Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

Monat: Februar 2020 Seite 1 von 2

„Ich wünsche mir ein Festival, das nicht mehr wegzudenken ist“

1.500  Besucher kamen im vergangenen Jahr zum „Festival an den Ufern der Poesie“ in Bacharach und seinen Nachbarorten, 700 weitere flanierten zum Finale durch Bacharach und genossen die karnevaleske „Bacchanale“, eine noch nicht dagewesene Mischung aus Straßenfest,  Sommer-Karneval und Freilufttheater. Das Theater- und Literaturfestival endete heiter, aber sein Ursprung ist ernst: Im Mittelpunkt steht Heinrich Heines Geschichte vom „Rabbi von Bacherach“ (so schrieb er den Namen der Stadt tatsächlich). Das Festival setzt Maßstäbe für den Mittelrhein. Es inszeniert einzigartige Literatur am richtigen historischen Ort und holt mit dem Theater Willy Praml Frankfurter Großstadtflair ins Tal.

Peter Keber ist der Mann, der das alles möglich macht. Der Rechtsanwalt und langjährige Landesbank-Jurist kam 1965 seiner Bacharacher Frau zuliebe in die Stadt. Heute würde ihn niemand mehr weglassen. Wenn der Stadtrat beschließen würde, eine Ehrenbürgerschaft zu verleihen, könnte sie nur an Keber gehen. Sein ehrenamtlicher Einsatz hat die Wernerkapelle vor dem Verfall gerettet, er kennt die antisemitische Geschichte des Bauwerks und begreift die historische Aufgabe, zu erinnern und zu versöhnen. Auf Keber geht der Kontakt zu den Frankfurter Theatermachern zurück, und ohne ihn würde das Festival nicht geben.  Jetzt kämpft er weiter. Das Ziel ist, „An den Ufern der Poesie“ nachhaltig sichern. Dazu braucht es mehr Geld als bisher. Für das nächste Jahr werden 150.000 Euro gebraucht. Bisher trugt sich alles mehr recht als schlecht durch Eintrittsgelder und Zuschüsse des „Kultursommers Rheinland-Pfalz“, Investitionen in Marketing und Medienarbeit blieben auf der Strecke. Das soll sich ändern. Keber hat Ministerpräsidentin Malu Dreyer angeschrieben und denkt schon wieder voraus: Das zweijährlich stattfindende Festival würde 2029 in das Buga-Jahr fallen.

Peter Keber engagiert sich seit über 40 Jahren für die Wernerkapelle. Foto: Jochen Werner.

Peter Keber engagiert sich seit über 40 Jahren für Bacharach. Foto: Jochen Werner.

Peter, du setzt dich seit Jahrzehnten für Bacharach, für die Wernerkapelle und für die Erinnerung an die jüdische Kultur in der Stadt ein. Wie kam es dazu?

Auslöser waren tiefgehende Risse in der Hauptarkade zwischen Süd- und Ostchor. Aufgrund der hochsensiblen Statik eines hochgotischen  Bauwerks und aufgrund des Fehlens der Nordkonche drohte das Wahrzeichen der Stadt Bacharach einzustürzen. Schon 1979/1980 war mir klar, dass wir uns nicht nur für die Restaurierung der Kapelle sondern auch mit der Widerlegung der Ritualmordgeschichte einsetzen müssen.

Jetzt kämpfst du für das Festival „An den Ufern der Posie“. Was ist dein Ziel?

Nach Abschluss der fast 20 jährigen Restaurierungsarbeit und den daran anschließenden jüdisch-christlichen Abschlussgottesdienst am Ort Jahrhunderte währendem Antijudaismus war klar, dass wir uns fortan für die Verständigung zwischen Juden und Christen, ja zwischen den Religionen in der Wernerkapelle einsetzen müssen. So kam das Festival mit der Aufführung des „Rabbi von Bacherach“ von Heinrich Heine  durch das Theaterensemble Willy Praml auch in die Wernerkapelle. Ziel ist es, dieses Festival in Form einer Biennale immer wieder mit dem „Rabbi von Bacherach“  als „Ankeraufführung“ durchzuführen , um so die Verständigungsarbeit wach zu halten – es ist derzeit aktueller und notwendiger denn je!

Im vergangenen Jahr ist das Festival weit über Bacharach hinausgewachsen. Wie ist die Unterstützung in der Nachbarschaft?

Das Hinauswachsen in die Nachbarstädte war fürs Erste ein guter Erfolg – es muss aber noch mehr gefestigt werden.

Du hast Ministerpräsidentin Malu Dreyer um Hilfe gebeten. Welche Möglichkeiten gibt es noch, und wie lassen sich weitere Unterstützer mobilisieren?

Neben der großartigen Unterstützung durch den Kultursommer Rheinland-Pfalz sollten auch noch mehr private Sponsoren, insbesondere die heimische Wirtschaft,  gewonnen werden. Dies gelingt aber nur durch intensive Überzeugungsarbeit.

2029 ist die Buga im Mittelrheintal. Was ist dein größter Wunsch für die Bundesgartenschau?

Ich wünsche mir, dass im Jahr der Buga das Festival “ An den Ufern der Poesie“ fest etabliert und nicht mehr weg zu denken ist. Der Rhythmus der Biennale zielt ab 2021 genau in das Jahr der Buga 2029.

Hohenzollern-Deal in St. Goar

Der Prinz kütt: Im dritten Anlauf hat der Stadtrat von St. Goar den umstrittenen Rheinfels-Vergleich mit Georg Friedrich von Preußen beschlossen. Die Abstimmung ging mit 12 zu 7 Stimmen für  SPD-Bürgermeister Falko Hönisch aus. Er hatte den Deal angeregt, der einer Stiftung des Hauses Hohenzollern über 70 Jahre lang Anteile am Eintrittsgeld für Burg Rheinfels überträgt. Im Gegenzug verzichtet der Prinz auf seine wackligen Ansprüche auf Burg und Schlosshotel. Die CDU hatte sich vehement dagegen gewehrt. Sie sieht keinen Grund, der früheren Kaisersippe entgegenzukommen und sie an städtischen Einnahmen zu beteiligen. Experten des Landes Rheinland-Pfalz und der frühere Verbandsbürgermeister Thomas Bungert halten die Ansprüche der Hohenzollern ebenfalls für unbegründet. Sie hätten es auf eine weitere Runde im Prozess ankommen lassen, nachdem der Prinz in erster Instanz krachend gescheitert war. Mitteilung aus St. Goar, Rhein-Zeitung (Hintergrund)

Der Bürgermeister kommt zurück

Ende vergangenen Jahres zog Matthias Pflugradt die Notbremse. Der Stadtbürgermeister von St. Goarshausen konnte nicht mehr, machte seine Depression öffentlich und nahm sich eine Auszeit. Jetzt will er’s wieder wissen. in den kommenden Wochen nimmt Pflugradt seine Amtsgeschäfte wieder auf.  Mitteilung aus St. Goarshausen

Schwätzerchen gesucht

2018 musste die Stadt Bingen beinahe darum betteln, dass jemand die Rolle der Weinbotschafterin „Prinzess Schwätzerchen“ übernahm. Am Ende erbarmte sich Winzertochter Vanessa Gundlach. 2020 soll es anders laufen. Gundlach und ihre Mit-Prinzessinnen Vanessa Litzius und Sarah Wendel-Eckes werben u. a. auf Facebook für ihren Job. Ihre Amtszeit endet im Spätsommer. Bis dahin wollen sie im Netz neue Prinzessinnen finden. Allgemeine Zeitung

Eine Reise nach Rüdesheim

Jeder glaubt Rüdesheim zu kennen, tatsächlich kann das Mittelrhein-Mallorca selbst für Einheimische ein Buch mit sieben Siegeln sein. Meine Blogger-Kollegin Tanja Werle alias „Rheingauprinzessin“ hat die Highlights zusammengefasst. rheingauprinzessin.de

Ausflug nach Rüdesheim

Ein Blick auf die Buga

Bis zur Bundesgartenschau 2029 müssen nicht nur neue Hotels her, sondern auch jede Menge modern und geschmackvoll ausgestattete Ferienwohnungen. Wie man so etwas vorbildlich gestaltet, zeigt Dirk Melzer in Kaub. Der Kölner Landschadtsarchitekt und gebürtige Mittelrheiner hat unterhalb der Burg Gutenfels ein Haus mit Rheinblick saniert und vermietet es jetzt u. a. auf Airbnb.

Video der Woche

Das neue Binger Großhotel „Papa Rhein“ gab es nur auf dem Papier, als Investor Jan Bolland schon die erste Auszeichnung dafür gewann. Ende 2019 holte er den „Tourismus-Preis Rheinland.Pfalz“ in der Kategorie „Innovation des Jahres“. Zur Preisverleihung ist ein Video auf YouTube veröffentlicht worden; dort erklärt Bolland seine Vision von „Papa Rhein“. Der Hotel-Traum wird gerade Wirklichkeit. Das Gebäude steht, und noch in diesem Jahr soll die Eröffnungsparty steigen. YouTube (Video), Mittelrheingold (7 Fragen an Jan Bolland, Juli 2019)

Mittelrhein-Zahl des Tages

Apropos „Papa Rhein“: Neben dem Hotel entstehen in den kommenden Jahren 148 Wohnungen. Die neue „Rheinblick-Gartenstadt“ soll bis zum Altem Kran reichen. Die ersten 70 Wohnungen werden gerade vermarktet; Preise stehen noch nicht fest. Allgemeine Zeitung, eigentumswohnungen-bingen.de (Website des Projektentwicklers)

Termine der Woche

Freitag in Rüdesheim – „Dibbegugger“ / Mittelrhein-Momente in Breuer’s Rüdesheimer Schloss – 28. Februar, 19 Uhr. mittelrheinmomente.de

Freitag ab Rüdesheim – Krimidinner auf dem Rhein – 28. Februar, 19 Uhr. ruedesheim.de

Freitag in Bingen – „8 Frauen“ / Theraterabend in Büdesheim – 28. Februar, 19 Uhr 30. bingen.de

Freitag in Bingen – „Anderswo. Allein in Afrika“ im Programmkino KiKuBi – 28. Februar, 19 Uhr 30. bingen.de

Freitag in Bingen – The Johnny Cash Show in der Stadthalle – 28. Februar, 20 Uhr. boppard-tourismus.de

Samstag in Bingen –  Guadagini Trio in der Villa Sachsen – 29. Februar, 19 Uhr 30. bingen.de

Samstag in Boppard – Krimidinner im Hotel Jakobsberg – 29. Februar, 19 Uhr. boppard-tourismus.de

Samstag in Boppard – „1917“ / Cinema in der Stadthalle – 29. Februar, 20 Uhr. boppard-tourismus.de

Samstag in Bingen – „Jazz à la Flute“ in der Binger Bühne – 29. Februar, 20 Uhr 30. bingen.de

Sonntag auf der Festung Ehrenbreitstein – Klaus Hoffmann singt Brel – 1. März, 19 Uhr. tor-zum-welterbe.de

Sonntag in Boppard – „1917“ / Cinema in der Stadthalle – 1. März, 20 Uhr. boppard-tourismus.de

Montag in Bingerbrück – Hildegard-Abend: Einblick in die Schriften der heiligen Hildegard – 2. März, 19 Uhr. bingen.de

Montag in Boppard – „Das Beste kommt zum Schluss“ / Cinema in der Stadthalle – 2. März, 20 Uhr. boppard-tourismus.de

Dienstag auf der Festung Ehrenbreitstein – „Still Collins Plus“ / Konzert – 3. März, 20 Uhr. tor-zum-welterbe.de

Dienstag in Boppard – „1917“ / Cinema in der Stadthalle – 3. März, 20 Uhr. boppard-tourismus.de

Dienstag in Bingen – „Das Wirtshaus im Spessart“ im Programmkino KiKuBi –  3. März, 20 Uhr 15. bingen.de

Donnerstag in Bingen – „The Guards“ / Spätschicht in der „Alten Wache“  – 5. März, 19 Uhr 30. bingen.de

Freitag in Rüdesheim – Beatbox in der Villa Sturm – 6. März, 19 Uhr. ruedesheim.de

Freitag in Bingen – „Fairtraders“ im Programmkino KiKubBi  – 6. März, 19 Uhr 30. bingen.de

Foto der Woche

Das Beste zum Schluss

Die Schweizer Weinzeitschrift „Vinum“ hat eine Auswahl von 25 deutschen „Jungwinzertalenten“ zusammengestellt. Auch der Mittelrhein ist vertreten: Die Redakteure – oder „Redaktore“, wie es in der Schweiz heißt – setzen Ex-Weinkönigin und Riesling-Influencerin  Sarah Hulten auf die Liste. Das Magazin kommt heute in den Handel. vinum.eu

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Die Loreley-Pläne: 7 Fragen an Mike Weiland

Gemunkelt wird schon länger, aber VG-Bürgermeisterkandidat Mike Weiland spricht es jetzt öffentlich aus: Hinter verschlossenen Türen wird über den Bau einer Hotelanlage in der Nähe der Loreley verhandelt. Es gebe nichtöffentliche Gespräche „zwischen einem Investor und dem Planungsverband Loreley“, bestätigte Weiland auf Anfrage von Mittelrheingold. Namen nennt er nicht, aber unter Insidern ist immer wieder von einem vergleichbaren Projekt im Ostseebad Travemünde die Rede. Weiland tritt bei der Wahl zum Bürgermeister der Verbandsgemeinde Loreley am 15. März gegen Amtsinhaber Werner Groß an. Der SPD-Mann und enge Mitarbeiter von RLP-Innenminister Roger Lewentz fordert im 7-Fragen-Interview mehr Transparenz und Bürgerbeteiligung rund um die Loreley.

Mike Weiland will Bürgermeister der VG Loreley werden. Foto: SPD Rhein-Lahn

Als Leiter des Ministerbüros von Roger Lewentz hast Du einen wichtigen Job im rheinland-pfälzischen Innenministerium. Warum willst du von Mainz nach St. Goarshausen wechseln?

Weil die Verbandsgemeinde Loreley meine Heimat ist. Das Leben dort hat mich geprägt, und ich mag die Menschen, das Gespräch und das freundschaftliche Miteinander. Darum bin ich auch schon seit mehr als 20 Jahren auf allen Ebenen der Kommunalpolitik ehrenamtlich aktiv. Beruflich bringe ich für die Verbandsgemeinde eine gute Mischung aus Verwaltungspraxis, Kompetenz, Erfahrung und Führungsverantwortung mit, um Dinge zielführend anzupacken. Ich möchte, dass sich etwas bewegt, dass wir unsere Heimat nach vorne entwickeln und unsere Verbandsgemeinde stark machen. Das schaffen wir am besten gemeinsam, im respektvollen Dialog, über Orts- und Parteigrenzen hinweg. Ich brenne für unsere Heimat und möchte ein Bürgermeister für alle sein.

Als Verbandsbürgermeister wärst du auch für den Loreley-Felsen zuständig. Was würdest du dort anders machen als der jetzige Bürgermeister?

Ich bin rund um die Loreley vielen klugen Köpfen und fleißigen Händen begegnet. Jetzt warten die Menschen auf den Beginn des zweiten Bauabschnittes, denn sie sagen, dass noch einige Dinge fehlen. Darum muss das Paket dringend endgültig geschnürt und schnellstens auf den Weg gebracht werden. Als erstes müssen wir die Sanierung und den Umbau des ehemaligen Turner- und Jugendheimes zum Gastronomiebetrieb angehen. Wir stehen hier gegenüber dem Pächter zeitlich im Wort. Es gibt noch viel zu tun: Wir müssen den  Ausstellungsraum, die  Mythenpunkte und die Multifunktionsfläche fertigstellen, und wir brauchen weitere Toiletten, damit es rundum ein vollendetes und gelungenes Bild ergibt. Vor allem brauchen wir eine neue Loreley-Statue. Erst wenn die Besucher das Ensemble als vollendet empfinden, können wir zufrieden sein. Aber: Neuer Kultur- und Landschaftspark und neue Loreley-Statue bedeutet für mich auch die Möglichkeit einer neuen Bürgerbeteiligung und Transparenz bei Projekten. Bei der Gestaltung der Statue können wir hier gleich den Anfang machen. Es geht aber auch um ganz alltägliche Dinge. Gemeinsam mit der Stadt St. Goarshausen und den Höhengemeinden rund um die Loreley möchte ich zum Beispiel eine ganzjährige Buslinie zwischen Tal und Höhen realisieren.

Angeblich gibt es Pläne für eine größere Hotelanlage in der Nähe der Loreley. Wie realistisch ist so etwas?

Es gibt die Lenkungsgruppe mit Vertretern aus beteiligten Behörden, Fachleuten und örtlicher Politik, die sich damit schon in mehreren Workshops auf Grundlage eines städtebaulichen Vertrags zwischen einem Investor und dem Planungsverband Loreley nichtöffentlich beschäftigt. Fest steht, dass ein solches Vorhaben mit den schutzwürdigen Belangen des UNESCO-Welterbes Oberes Mittelrheintal einhergehen muss. Das ist gerade mit Blick auf die Größe, Form, Einsehbarkeit aus dem Tal, die verwendeten Materialien und vielem mehr nicht so einfach. Auch die weiteren Player des Loreley-Plateaus muss man hier möglichst unter einen Hut bekommen. Dazu gehört aber auch, für Transparenz zu sorgen, und die Bürger mitzunehmen.

Ein weiteres großes Loreley-Thema ist die Freilichtbühne. Warum ist es so schwer, zwischen der Kommune und dem Pächter zu vermitteln?

Ich bin bisher Mitglied des Verbandsgemeinderates und kein Bürgermeister. Damit habe ich keine Einsicht in die Akten zur Freilichtbühne und mir liegen keine entsprechenden Informationen vor, die Frage bewerten zu können. Das Thema ist eine Angelegenheit zwischen der Stadt St. Goarshausen und deren Pächter.

Für mich ist aber klar, dass hier der jüngsten Presseberichterstattung nach zu urteilen, offensichtlich nach wie vor höchst unterschiedliche Standpunkte von beiden Seiten vertreten werden. Für mich war es bislang sowohl in der Vereinsarbeit, als auch im Beruf als Führungskraft oder im privaten Leben im Umgang mit Mitmenschen immer wichtig, bei Bedarf eine vermittelnde Rolle einzunehmen, sich aktiv anzubieten, um gemeinschaftlich nach Lösungen für Herausforderungen zu suchen und zu ringen. Das werde ich im Falle meiner Wahl zum Bürgermeister auch beibehalten und zwar nicht nur wie in der konkreten Fragestellung für die Stadt St. Goarshausen, sondern wertschätzend für alle Themen, die auf mich in den 22 Gemeinden und Städten warten.

Wann warst du zuletzt als Konzertbesucher auf der Loreley?

Ich bin froh über jede tolle Veranstaltung mit möglichst vielen Besuchern, die auf der Loreley über   die Bühne geht. Leider kam ich in Vergangenheit selbst viel zu selten dazu, mit Freunden all die Konzerte zu besuchen, die etwas für meinen Musikgeschmack gewesen wären. Dennoch war ich von Jugend an immer wieder auf der Freilichtbühne zu verschiedenen Events zu Gast. Mein letzter Besuch war mit 14.000 Besuchern bei PUR. Unabhängig davon brauchen wir aber auch künftig Konzerte mit bekannten nationalen oder internationalen Acts  auf der Freilichtbühne sowie Kultur- und Musikangebote überall in unseren Gemeinden. Sie bereichern unsere schöne Heimat.

In St. Goar und St. Goarshausen gibt es Überlegungen für eine gemeinsame Tourismus-Organisation. Brauchen wir am Mittelrhein mehr flussübergreifenden Kooperationen?

Ja, wir brauchen am Mittelrhein mit Blick auf die Schlagkraft unserer Tourismusregion, die Buga 2029 und nicht zuletzt auch im Sinne unserer Unternehmen mehr Netzwerke, mehr flussübergreifende Kooperationen, mehr Miteinander und weniger Kirchturmdenken. Wir müssen mehr an einem Strang in dieselbe Richtung ziehen, aber das nicht nur über den Rhein, sondern auch über die Landesgrenze nach Hessen hinweg. Ein gutes Beispiel aus jüngster Vergangenheit ist hierfür sicherlich der Zusammenschluss von Bacharach, Kaub, Lorch und Niederheimbach zu „BaKaLoNi“, um gemeinsame Events zu Wein, Kultur und Wandern anzubieten. Nur so kann die Region mehr zusammenwachsen.

Was den Blick auf unsere Verbandsgemeinde Loreley angeht, so ist es mir wichtig, die gesamte Verbandsgemeinde touristisch professionell aufzustellen und all die uns zur Verfügung stehenden Potenziale auszunutzen. Die 22 Orte von A wie Auel bis W wie Weyer sind immer eine Reise wert. Daher brauchen wir eine schlagkräftige Tourismus-GmbH, die unsere Heimat gemeinsam mit allen Akteuren stark als Markenprofil bewirbt. Davon profitieren die Hotellerie, die Gastronomie, Unternehmen und die gesamte Verbandsgemeinde. Auf dem Weg dorthin bedarf es jedoch zahlreicher Partner und Unternehmen, insbesondere aber im besten Falle die Teilnahme all unserer Gemeinden. Daher würde ich als Bürgermeister eine solche GmbH so aufstellen, dass sie auch tatsächlich allen Gemeinden Nutzen bringt und intensiv dafür werben, dass sich alle beteiligen. Gegen darüber hinausgehende rheinübergreifende Kooperationen von Gemeinden ist natürlich auch nichts einzuwenden.

Wie wichtig ist die Mittelrheinbrücke und wann kommt sie?

Die Mittelrheinbrücke ist ein seit Jahrzehnten angestrebter Mosaikstein zur Weiterentwicklung unserer Verbandsgemeinde und der gesamten Region. Sie ist für Pendler und Unternehmen von besonders wichtiger Bedeutung. Wir müssen gemeinschaftlich mit der Bürgerinitiative Pro Brücke, in der ich Gründungsmitglied bin, dem Bündnis Kulturlandschaft Romantischer Rhein  und mit den Verantwortungsträgern der linken Rheinseite zusammenarbeiten und immer wieder dafür einstehen. Die Verkehrszählung ist abgeschlossen. Das Raumordnungsverfahren ist in Vorbereitung. Das Land hat sich bereiterklärt, die Gesamtkosten des Raumordnungsverfahrens zu übernehmen, damit man es so schnell wie möglich durchführen und abschließen kann. Selbst wenn mit zügigen weiteren Planungsschritten und rascher Genehmigung der UNESCO die Brücke vorangebracht und gebaut wird, müssen wir realistisch sein, dass für die BUGA 2029 dringend alternative den Rhein querende Verkehrskonzepte geplant werden müssen.

Die Herrin der Bücher

Bingen bekommt nicht nur die modernste Stadtbibliothek, sondern auch eine neue Bibliotheksleiterin: Die Bopparderin Julia Löffler hat Satu Bode abgelöst. Löffer arbeitete bisher bei der Koblenzer Stadtbibliothek. Zu ihren Spezialgebieten gehören Manga-Comics. Demnächst bezieht die Binger Bibliothek ihr neues Gebäude in der Nähe der Basilika. Allgemeine Zeitung, bingen.de (über die Stadtbibliothek)

Was Sie über einen Mittelrhein-Pfarrer nicht wissen wollen

Vergangenes Jahr verschwand ein katholischer Pfarrer überraschend aus seiner Rheintal-Gemeinde. Der Pfarrgemeinderat informierte mit ungewöhnlicher Offenheit per Aushang: Der Mann war vom Dienst suspendiert worden, weil er am Mainzer Hauptbahnhof einem 14-Jährigen Geld für Sex geboten hatte. Laut „Rhein-Zeitung“ hat die Staatsanwaltschaft das Verfahren mittlerweile eingestellt. Sie wertet es als „Vorbereitungshandlung“, die allein noch noch nicht strafbar sei. Seinen Job ist der Pfarrer trotzdem los: Die Kirche will ihn nicht wieder auf seinen Posten zurückkehren lassen und setzt jetzt ihr eigenes Verfahren gegen ihn in Gang. Rhein-Zeitung

Rhein-Zeitung in Flammen

Die „Rhein-Zeitung“ ist die größte Regionalzeitung im Welterbe-Tal.  Mit ihren Lokalausgaben für den Rhein-Hunsrück-Kreis und den Rhein-Lahn-Kreis deckt sie das Gebiet zwischen Koblenz und Oberwesel (linksrheinisch) bzw. Kaub (rechtsrheinisch) ab. Allerdings leidet sie so wie die meisten anderen Zeitungen an Auflagen- und Anzeigenschwund. Es ist kein Mittelrhein-Phänomen; das klassische Velagsgeschäft ist wegen digitaler Konkurrenten weltweit in der Krise. Bei Sparmaßnahmen war die „RZ“ schon immer erfindungsreich. Jetzt will sie die meisten ihrer Lokalredaktionen schließen und deren Redakteure auf 3 Standorte in Rheinland-Pfalz konzentrieren. Im Welterbe-Tal war schon seit ihrem Rückzug aus Boppard nicht mehr mit eigenen Büros präsent. Derzeit wird die Berichterstattung über die Lokalredaktionen Simmern und Bad Ems abgewickelt. swr.de

Erleuchtung in Rüdesheim

Wer schummeriges Licht liebt, ist am Rüdesheimer Rheinufer bestens aufgehoben. Vor allem an Sommerabenden sorgt das dichte Laub der Bäume für zwielichtige Atmosphäre. Die Stadt will jetzt für Erleuchtung sorgen und investiert 20.000 Euro in neue LED-Lampen. Am Hafenpark sollen Strahler in den Boden eingelassen werden. Wiesbadener Kurier

Ein Blick auf die Buga

Die „Wisper Trails“ haben das Zeug zur Mittelrhein-Attraktion. Bei einem Workshop in Lorch kam gerade zur Sprache, was die 15 zertifizierte Wanderwege auf insgesamt 209 Kilometern für den Tourismus bedeuten können – wenn man es richtig anstellt. Ein Hotelier aus der Eifel erklärte, wie neue Wanderangebote seine Region und seinen eigenen Betrieb vorangebracht haben. Allerdings seien Investitionen nötig: Die Gäste erwarteten zeitgemäße Unterkünfte und nicht das Bett, „in dem schon die Oma 1953 gestorben ist“, zitiert ihn der „Wiesbadener Kurier“. Die Hotel-Kapazitäten sind ein großes Thema für die Bundesgartenschau.  Bis 2029 sollen überall im Welterbetal Hotels modernisiert und neue Betriebe entstehen. Einer Studie zufolge fehlen mehrere 1000 Betten. Wiesbadener Kurier, buga2029.blog (Hotelstudie)

Video der Woche: Biber in Bingen

SWR-Wetterreporterin Kathrin Illig war in Bingen unterwegs und hat sich dort nicht nur mit der Meteorologie beschäftigt. Im Video spürt sie gemeinsam mit Naturschützer Michael Markowski einem Neubürger am Mittelrhein nach: dem Biber. Die Nager galten in der Region seit dem 19. Jahrhundert ausgestorben. Jetzt siedeln sie sich wieder in den Rheinauen an. swr.de (Video)

Mittelrhein-Zahl der Woche

Über 750 Arbeitsstunden haben die Oberdiebacher „Heinzelmänner“ im vergangenen Jahr für ihre Gemeinde geleistet. Die freiwillige Rentnertruppe unter dem Kommando von Karl-Heinz Stüber trifft sich jeden ersten Mittwoch im Monat. Mindestens 15 Power-Senioren ziehen dann los, um z.B. Wege freizuschneiden, Geländer zu streichen oder Bänke aufzustellen. Allgemeine Zeitung

Termine der Woche

Freitag in Braubach – Nachtumzug – 21. Februar, 19 Uhr. loreley-touristik.de

Samstag in Boppard – Maskendinner „Von Florenz nach Venedig“ im „Bellevue“ – 22. Februar, 18 Uhr 30. boppard-tourismus.de 

Samstag in Lahnstein – SWR Schlagerparty in der Stadthalle – 22. Februar, 20 Uhr. lahnstein.de

Sonntag ab Lorch – Wispertal-Wanderung mit Wolfgang Blum – 23. Februar, 10 Uhr 30. lorch-rhein.de

Sonntag in Boppard – Abendumzug – 23. Februar, 18 Uhr 11.boppard-tourismus.de

Dienstag in Lorch-Wollmerschied – Halefeuer – 25. Februar, 15 Uhr. lorch-rhein.de

Mittwoch in Bingen – „Ad Astra – Zu den Sternen“ im  Programmkino KiKuBi – 26. Februar, 20 Uhr 15. bingen.de 

Freitag in Rüdesheim – „Dibbegugger“ / Mittelrhein-Momente in Breuer’s Rüdesheimer Schloss – 28. Februar, 19 Uhr. mittelrheinmomente.de

Freitag in Bingen – „8 Frauen“ / Theraterabend in Büdesheim – 28. Februar, 19 Uhr 30. bingen.de

Freitag in Bingen – „Anderswo. Allein in Afrika“ im Programmkino KiKuBi – 28. Februar, 19 Uhr 30. bingen.de

Freitag in Bingen – The Johnny Cash Show in der Stadthalle – 28. Februar, 20 Uhr. boppard-tourismus.de

Foto der Woche

Das Beste zum Schluss

Die VG Rhein-Nahe war jahrzehntelang die unbeliebteste am Mittelrhein. Ihre Kommunen – von Bacharach bis Münster Sarmshein und Waldalgesheim – schienen geografisch und auch sonst nichts zu verbinden. Das ganze Konstrukt galt als Ausgeburt ignoranter Gebietsreformer. Das ändert sich gerade. Verwaltung und Bürger haben in vielen Workshops und Projektgruppen gute Ideen entwickelt. Eine davon ist das „Repair Café“, eine ehrenamtliche und kostenlose Reparaturwerkstatt, die durch die Orte tourt. Ältester Freiwilliger ist Johann Stubbe aus Bacharach-Neurath. Der 83-Jährige Schneider a.D. hat sich u. a. auf die Reparatur von Nähmaschinen spezialisiert. Allgemeine Zeitung

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„Es gibt noch einen Plan B“

Die Übernahme der Loreley-Kliniken durch das Rote Kreuz war zu schön um wahr zu sein. Anfang der Woche gaben die Bürgermeister der kommunalen Miteigentümer Oberwesel, St. Goar und Verbandsgemeinde Hunsrück-Mittelrhein (immer noch ohne Website) bekannt, dass das DRK die Verhandlungen abgebrochen hat. Die Mitarbeiter erfuhren es aus der Presse. Die Lage ist aber nicht hoffnungslos. Laut VG-Bürgermeister Peter Unkel gibt es noch einen „Plan B und möglicherweise auch einen Plan C oder D“.

Die Kommunen sprechen mit mindestens 2 ernsthaften Interessenten; bei einem soll um das Konzept einer Luxusklinik geben. Der jetzige Mehrheitsgesellschafter Marienhaus wollte den Betrieb eigentlich schon in diesem Quartal stilllegen. Nach heftigen Protesten in Bevölkerung und Politik wurden die Standorte Oberwesel und St. Goar bis Jahresende gesichert. Die nach wie vor profitablen Loreley-Kliniken können nur vor Ort gerettet werden, denn der eigentlich zuständige Kreis sieht sich aus der Verantwortung. Das machte Landrat Marlon Bröhr auf Anfrage von Mittelrheingold klar:

Der Kreis ist für die Krankenhausversorgung in seinem Gebiet zuständig. Inwieweit waren Sie bei den Verhandlungen über die Zukunft der Loreley-Kliniken eingebunden?

Die Loreley-Klinik gehört leider nicht zu den Krankenhäusern, die zur Aufrechterhaltung der Grundversorgung für unseren Landkreis erforderlich sind. Die Grundversorgung ist – nach Bestätigung des Landes Rheinland-Pfalz uns gegenüber – auch ohne diesen Standort gewährleistet. In die Verhandlungen sind wir deshalb nicht eingebunden.

Welche Zukunft sehen Sie für die Standorte Oberwesel und St. Goar?

Das kann abschließend diesseits nicht beurteilt werden, auch da die Kreisverwaltung nicht in die Verhandlungen eingebunden war und ist.

In Boppard zeichnet sich eine weitere Krise ab. Der Betreiber des dortigen Krankenhauses ist in Schieflage geraten. Wie schätzen Sie die Situation ein?

Dies verfolgen wir ebenfalls mit Interesse. Bisher liegen uns jedoch noch zu wenige Informationen vor, um uns ein konkretes Bild von der Lage zu machen.

Welche Unterstützung erwarten Sie von der Landespolitik?

Das Land muss seinen Beitrag leisten, um eine ausreichende ärztliche Versorgung sicherzustellen.

 

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Ausblick vom Günderodehaus

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Diven im Rheingau

Gute Verlierer sehen anders aus: Die abgewählten Bürgermeister von Rüdesheim und Lorch haben sich sang- und klanglos davon gemacht, ohne ordnungsgemäß ihre Ämter zu übergeben. In Rüdesheim blockte Volker Mosler laut „Wiesbadener Kurier“ jeden Kontakt zu seinem Nachfolger Klaus Zapp ab, und auch in Lorch gab es keinen würdigen Wechsel: Der neue Bürgermeister Ivo Reßler muss sich selbst einarbeiten, nachdem er die Wahl gegen Amtsinhaber Jürgen Helbing gewonnen hatte. Wiesbadener Kurier

Schlendern in Niederheimbach

Apropos Lorch: Hessens westlichste Stadt gehört zur neuen grenzüberschreitenden Tourismus-Allianz „BaKaLoNi“, benannt nach ihren Mitgliedern Bacharach, Kaub, Lorch und Niederheimbach. Die 4 Partner haben gerade ihr Programm für die neue Saison vorgestellt. Los geht es am 8. März mit einer „Schlenderweinprobe“ in Niederheimbach. Nach den Kommunalwahlen 2019 ist dieses Jahr ein komplett neues Team am Start, denn es gab auch in Kaub und Niederheimbach Bürgermeisterwechsel. Bacharach ist noch immer ohne Stadtoberhaupt. Hier kümmert sich Rainald Kauer als Beigeordneter um Buga, Kultur und Stadtentwicklung. Allgemeine Zeitung

Rheinfels Royal

Der umstrittene Rheinfels-Vergleich zwischen der Stadt. St. Goar und dem Potsamer Unternehmensberater Georg Friedrich Prinz von Preußen ist weiter offen. Der Stadtrat kam am Montag zu keiner Entscheidung, nachdem ein schon gefasster Beschluss aus formalen Gründen widerrufen worden war. Unterdessen hat sich der CDU-Bundestagsabgeordnete Peter Bleser zu Wort gemeldet. Er sieht keinen Grund für finanzielle Zugeständnisse an die Hohenzollern. Die von Stadtbürgermeister Falko Hönisch eingebrachte Lösung („Win-Win-Situation“) sieht vor, eine Stiftung der Hohenzollern an den Eintrittsgeldern für die Burg Rheinfels zu beteiligen, wenn der Prinz die Eigentumsrechte der Stadt anerkennt. Bleser und Vertreter des Landes halten den Deal für unnötig, weil die Klage des Prinzen von kaum jemandem ernst genommen wird. Geht die Stadt trotzdem darauf ein, bleibt sie auf fünfstelligen Anwalts- und Gerichtskosten sitzen. Hönisch argumentiert mit Restrisiko und Planungssicherheit. Rhein-Zeitung, SWR

Verbrannte Erde in Lahnstein

2015 holte Heinz Kugel den Titel „Deutschlands bester Bäcker“ nach Lahnstein, aber jetzt ist das Image angekratzt. Der Familienbetrieb hat Probleme mit einer überdimensionierten neuen Produktionsanlage und liegt mit Handwerkern im Clinch. Architekt, Holzlieferant und Bauunternehmer haben laut „RZ“ lange auf ihr Geld gewartet und ärgern sich jetzt über Äußerungen des Seniorchefs in der Presse. Kugel hatte dort Qualitätsmangel moniert. Das sei „ein Schlag ins Gesicht aller Handwerker, die auf viel Geld verzichtet haben“, zitiert die Zeitung den Lahnsteiner Holzhändler Jan Burkard. Rhein-Zeitung

Ein Blick auf die Buga

Der Rüdesheimer Bahnhof ist einer der schönsten am Mittelrhein. Das denkmalgeschützte Gebäude aus dem Jahr 1856 stammt noch in der Ära der Herzöge von Nassau. Allerdings ist die ganze Anlage so hoffnungslos veraltet und ungeeignet für Rollstulfahrer und Kindewagen, dass ein Neubau her muss. Laut „Wiesbadener Kurier“ soll der Bahnhof bis spätestens zur Bundesgartenschau 2029 in Richtung Stadtzentrum verlegt werden. Wiesbadener Kurier

Video der Woche

Na gut, streng genommen ist es kein Video, sondern eine digitales Fotoalbum. Aber sein Urheber, Friedrich Gier, zählt zu den Fotografen am Mittelrhein.  Burgen und Schlösser haben es ihm besonders angetan. Auf YouTube zeigt er eine Auswahl.

Mittelrhein-Zahl der Woche

Rund 600 Bäume hat der Sturm „Sabine“ den Binger Wald gekostet. Forstdirektor Axel Henke rechnet mit rund 40.000 Euro Schaden. Insgesamt kam das Mittelrheintal (und die Höhen) noch günstig davon. Die Förster raten Spaziergängern dringend davon ab, den Wald zu betreten. Beim nächsten starken Windstoß können immer noch Äste herabfallen oder Bäume umkippen. Allgemeine Zeitung

Termine der Woche

Freitag in Boppard – „From New Jazzleans“ / Musikdinner im „Bellevue“ – 14. Februar, 18 Uhr 30. boppard-tourismus.de

Freitag in Bingen – „Das zweite Leben des Monsieur Alain“ im Programmkino KiKuBi – 14. Februar, 19 Uhr 30. bingen.de

Freitag in Lahnstein – Rotweinprobe auf dem Allerheiligenberg – 14. Februar, 19 Uhr 30. lahnstein.de

Samstag in St. Goar – „Minus Meier“ / Konzert „Inside Rebstock Garden“ – 15. Februar, 19 Uhr (Einlass). inside-garden.de

Dienstag in Bingen – „Schrotten!“ im Programmkino KiKuBi – 18. Februar, 20 Uhr 15. bingen.de

Foto der Woche

Das Beste zum Schluss

Friedrich Bastian hat ein bisschen gebraucht, bis er seine beiden Professionen zueinander gebracht hat: Opernsänger und Winzer. „Grauenhaft“ fand er laut „RZ“ viele Jahre lang das Image als „singender Kellermeister“. Heute fügt sich alles zusammen. Der Besitzer des Bachracher Insel veranstaltet dieses Jahr wieder sein Weinmusiktheater „Cuvee Surprise“. In seiner Weinstube „Zum Grünen Baum“ ist u. a. ein italienischer Abend mit neapolitanischen Liedern geplant. Rhein-Zeitung, weingut-bastian-bacharach.de

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