandsgemeinde Loreley die nächsthöhere Instanz, u. a. beim Denkmalschutz und bei heiklen Bauprojekten wie dem Hotel auf der Loreley.  Außerdem übernimmt er traditionell Aufsichtsfunktionen im Zweckverband Welterbe und bei der Mittelrhein-Weinwerbung.  Denninghoff ist bislang der einzige Bewerber. Gewählt wird am 13. März. Schon 2 Monate vorher fällt die Entscheidung über die Landrätin oder den Landrat des linksrheinischen Rhein-Hunsrück-Kreises. Hier stehen 4 Namen auf dem Wahlzettel. In beiden Kreisen wären die Wahlsieger bis über das Buga-Jahr 2029 hinaus im Amt.  SWR, Rhein-Zeitung (€), Mittelrheingold (7 Fragen an Frank Puchtler, März 2020)

Blick vom Rheinsteig auf die Loreley.

Blick vom Rheinsteig auf die Loreley. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Dominik Ketz

Gude Advent: „Jede Aktion ist besser als Nichtstun“

Der Rüdesheimer Weihnachtsmarkt-Ersatz „Gude Advent“ lief erwartungsgemäß ruhig ab. Für auswärtige Standbetreiber lohnte es sich kaum, Rüdesheimer Gastronomen und Touristiker blieben mit ihren Angeboten weitgehend unter sich. Nicht so bei den Gästen, laut „Wiesbadener Kurier“ waren auch internationale Besucher in der Stadt zu sehen. Die Gewerbetreibenden zeigen sich zufrieden, für sie zählt weniger der Umsatz als das Signal nach außen. „Jede Aktion ist besser als Nichtstun“, zitiert die Zeitung Verena Jung von der Brömserburg. Wiesbadener Kurier (€)

Ein Mann macht Quartier

Alexander Müller ist „Quartiermanager“ der Stadt Bingen. Sein Job: Menschen in der Innenstadt vernetzen, Ansprechpartner für Probleme und Ideen sein und Leerstände bekämpfen. In der „AZ“ ist Müller am Wochenende vorgestellt worden. Der studierte Wirtschaftsgeograf und frühere Werbe-Profi will u. a. eine Immobilienbörse für Ladenlokale etablieren. Allgemeine Zeitung (€), Stadt Bingen (Quartiermanagement auf der städtischen Website)

Verstärkung für die Loreley

Apropos neue Jobs für junge Mittelrheiner: Die Verbandsgemeinde Loreley mit Sitz in St. Goarshausen hat ab sofort einen eigenen Klimaschutzmanager: Der Neue heißt Ingmar Blonzen und ist Absolvent der TH Bingen. Die Stelle ist zunächst für 2 Jahre befristet und wird vom Bund finanziert. Rhein-Zeitung (€)

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„Hier geht es um Essenzielles für Bacharach und den Mittelrhein“

In Bacharach organisiert sich sich Widerstand gegen den Rhein-Umbau. Laut „AZ“ lehnt der Stadtrat die geplanten Eingriffe in die Landschaft ab und sucht den Schulterschluss mit den Nachbargemeinden. Die bundeseigene Wasserstraßenverwaltung will die Fahrrinne um 20 Zentimeter vertiefen und durch neue Längs- und Querwerke in den Strömungsverlauf eingreifen. Dadurch würde u. a. die Bacharacher Insel mit dem Ufer verbunden. In der Stadt befürchtet man bei Niedrigwasser eine Art Wattenmeer zwischen Ufer und Fahrrinne, unabsehbare Folgen für Flora und Fauna und Auswirkungen auf Tourismus und Wassersport. Rhein-Nahe-Verbandsbürgermeister Karl Thorn unterstützt den Stadtrat und will helfen, andere Kommunen zu mobilisieren. Bacharach selbst hat seit der Kommunalwahl 2019 keinen eigenen Bürgermeister. Von der so genannten „Abladeoptimierung“ ist der ganze Flussabschnitt betroffen. Vor Lorch möchte die Bundesbehörde ebenfalls baggern und umbauen lassen. „Hier geht es um Essenzielles für Bacharach und den Mittelrhein“, zitiert die „AZ“ den Bacharacher Stadtrat Norbert Wagner. Auch der Zweckverband Welterbe soll eingeschaltet werden. In Bacharach bezweifelt man den wirtschaftlichen Sinn der Rheinvertiefung. Sie sei für Kohle-, Öl- und Gastransporte alten Stils ausgelegt, nicht für durchdigitalisierte Logistik der Zukunft. Es wird trotzdem nicht einfach sein, sich in Berlin Gehör zu verschaffen. Der neue Bundesverkehrsminister Volker Wissing hat sich schon in seiner Zeit als Minister in Mainz für die Vertiefung eingesetzt. Wenn es nach dem Bund geht, beginnen die Bauarbeiten kurz vor der Buga.  Allgemeine Zeitung (€), Wasserstraßen- und Schiffahrtsverwaltung (Infos über das Projekt)

Rheinufer bei Bacharach. Foto: Frank Zimmer

Bastians Insel bei Bacharach. Foto: Frank Zimmer

Warum ein Bopparder Geschirr zertrümmert

Wenn Marek Gawel im Fernsehen zu sehen ist, geht es seit einiger Zeit nicht mehr automatisch um Boppard oder um seinen Familienbetrieb „Bellevue Rheinhotel“. Gawel protestiert gegen Pandemie-Auflagen, die er und seine Kollegen unfair finden. Diese Woche war er bei einem Dehoga-Happening in Mainz zu sehen. Wirte und Hoteliers zerdepperten dort demonstrativ Geschirr, um auf ihre Lage aufmerksam zu machen. Den zur Rede gestellten Gesundheitsminister Clemens Hoch beeindruckte es wenig, er will die umstrittene 2-Plus-Regel in der Gastronomie frühestens im Januar überdenken. Den rheinland-pfälzischen Wirten bricht das Geschäft weg, weil die Testpflicht für Geimpfte und Genesende viele Gäste abschreckt. Nur Geboosterte dürfen auch so rein. In Hessen dagegen brauchen Geimpfte grundsätzlich keinen Test. SWR (mit Video)

Sägenhaft schönes Mittelrheintal

Falls Sie noch ein Weihnachtsgeschenk für Ihre Partnerin suchen und nicht mehr zum Juwelier kommen: Daisy Liebau-Plath von der VG Rhein-Nahe und der Oberheimbacher Revierförster Joachim Jacobs hätte da eine Alternative. Die beiden bieten einen Motorsägenkurs für Frauen an und sorgen auf Wunsch für den passenden Gutschein. Rhein-Nahe-Aktuell

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