Die Buga 2031 ist auf dem Weg. Bei nur 3 Gegenstimmen gab es bei der Versammlung des Zweckverbandes Welterbe Oberes Mittelrheintal am Montag eine überwältigende Mehrheit von 98,4 Prozent für die Bundesgartenschau. Der Rest ist Formsache. Am 16. Mai reist noch einmal eine Delegation der Deutschen Bundesgartenschaugesellschaft (DBG) an den Mittelrhein. Deren Geschäftsführer Jochen Sandner war bei der gestrigen Beschlussfassung in Bingen bereits dabei. Im Sommer soll es dann den offiziellen Zuschlag der DBG geben. Danach wird eine Buga31-GmbH gegründet, die 2022 ihre Arbeit aufnimmt. Bis dahin führt die Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz unter Rainer Zeimentz die Buga-Geschäfte. Sie ist an das Innenministerium von Roger Lewentz angedockt, der als Initiator der Buga-Idee gilt. Lewentz stammt aus Kamp-Bornhofen und war dort viele Jahre lang ehrenamtlicher Bürgermeister. Rhein-Zeitung, Youtube (Video mit Statements einzelner Buga-Entscheider), Buga-Blog (Machbarkeitsstudie mit Plänen für die einzelnen Kommunen)

Stimmen zu Buga-Entscheidung in Bingen

Hilchenhaus zu verleihen

Das Hilchenhaus in Lorch gilt als der bedeutendste Renaissance-Bau im Oberen Mittelrheintal. Nach einer langen und schwierigen Sanierungsgeschichte ist es in der Besitz der Stadt übergegangen, die gerade die Nutzungsgebühren überarbeitet hat. Privatleute aus Lorch zahlen künftig 300 Euro, wenn sie Rittersaal, Galerie und Innenhof buchen. Für Auswärtige sind 400 Euro fällig. Die Nutzung der Teeküche kostet 100 Euro. Wiesbadener Kurier, Wikipedia (Geschichte des Hilchenhauses)

Ein neues Konzept für den „Spitzen Stein“

Der Aussichtsturm am Spitzen Stein zwischen Urbar und Niederburg ist nur noch Kleinholz. Wegen Pilzbefalls musste die 21 Meter hohe Holzkonstruktion abgerissen werden. Offenbar plant die Verbandsgemeinde St. Goar-Oberwesel aber Ersatz. Laut „RZ“ soll am 21. Juni in der Sitzung des Verbandsgemeinderats ein neues Konzept für den „Spitzen Stein“ vorgestellt werden. Mit der einstmals freien Sicht auf den Vorderhunsrück ist das aber so eine Sache: Der Rheintour-Blogger zählte bei seinem Besuch vor einigen Wochen  „in südlicher Richtung … mindestens 70 Windräder.“  Rhein-Zeitung, Rheintour.info

Baden mit Bingen-Blick

„Kaltnaggisch“ ist der traditionelle Spitzname für Bingerbrück, weil der von Bahnhof und B9 geprägte Stadtteil auf den ersten Blick nicht unbedingt zu Perlen der Rheinromantik gehört. Dabei verfügt er mit dem Mäuseturm über eines der Highlights im Tal. Oberhalb von Bingerbrück gibt es ein ökologisches Freibad mit grandiosem Ausblick auf Bingen und den Rheingau: Das Naturerlebnisbad auf der Elisenhöhe. Am 12. Mai wird es wieder geöffnet. Wie immer gibt es am ersten Tag freien Eintritt. bingen.de, kaltnaggisch.net (Website von Hendrika Sonntag über Bingerbrück)

Sammeln für Carl Haag

5000 Euro wollen die Fans des Malers Carl Haag sammeln, um mit einer Büste an den einstigen Star-Künstler zu erinnern. Der gebürtige Bayer mit britischem Pass verbrachte seinen Lebensabend in Oberwesel und starb 1915 in dem nach ihm benannten Turm. Seine Asche wurde später im Garten verstreut – angeblich kippte sein Enkel sie aus dem Fenster. Vergangene Woche präsentierten Haags Biograf Walter Karbach und Winzer Jörg Lanius die schon erwähnte limitierte Sonderedition der „Carl-Haag-Weine“. Sie sind mit Oberwesel-Motiven des Meisters etikettiert worden. Gut ein Drittel des Erlöses fließt in das von Karbach initiierte Büsten-Projekt. Spenden mit dem Vermerk „Gedenkstein für Carl Haag“ können auch direkt auf das Konto der der Internationalen Carl-Haag-Gesellschaft bei der Kreissparkasse Rhein-Hunsrück IBAN DE72560517900002213304, BIC MALADE51SIM überwiesen werden. Wer sich beteiligt, befindet sich in bester Gesellschaft: Laut „RZ“ haben die Sparkasse selbst sowie Haags Geburtsstadt Erlangen schon gespendet. Ein Original von Carl Haag („Der Rote Turm im Flaggenschmuck“) ist im Oberweseler Stadtmuseum zu besichtigen. Berühmt wurde Haag allerdings nicht mit Mittelrhein-Bildern, sondern mit Gemälden aus dem Orient und vom Hof der britischen Königin Victoria in Schottland, darunter „Ein Morgen im Hochland“ oder „Abend in Balmoral.“ Rhein-Zeitung, Weingut Lanius-Knab (Haag-Edition), Mittelrheingold (Hintergrund)

Carl Haag: "Morning in the Highlands", 1853. Das Gemälde zeigt Queen Victoria und ihren Mann Albert mit einigen ihrer Kinder und Dienerschaft beim einem Ausflug im schottischen Hochland. Es gehört noch heute zur Kunstsammlung der britischen Krone. Quelle:Google Art Project.

Carl Haag: „Morning in the Highlands“, 1853. Das Gemälde zeigt die königliche Familie bei einem Ausflug im schottischen Hochland. Es gehört noch heute zur Kunstsammlung der britischen Krone. Quelle: Google Art Project.

Termin des Tages

Bingen –  Das KiKuBi zeigt: Barakah meets Barakah – 24. April, 20 Uhr 15. bingen.de

Foto des Tages

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